Donnerstag, 24. April 2014

Am 15. Juni auf dem Dorfplatz

Schaukochen auf dem Heddesheimer Wochenmarkt

Heddesheim, 08. Juni 2012. (red/pm) Schaukochen und Spargel-SchÀl-Wettbewerb auf Wochenmarkt.

Information der Gemeinde Heddesheim

“Am Freitag, den 15. Juni 2012, ab 10:00 Uhr gibt es beim Heddesheimer Wochenmarkt, wie im vergangenem Jahr, von Köchen des Hotels “Krone” in Großsachsen wieder ein kulinarisches Highlight.

Vor den Augen der Besucher werden folgende Gerichte zubereitet:

  • sommerlicher Spargelsalat in HolunderblĂŒten-Apfel-Vinaigrette an Wacholderschinken mit Tomaten-Olivenbruschetta
  • in Rosmarin gebratenes Schwertfischsteak auf gegrilltem Spargel
  • kleiner sĂŒĂŸer Abschluss als Dessert

Gegen einen geringen Kostenbeitrag können die Wochenmarktbesucher diese Köstlichkeiten probieren.

Außerdem wird bei einem Spargel-SchĂ€l-Wettbewerb die Geschicklichkeit getestet. Es gibt fĂŒr den Sieger einen Gutschein fĂŒr ein Essen fĂŒr zwei Personen im Hotel Krone zu gewinnen.

Die Köche des Hotels Krone sowie die MarkthĂ€ndler und die Gemeinde Heddesheim freuen sich auf die Besucher.”

Sonderaktion am 27. April

Frischer Flammkuchen am “Frischen Freitag”

Heddesheim, 23. April 2012. (red/pm) Wie die Gemeinde Heddesheim mitteilt, wird auf dem Wochenmarkt “Frischer Freitag” am 27. April ofenfrischer Flammkuchen angeboten werden. Die Eheleute Schnor aus Mannheim kommen mit ihrem mobilen Flammkuchenofen von 10:00 bis 14:00 Uhr und backen Flammkuchen verschiedener Art nach WĂŒnschen der Wochenmarktbesucher.

Gelungener Start fĂŒr den Heddesheimer Wochenmarkt


Guten Tag!

Heddesheim, 11. MĂ€rz 2011. (che) “Frischer Freitag” – mit diesem Slogan machten ĂŒberall in Heddesheim verteilte Plakate, Flyer, Postwurfsendungen und ein quer ĂŒber die Unterdorfstraße wehendes Banner zum ersten Wochenmarkt auf Heddesheims noch jungem Dorfplatz aufmerksam. Und die Heddesheimer folgten dem Aufruf und bescherten so dem “Frischen Freitag” einen gut besuchten Auftakt.

Als gegen 08:00 Uhr BĂŒrgermeister Michael Kessler die Eröffnungsrede hielt, verloren sich erst etwa 70 Menschen auf dem Dorfplatz, darunter viele Mitglieder des Heddesheimer Gemeinderats.

heddesheimermarkt19

Guter Start fĂŒr den "Frischen Freitag".

Kesslers Rede war erfreulich kurz; ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte des Markts, die Hoffnung der Gemeinde, damit die AttraktivitÀt und Kaufkraft des Orts zu steigern und zu erhalten und den Dorfplatz auch zu einem Ort der Kommunikation und Begegnung werden zu lassen.

Dann stellte er die eigens konzipierten SchĂŒrzen fĂŒr die HĂ€ndler vor, ganz in braun mit dem Logo “Frischer Freitag”, ließ rundum Äpfel mit dem Logo verteilen und lud alle Kunden zu einem kostenlosen Sekt ein.

Acht HÀndler prÀsentierten ihre Produkte

Acht HÀndler hatten auf dem Platz ihre StÀnde aufgebaut und prÀsentierten erwartungsvoll ihre frischen Produkte.

