Sonntag, 26. Oktober 2014

Am 15. Juni auf dem Dorfplatz

Schaukochen auf dem Heddesheimer Wochenmarkt

Heddesheim, 08. Juni 2012. (red/pm) Schaukochen und Spargel-Sch├Ąl-Wettbewerb auf Wochenmarkt.

Information der Gemeinde Heddesheim

“Am Freitag, den 15. Juni 2012, ab 10:00 Uhr gibt es beim Heddesheimer Wochenmarkt, wie im vergangenem Jahr, von K├Âchen des Hotels “Krone” in Gro├čsachsen wieder ein kulinarisches Highlight.

Vor den Augen der Besucher werden folgende Gerichte zubereitet:

  • sommerlicher Spargelsalat in Holunderbl├╝ten-Apfel-Vinaigrette an Wacholderschinken mit Tomaten-Olivenbruschetta
  • in Rosmarin gebratenes Schwertfischsteak auf gegrilltem Spargel
  • kleiner s├╝├čer Abschluss als Dessert

Gegen einen geringen Kostenbeitrag k├Ânnen die Wochenmarktbesucher diese K├Âstlichkeiten probieren.

Au├čerdem wird bei einem Spargel-Sch├Ąl-Wettbewerb die Geschicklichkeit getestet. Es gibt f├╝r den Sieger einen Gutschein f├╝r ein Essen f├╝r zwei Personen im Hotel Krone zu gewinnen.

Die K├Âche des Hotels Krone sowie die Markth├Ąndler und die Gemeinde Heddesheim freuen sich auf die Besucher.”

Sonderaktion am 27. April

Frischer Flammkuchen am “Frischen Freitag”

Heddesheim, 23. April 2012. (red/pm) Wie die Gemeinde Heddesheim mitteilt, wird auf dem Wochenmarkt “Frischer Freitag” am 27. April ofenfrischer Flammkuchen angeboten werden. Die Eheleute Schnor aus Mannheim kommen mit ihrem mobilen Flammkuchenofen von 10:00 bis 14:00 Uhr und backen Flammkuchen verschiedener Art nach W├╝nschen der Wochenmarktbesucher.

Gelungener Start f├╝r den Heddesheimer Wochenmarkt


Guten Tag!

Heddesheim, 11. M├Ąrz 2011. (che) “Frischer Freitag” – mit diesem Slogan machten ├╝berall in Heddesheim verteilte Plakate, Flyer, Postwurfsendungen und ein quer ├╝ber die Unterdorfstra├če wehendes Banner zum ersten Wochenmarkt auf Heddesheims noch jungem Dorfplatz aufmerksam. Und die Heddesheimer folgten dem Aufruf und bescherten so dem “Frischen Freitag” einen gut besuchten Auftakt.

Als gegen 08:00 Uhr B├╝rgermeister Michael Kessler die Er├Âffnungsrede hielt, verloren sich erst etwa 70 Menschen auf dem Dorfplatz, darunter viele Mitglieder des Heddesheimer Gemeinderats.

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Guter Start f├╝r den "Frischen Freitag".

Kesslers Rede war erfreulich kurz; ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte des Markts, die Hoffnung der Gemeinde, damit die Attraktivit├Ąt und Kaufkraft des Orts zu steigern und zu erhalten und den Dorfplatz auch zu einem Ort der Kommunikation und Begegnung werden zu lassen.

Dann stellte er die eigens konzipierten Sch├╝rzen f├╝r die H├Ąndler vor, ganz in braun mit dem Logo “Frischer Freitag”, lie├č rundum ├âÔÇ×pfel mit dem Logo verteilen und lud alle Kunden zu einem kostenlosen Sekt ein.

Acht H├Ąndler pr├Ąsentierten ihre Produkte

Acht H├Ąndler hatten auf dem Platz ihre St├Ąnde aufgebaut und pr├Ąsentierten erwartungsvoll ihre frischen Produkte.

Das Angebot erstreckte sich von Fisch, Pf├Ąlzer Wein und Hausmacher Worscht ├╝ber K├Ąse, Eier und Nudeln, Blumen und Gem├╝se bis hin zu Putenfleischprodukten, Oberbekleidung von “Hellese Wear” und Putzmitteln von Amway.

Nach Kesslers Er├Âffnung machte sich eine gewisse Nervosit├Ąt unter den H├Ąndlern breit: W├╝rden die Heddesheimer ihren neuen Wochenmarkt annehmen?

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die erschienenen Heddesheimer noch etwas verloren, doch nach und nach f├╝llte sich der Dorfplatz mit Menschen.

Gegen 9:30 Uhr war auf dem Zugang am Rathaus kaum noch ein Durchkommen. Die Heddesheimer str├Âmten jetzt geradezu auf den Markt. Die Markth├Ąndler, die anfangs noch in Ruhe ein kleines Schw├Ątzchen mit ihren Kunden hielten, hatten jetzt alle H├Ąnde voll zu tun.