Das Angebot erstreckte sich von Fisch, PfĂ€lzer Wein und Hausmacher Worscht ĂŒber KĂ€se, Eier und Nudeln, Blumen und GemĂŒse bis hin zu Putenfleischprodukten, Oberbekleidung von “Hellese Wear” und Putzmitteln von Amway.

Nach Kesslers Eröffnung machte sich eine gewisse NervositĂ€t unter den HĂ€ndlern breit: WĂŒrden die Heddesheimer ihren neuen Wochenmarkt annehmen?

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die erschienenen Heddesheimer noch etwas verloren, doch nach und nach fĂŒllte sich der Dorfplatz mit Menschen.

Gegen 9:30 Uhr war auf dem Zugang am Rathaus kaum noch ein Durchkommen. Die Heddesheimer strömten jetzt geradezu auf den Markt. Die MarkthÀndler, die anfangs noch in Ruhe ein kleines SchwÀtzchen mit ihren Kunden hielten, hatten jetzt alle HÀnde voll zu tun.

Besonders am GemĂŒsestand drĂ€ngten sich die Kunden. Anita Schubkegel aus Dannstadt-Schauernheim und ihr Damen-Team bewĂ€ltigten flott und freundlich den großen Andrang, denn die enorme Vielfalt ihres Obst- und GemĂŒsesortiments fand großen Zuspruch.

Am Stand mit den Putenfleischprodukten standen die Heddesheimer Schlange. Bauer Reinmuth aus Helmstatt-Weilerhof, der die Puten fĂŒr seine Erzeugnisse selbst aufzieht und verarbeitet, verteilte an alle Marktbesucher Gutscheine fĂŒr ein kostenloses Paar Putenwienerle. Das holten sich die Heddesheimer natĂŒrlich gerne ab und nahmen sich bei der Gelegenheit auch gleich noch Putenwurst oder Fleisch fĂŒrs Mittagessen mit.

Einen guten Anklang fand das reichhaltige KĂ€seangebot. Der Stand von JĂŒrgen Brunn aus Mannheim traf mit seinem Angebot den Geschmack vieler Heddesheimer KĂ€sefreunde.

Die beiden Mannheimer Damen am Blumenstand machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Ihre Gestecke und FrischblumenstrĂ€uße gefielen vor allem den Heddesheimerinnen, auch ihr Stand war gut besucht.

Lediglich am Fischstand war weniger Betrieb. Obwohl der Fisch optisch einladend prĂ€sentiert wurde und so frisch und appetitlich aussah, dass er ohne weiteres als Sushi verzehrt werden kann, blieben die Heddesheimer Kunden eher zurĂŒckhaltend. Frank Schott aus Albertsweiler ist aber zuversichtlich, dass sich die QualitĂ€t seiner Fischerzeugnisse herumsprechen und es fĂŒr sein Angebot zukĂŒnftig grĂ¶ĂŸere Nachfrage geben wird.

Auch Herr Rahm aus Bad DĂŒrkheim zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage nach seinen Hausmacher Wurstsorten und seinem Weinangebot. Mit flotten SprĂŒchen und einem breiten LĂ€cheln reichte er jedem Kunden als Entscheidungshilfe gerne ein GlĂ€schen zum Verkosten.

Der Stand der Werbemacher GmbH (“Hellesewear”) war zwar nicht so stark frequentiert wie die StĂ€nde mit den frischen Produkten, aber auch dieser Standbetreiber zeigte sich alles in allem zufrieden. Er will zukĂŒnftig jeden Freitag eine andere Kollektion anbieten, um so saisonelle Gegebenheiten und KundenwĂŒnsche gezielt zu berĂŒcksichtigen.

Am Stand von “Amway” dagegen hatte man nur sehr wenige KundengesprĂ€che. Dieser Stand wirkte deplaziert und fand offensichtlich kein Interesse.

Leider hatte man einen Stand offenbar vergessen. Einige Heddesheimer monierten das Fehlen eines Standes mit Backwaren. Ein Brot oder frische Brötchen hÀtte so manch einer auch gerne gleich mitgenommen. Und weitaus bereitwilliger als eine Flasche Putzmittel.

Der Dorfplatz wird zum Marktplatz und zu einem Ort der Kommunikation

BĂŒrermeister Kessler wĂŒnschte sich, der Markt möge auch ein kommunikativer Ort sein. Das wurde zur Eröffnung erfĂŒllt. ÃƓberall bildeten sich kleinere GrĂŒppchen von Menschen, die ĂŒber das Angebot des Markts ebenso eifrig diskutierten wie ĂŒber die eigenen Befindlichkeiten oder die der Familie, Verwandten und Bekannten.

Man hielt ein SchwĂ€tzchen, freute sich, Menschen wieder zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, aß dabei eine Bratwurst (1 Euro) und trank miteinander gratis ausgeschenkten Sekt.

Heddesheim hat den Wochenmarkt angenommen, obwohl fĂŒr viele Heddesheimer der Freitagstermin ungĂŒnstig fĂŒr BerufstĂ€tige und SchĂŒler erscheint. Trotz dieser nicht unberechtigten Kritik war der Wochenmarkt-Auftakt ein großer Erfolg.

Großer Andrang, zufriedene HĂ€ndler, zufriedene Heddesheimer, fĂŒr die Zukunft des Markts lĂ€sst das hoffen.

Viel Freude mit den Fotos:

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Wochenmarkt “Frischer Freitag” startet in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2011. Am Freitag, 11. MĂ€rz 2011 von 08:00-14:00 Uhr startet der Wochenmarkt auf dem Dorfplatz.

Information der Gemeinde Heddesheim:

“Mit folgendem Eröffnungsprogramm startet der Markt am Freitag, 11. MĂ€rz:
08:00 Uhr Offizielle Markteröffnung durch Herrn BĂŒrgermeister Kessler
BegrĂŒĂŸung der Marktbesucher
Sektumtrunk, Bratwurst
10:00 Uhr Es spielen die “OdenwĂ€lder Teufelsgeiger”
11:00 Uhr Die Kinder des kommunalen Kindergartens
besuchen den Markt und singen
13:00 Uhr Auftritt des Frauenchors des SĂ€ngerbundes

Folgendes Sortiment finden Sie wÀhrend der Marktzeiten auf dem Wochenmarkt:
ñ€±Frisch- und RĂ€ucherfisch, MeeresspezialitĂ€ten
ñ€±Alles von der Pute, Salate, Wurstwaren
ñ€±KĂ€seprodukte, Eier, Molkereiprodukte, Pesto, Teigwaren
ñ€±Obst, Salate, GemĂŒse
ñ€±Wein, Sekt, Secco, Dosenwurst
ñ€±Frisch- und Trockenblumen, Pflanzen, KrĂ€nze u. Gestecke
ñ€±Textilien, Dialekt-Kollektionen, “Hellesewear”
ñ€±Reinigungs- und Pflegeprodukte fĂŒr Körper und Haushalt
ñ€±MarktfrĂŒhstĂŒck beim “CafĂ© La Piazza”

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Argumente zum Wochenmarkt – machen Sie mit

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. Die Mehrheit des Gemeinderats lehnte eine Befragung der BĂŒrger und eine schriftliche Liste mit Pro- und Kontra-Argumenten zu einem Wochenmarkt auf dem Dorfplatz ab. Trotzdem wurden schon in der Sitzung entsprechende Argumente vorgebracht. Wir dokumentieren die wichtigsten nach dem Verlauf der Sitzung. Haben Sie weitere Ideen, WĂŒnsche, Argumente? Machen Sie mit!