Besonders am Gem├╝sestand dr├Ąngten sich die Kunden. Anita Schubkegel aus Dannstadt-Schauernheim und ihr Damen-Team bew├Ąltigten flott und freundlich den gro├čen Andrang, denn die enorme Vielfalt ihres Obst- und Gem├╝sesortiments fand gro├čen Zuspruch.

Am Stand mit den Putenfleischprodukten standen die Heddesheimer Schlange. Bauer Reinmuth aus Helmstatt-Weilerhof, der die Puten f├╝r seine Erzeugnisse selbst aufzieht und verarbeitet, verteilte an alle Marktbesucher Gutscheine f├╝r ein kostenloses Paar Putenwienerle. Das holten sich die Heddesheimer nat├╝rlich gerne ab und nahmen sich bei der Gelegenheit auch gleich noch Putenwurst oder Fleisch f├╝rs Mittagessen mit.

Einen guten Anklang fand das reichhaltige K├Ąseangebot. Der Stand von J├╝rgen Brunn aus Mannheim traf mit seinem Angebot den Geschmack vieler Heddesheimer K├Ąsefreunde.

Die beiden Mannheimer Damen am Blumenstand machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Ihre Gestecke und Frischblumenstr├Ąu├če gefielen vor allem den Heddesheimerinnen, auch ihr Stand war gut besucht.

Lediglich am Fischstand war weniger Betrieb. Obwohl der Fisch optisch einladend pr├Ąsentiert wurde und so frisch und appetitlich aussah, dass er ohne weiteres als Sushi verzehrt werden kann, blieben die Heddesheimer Kunden eher zur├╝ckhaltend. Frank Schott aus Albertsweiler ist aber zuversichtlich, dass sich die Qualit├Ąt seiner Fischerzeugnisse herumsprechen und es f├╝r sein Angebot zuk├╝nftig gr├Â├čere Nachfrage geben wird.

Auch Herr Rahm aus Bad D├╝rkheim zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage nach seinen Hausmacher Wurstsorten und seinem Weinangebot. Mit flotten Spr├╝chen und einem breiten L├Ącheln reichte er jedem Kunden als Entscheidungshilfe gerne ein Gl├Ąschen zum Verkosten.

Der Stand der Werbemacher GmbH (“Hellesewear”) war zwar nicht so stark frequentiert wie die St├Ąnde mit den frischen Produkten, aber auch dieser Standbetreiber zeigte sich alles in allem zufrieden. Er will zuk├╝nftig jeden Freitag eine andere Kollektion anbieten, um so saisonelle Gegebenheiten und Kundenw├╝nsche gezielt zu ber├╝cksichtigen.

Am Stand von “Amway” dagegen hatte man nur sehr wenige Kundengespr├Ąche. Dieser Stand wirkte deplaziert und fand offensichtlich kein Interesse.

Leider hatte man einen Stand offenbar vergessen. Einige Heddesheimer monierten das Fehlen eines Standes mit Backwaren. Ein Brot oder frische Br├Âtchen h├Ątte so manch einer auch gerne gleich mitgenommen. Und weitaus bereitwilliger als eine Flasche Putzmittel.

Der Dorfplatz wird zum Marktplatz und zu einem Ort der Kommunikation

B├╝rermeister Kessler w├╝nschte sich, der Markt m├Âge auch ein kommunikativer Ort sein. Das wurde zur Er├Âffnung erf├╝llt. ├â┼ôberall bildeten sich kleinere Gr├╝ppchen von Menschen, die ├╝ber das Angebot des Markts ebenso eifrig diskutierten wie ├╝ber die eigenen Befindlichkeiten oder die der Familie, Verwandten und Bekannten.

Man hielt ein Schw├Ątzchen, freute sich, Menschen wieder zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, a├č dabei eine Bratwurst (1 Euro) und trank miteinander gratis ausgeschenkten Sekt.

Heddesheim hat den Wochenmarkt angenommen, obwohl f├╝r viele Heddesheimer der Freitagstermin ung├╝nstig f├╝r Berufst├Ątige und Sch├╝ler erscheint. Trotz dieser nicht unberechtigten Kritik war der Wochenmarkt-Auftakt ein gro├čer Erfolg.

Gro├čer Andrang, zufriedene H├Ąndler, zufriedene Heddesheimer, f├╝r die Zukunft des Markts l├Ąsst das hoffen.

Viel Freude mit den Fotos:
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Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Wochenmarkt “Frischer Freitag” startet in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2011. Am Freitag, 11. M├Ąrz 2011 von 08:00-14:00 Uhr startet der Wochenmarkt auf dem Dorfplatz.