Dokumentation der Argumente:

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Familien holen sich Appetit und kaufen dann beim Discounter
  • Umsatzrisiko fĂŒr Heddesheimer Firmen
  • Bestand der Firmen bedroht
  • 2 Obst- und GemĂŒsehĂ€ndler haben bereits aufgegeben
  • Heddesheimer HĂ€ndler, die selbst anbieten, haben doppelte Kosten (Personal+Stand)
  • Umsatz wird nicht steigen
  • “Themenmarkt”, vier Mal im Jahr, beispielsweise Spargelmarkt, Weihnachtsmarkt, Ostermarkt

Ulrich Kettner (GrĂŒne):

  • Leute gehen nicht zum Discounter, wenn die Ware ĂŒberzeugt
  • Nachteile fĂŒr lokale HĂ€ndler möglich. Lösung: Sollen sich beteiligen

Martin Kemmet (CDU):

  • Sachverhalt grĂŒndlich erörtern
  • HĂ€ndler mit ins Boot nehmen
  • Bei aller Liebe zur “AtmosphĂ€re” muss man die zusĂ€tzliche Konkurrenz sehen

Andreas Schuster (GrĂŒne):

  • Impuls fĂŒr die Ortsmitte
  • Aufwertung der Ortsmitte
  • Investition in den Wert des Gemeindelebens

Karin Hoffmeister-Bugla (SPD):

  • BĂŒrger gehen sowieso woanders auf den Markt

GĂŒnther Heinisch (GrĂŒne):

  • Meinungsbild ist wichtig

BĂŒrgermeister Kessler:

  • Bund der SelbststĂ€ndigen unterstĂŒtzt den Markt

Frank Hasselbring (FDP):

  • Jede Menge Heddesheimer gehen in Ladenburg einkaufen

JĂŒrgen Merx (GrĂŒne):

  • Es geht um Vielfalt
  • Wichtiger Impuls

Reiner Edinger (GrĂŒne):

  • Keine Konkurrenz zu Edeka schaffen – wichtig fĂŒr Ă€ltere Menschen
  • Welche Waren sollen angeboten werden?
  • Keine GroßmarkteinkĂ€ufer
  • Erinnert an “Standort”-Politik: Pflug abgerissen, um CafĂ© zu etablieren – nicht gelungen

Andreas Schuster (GrĂŒne):

  • Edeka sicherlich nicht durch einen Wochenmarkt bedroht
  • Eigenes “Heddesheimer GeprĂ€ge” – Waren anbieten, die es woanders nicht gibt.

Dieter Kielmayer (CDU):

  • BlumenhĂ€ndler und BĂ€cker bedroht

Andreas Schuster (GrĂŒne):

  • Zumindest ein BlumenhĂ€ndler am Rand der Ortsmitte positioniert sich anders, keine Gefahr

Volker Schaaf (CDU):

  • FrĂŒhere AnlĂ€ufe gescheitert
  • Themenmarkt vorstellbar

Hardy Prothmann (partei- und fraktionsfrei):

  • Belebung des GeschĂ€fts auch fĂŒr andere HĂ€ndler und GeschĂ€fte
  • Flankierende Maßnahmen wie Parkordnung anpassen auf eine halbe Stunde
  • Markt darf die Gemeinde nichts kosten
  • Pro- und Kontraliste mit BĂŒrgerbeteiligung erstellen

BĂŒrgermeister Kessler:

  • Marktordnung kann das Angebot regeln
  • BĂŒrgerbeteiligung verzögert das Angebot

Kurt Klemm (GrĂŒne):

  • Die Gemeinde vergibt sich nichts mit dem Versuch.

Reiner Edinger (GrĂŒne):

  • Markt steht und fĂ€llt mit der Akzeptanz durch die Kunden – Meinungsbild wichtig

Frank Hasselbring:

  • RĂ€t dringend von BĂŒrgerbefragung ab

Welche Argumente haben Sie? Bringen Sie sich mit ein und schreiben Sie einen Kommentar zum Thema. Wir sammeln WĂŒnsche und Ideen sowie Pro- und Kontra-Argumente.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsloser Gemeinderat und verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog.

Der glÀserne Gemeinderat: Der Markt belebt den Gemeinderat

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. WĂ€hrend ein Großprojekt wie “Pfenning” trotz neuer Erkenntnisse inhaltlich seit Monaten nicht mehr diskutiert wird, gab es vergangene Woche erstmals eine umfangreiche Diskussion an der sich viele GemeinderĂ€te inhaltlich beteiligten: Die SPD beantragte die Etablierung eines Wochenmarktes auf dem Dorfplatz.

Von Hardy Prothmann

Die SPD-Fraktion hat in der Sitzung vom 20. Mai 2010 den Antrag eingebracht, auf dem Heddesheimer Dorfplatz einen wöchentlichen Markt zu installieren, damit der “Marktplatz mit neuem Leben gefĂŒllt wird”, wie SPD-Fraktionschef JĂŒrgen Merx sagte.

Zumindest mehr Leben als gewohnt brachte allein der Antrag in die Debattenkultur des Gemeinderats. TatsĂ€chlich Ă€ußerten sich auch GemeinderĂ€tInnen, die man sonst nur sehr selten hört.

Und das ist gut so.

Ich habe den Vorschlag der SPD gerne unterstĂŒtzt. Denn die Meinung im Ort ĂŒber den Dorfplatz ist klar: er ist neu und er ist leblos. Deswegen hat die SPD ja auch den Antrag eingebracht: “Damit der Platz mit neuem Leben erfĂŒllt wird.”

Neues Leben fĂŒr den Ort und im Gemeinderat.

Der BĂŒrgermeister lobt gerne, wie toll doch dieser Dorfplatz geraten ist. Es geht der Unkenruf, dass Herr Kessler, alles, was leblos und leer ist, so bewertet.

Vielleicht war er deshalb auch stellenweise so gereizt in der Sitzung. Immerhin diskutierte die GemeinderÀtInnen zum ersten Mal seit ihrer konstituierenden Sitzung vom 22. Juli 2009 in einer konstruktiven Art und Weise miteinander.

Klar, dass die SPD-GemeinderĂ€te den Antrag unterstĂŒtzten. Rainer Hege (CDU) erklĂ€rte sich fĂŒr befangen.

Erst war unklar, wo die Reise hingeht, dann wurde durch die WortbeitrĂ€ge von Herrn Kemmet, Herrn Kielmayer und Herrn Schaaf deutlich, dass die CDU eher keinen wöchentlichen Markt will – sondern, wenn, dann einen pro Quartal. Als “Themenmarkt” – auch das eine Idee, die man diskutieren kann.

Die Fraktion BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen war geteilter Meinung – nicht bei der UnterstĂŒtzung des SPD-Antrags, aber was die sinnvollste Lösung und wie diese zu erreichen ist.

Den Vorschlag von Herrn Hasselbring nahm niemand auf: “Wenn das da ist, sehen wir, wo das hingeht.”

Die Heddesheimer und andere zurĂŒckholen.

Herr Hasselbring sagte aber noch etwas anderes: “Wenn ich in Ladenburg im neuen Edeka einkaufen gehe, treffe ich dort jede Menge Heddesheimer.” Dem stimmte nicht nur Frau Hoffmeister-Bugla (SPD) mit einem “genau” spontan zu. Es gab viele, die nickten.

Soviel war einigen GemeinderĂ€ten klar: Die Heddesheimer gehen gerne auf MĂ€rkte, in Ladenburg, in Viernheim und anderswo. Und vielen Heddesheimern ist die Ortsmitte schnuppe, sie fahren die drei Kilometer nach Ladenburg, wo es sich in je einem moderner Edeka-, Aldi- und DM-Markt mit vielen ParkplĂ€tzen trefflich einkaufen lĂ€sst. Die Kunden nehmen dieses Angebot gerne an – weil die Sortimente sich ergĂ€nzen, die Wege kurz sind und auch oder gerade Ă€ltere Menschen gerne mit dem Auto vorfahren wollen.

Die teils chaotische Verkehrssituation in der Heddesheimer Ortsmitte, den eher nicht besonders gut gefĂŒhrte Edeka-Markt hingegen kritisieren sogar manche GemeinderĂ€te – dass dann aber lieber hinter vorgehaltener Hand.

Im Ort ist man lĂ€ngst verĂ€rgert ĂŒber die FĂŒhrung des Edekamarktes, die Parkplatzsituation und den mysteriösen Umstand, dass sich fĂŒr den frĂŒheren “Treff”-Laden anscheinend kein Mieter mehr findet. Das GerĂŒcht, dass Edeka die Miete fĂŒr den leeren Laden zahlt, um Konkurrenz zu verhindern, ist lĂ€ngst im Ort rum.

Kein GerĂŒcht ist, dass Schlecker zu einem Schlecker XL-Markt umgebaut wird – ĂŒberall im Land gibt es Arbeitsgerichtsprozesse und Proteste der Gewerkschaften gegen die Niedriglohnpolitik des Discounters.

Protektionismus der CDU.

Doch gehört der Discounter ebenso wie Edeka zu den wenigen GeschĂ€ften, die Produkte des tĂ€glichen Bedarfs anbieten. So werden durch die CDU protektionistische Argumente ins Feld gefĂŒhrt, die nur scheinbar ernst gemeint sind.

Vor allem die These von Herr Kielmayer (CDU), Kunden wĂŒrden sich auf dem Markt beim Anschauen der Produkte Appetit holen, um dann beim Lebensmittel-Discounter einzukaufen, ist doch eher sehr konstruiert. Man stelle sich das vor: Eine Familie fĂ€hrt in die Ortsmitte, sucht einen Parkplatz, lĂ€uft ĂŒber den Markt, holt sich Appetit, erklĂ€rt den Kindern, dass das GemĂŒse schön, aber zu teuer ist und fĂ€hrt dann ins Gewerbegebiet oder nach Ladenburg, um dort “billigere” Frischware einzukaufen? Na ja.

Martin Kemmet (CDU) forderte, die HĂ€ndler und den Bund der SelbststĂ€ndigen (BdS) mit ins Boot zu nehmen – der BdS unterstĂŒtzt den Antrag der SPD allerdings bereits.

Herr Hege könnte mit seinem Hofladen Konkurrenz erhalten – er könnte sich dieser aber auch stellen und selbst einen Stand auf dem Markt halten. Auch dieser Situation wurde durch die CDU begegnet: Doppelte Lohnkosten fĂŒr GeschĂ€ft und Markt – ruinöser Wettbewerb – Pleiten und GeschĂ€ftsaufgaben könnten die Folgen sein. Das hörte sich an wie der Untergang des Abendlandes.

Ladenburg zeigt, wie es geht.

Wenig wahrscheinlich – wahrscheinlicher eher, dass die LĂ€den und GeschĂ€fte von neuem Leben in der Dorfmitte profitieren könnten. Sind die Kunden erstmal im Ort, könnten sie noch auf die Idee kommen, andere Dinge zu erledigen.

Deshalb will man den Markt auf den Donnerstag legen, da haben Bank und Rathaus lĂ€nger auf. Wenn es gelĂ€nge, mehr Kunden fĂŒr die Ortsmitte zu interessieren, könnten auch vielleicht wieder andere GeschĂ€fte in den Ort zurĂŒckkommen, die lĂ€ngst abgewandert sind.

So wie in Ladenburg – da gibt es gar dienstags und freitags ein Marktangebot mit acht bis neun StĂ€nden. Lokale Erzeuger und ergĂ€nzende Angebote. Der Markt funktioniert stabil, seit Jahren hat es keine Standwechsel gegeben. Stadt und lokaler Handel sind sehr zufrieden: “Die Kunden schĂ€tzen den Markt sehr”, heißt es aus dem Rathaus.

Tatsache ist heute: Heddesheim ist kein sehr attraktiver Einkaufsstandort. Die Tante-Emma-LĂ€den sind tot, immer mehr Kneipen und Wirtschaften machen zu, der Dorfplatz ist ohne Leben und die Gemeinde hat zu lange zu wenig getan, um daran etwas zu verĂ€ndern. Und wer sich außerhalb einer fĂŒnf Minuten “Fußreichweite” zu Ortsmitte befindert, kann gleich das Auto nehmen und ist in Ladenburg oder im Gewerbegebiet besser bedient.

Es braucht flankierende Maßnahmen.

Der Markt alleine wird deshalb nicht reichen, um die Ortsmitte als attraktiven Einkaufsstandort zu entwickeln. Da mĂŒssen mehr Ideen her als ein Wochenmarkt, der nur einmal die Woche acht Stunden vor Ort ist und schon mit dem Antrag zumindest durch die CDU stark angezweifelt wird.

ÃƓberall da, wo MĂ€rkte gewollt werden, funktionieren sie auch – vor allem, wenn auf die BedĂŒrfnisse der Konsumenten RĂŒcksicht genommen wird. Es gilt nunmal Angebot und Nachfrage in der freien Marktwirtschaft.

Mein erweiterter Antrag, Pro- und Kontra-Argumente der GemeinderĂ€te, des Bunds der SelbststĂ€ndigen, der HĂ€ndler und vor allem der BĂŒrgerInnen zu sammeln, wollten die meisten GemeinderĂ€te nicht unterstĂŒtzen – ĂŒbrigens haben auch GrĂŒne dagegen gestimmt, aber das nur fĂŒrs Protokoll. Nicht ĂŒberrascht hat mich Herr Hasselbring, der sagte: “Von einer Befragung der BĂŒrger rate ich dringend ab.”

Dass der Antrag der SPD letztlich mit sechszehn Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung angenommen wurde, hat mich auch nicht ĂŒberrascht. Es ging ja nur um eine “grundsĂ€tzliche” Zustimmung, die sich Herr Merx sehnlichst wĂŒnschte.

Sollte der Markt kommen und funktionieren, wird auch die CDU dafĂŒr gewesen sein wollen, kommt er nicht oder kann er sich nicht etablieren, weil flankierend zu wenig dafĂŒr getan wird, wird man darauf verweisen, dass die SPD dies “grundsĂ€tzlich” wollte -trotz der mahnenden Stimmen der CDU.

Wie auch immer: Im ersten Fall gibt es zwei Gewinner, im zweiten nur einen Verlierer. Das muss die SPD noch lernen.

Insgesamt hat durch diese Sitzung aber die Hoffnung ein wenig gewonnen, dass der Gemeinderat sich in öffentlicher Debatte austauschen kann. Auch, wenn es ein erster zaghafter Versuch war.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog.

SPD beantragt Wochenmarkt – Antrag zur Kenntnis genommen


Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2009.

Meldung Gemeinderatssitzung

Der Heddesheimer Gemeinderat hat den Antrag des SPD-Ortsverbands “EinfĂŒhrung eines Wochenmarkts auf dem Dorfplatz” zur Kenntnis genommen, aber nicht darĂŒber abgestimmt.

Die SPD wĂŒnscht sich “eine Belebung des Platzes aber auch eine AttraktivitĂ€tssteigerung”. Außerdem solle ein zusĂ€tzliches Einkaufsangebot erreicht werden.

Der Wochenmarkt solle aber nicht als “Konkurrenzangebot fĂŒr die ortsansĂ€ssigen Gewerbetreibenden verstanden werden, sondern als eine Angebotserweiterung”, so die SPD.

BĂŒrgermeister Kessler erinnerte daran, dass es bereits einen Markt gegeben habe, der aber mangels Zuspruch eingestellt wurde. Man wolle die Idee trotzdem prĂŒfen.

Redaktion heddesheimblog