Information der Gemeinde Heddesheim:

“Mit folgendem Er├Âffnungsprogramm startet der Markt am Freitag, 11. M├Ąrz:
08:00 Uhr Offizielle Markter├Âffnung durch Herrn B├╝rgermeister Kessler
Begr├╝├čung der Marktbesucher
Sektumtrunk, Bratwurst
10:00 Uhr Es spielen die “Odenw├Ąlder Teufelsgeiger”
11:00 Uhr Die Kinder des kommunalen Kindergartens
besuchen den Markt und singen
13:00 Uhr Auftritt des Frauenchors des S├Ąngerbundes

Folgendes Sortiment finden Sie w├Ąhrend der Marktzeiten auf dem Wochenmarkt:
├óÔéČ┬óFrisch- und R├Ąucherfisch, Meeresspezialit├Ąten
├óÔéČ┬óAlles von der Pute, Salate, Wurstwaren
├óÔéČ┬óK├Ąseprodukte, Eier, Molkereiprodukte, Pesto, Teigwaren
├óÔéČ┬óObst, Salate, Gem├╝se
├óÔéČ┬óWein, Sekt, Secco, Dosenwurst
├óÔéČ┬óFrisch- und Trockenblumen, Pflanzen, Kr├Ąnze u. Gestecke
├óÔéČ┬óTextilien, Dialekt-Kollektionen, “Hellesewear”
├óÔéČ┬óReinigungs- und Pflegeprodukte f├╝r K├Ârper und Haushalt
├óÔéČ┬óMarktfr├╝hst├╝ck beim “Caf├ę La Piazza”

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Argumente zum Wochenmarkt – machen Sie mit

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. Die Mehrheit des Gemeinderats lehnte eine Befragung der B├╝rger und eine schriftliche Liste mit Pro- und Kontra-Argumenten zu einem Wochenmarkt auf dem Dorfplatz ab. Trotzdem wurden schon in der Sitzung entsprechende Argumente vorgebracht. Wir dokumentieren die wichtigsten nach dem Verlauf der Sitzung. Haben Sie weitere Ideen, W├╝nsche, Argumente? Machen Sie mit!

Dokumentation der Argumente:

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Familien holen sich Appetit und kaufen dann beim Discounter
  • Umsatzrisiko f├╝r Heddesheimer Firmen
  • Bestand der Firmen bedroht
  • 2 Obst- und Gem├╝seh├Ąndler haben bereits aufgegeben
  • Heddesheimer H├Ąndler, die selbst anbieten, haben doppelte Kosten (Personal+Stand)
  • Umsatz wird nicht steigen
  • “Themenmarkt”, vier Mal im Jahr, beispielsweise Spargelmarkt, Weihnachtsmarkt, Ostermarkt

Ulrich Kettner (Gr├╝ne):

  • Leute gehen nicht zum Discounter, wenn die Ware ├╝berzeugt
  • Nachteile f├╝r lokale H├Ąndler m├Âglich. L├Âsung: Sollen sich beteiligen

Martin Kemmet (CDU):

  • Sachverhalt gr├╝ndlich er├Ârtern
  • H├Ąndler mit ins Boot nehmen
  • Bei aller Liebe zur “Atmosph├Ąre” muss man die zus├Ątzliche Konkurrenz sehen

Andreas Schuster (Gr├╝ne):

  • Impuls f├╝r die Ortsmitte
  • Aufwertung der Ortsmitte
  • Investition in den Wert des Gemeindelebens

Karin Hoffmeister-Bugla (SPD):

  • B├╝rger gehen sowieso woanders auf den Markt

G├╝nther Heinisch (Gr├╝ne):

  • Meinungsbild ist wichtig

B├╝rgermeister Kessler:

  • Bund der Selbstst├Ąndigen unterst├╝tzt den Markt

Frank Hasselbring (FDP):

  • Jede Menge Heddesheimer gehen in Ladenburg einkaufen

J├╝rgen Merx (Gr├╝ne):

  • Es geht um Vielfalt
  • Wichtiger Impuls

Reiner Edinger (Gr├╝ne):

  • Keine Konkurrenz zu Edeka schaffen – wichtig f├╝r ├Ąltere Menschen
  • Welche Waren sollen angeboten werden?
  • Keine Gro├čmarkteink├Ąufer
  • Erinnert an “Standort”-Politik: Pflug abgerissen, um Caf├ę zu etablieren – nicht gelungen

Andreas Schuster (Gr├╝ne):

  • Edeka sicherlich nicht durch einen Wochenmarkt bedroht
  • Eigenes “Heddesheimer Gepr├Ąge” – Waren anbieten, die es woanders nicht gibt.

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Blumenh├Ąndler und B├Ącker bedroht

Andreas Schuster (Gr├╝ne):

  • Zumindest ein Blumenh├Ąndler am Rand der Ortsmitte positioniert sich anders, keine Gefahr

Volker Schaaf (CDU):

  • Fr├╝here Anl├Ąufe gescheitert
  • Themenmarkt vorstellbar

Hardy Prothmann (partei- und fraktionsfrei):

  • Belebung des Gesch├Ąfts auch f├╝r andere H├Ąndler und Gesch├Ąfte
  • Flankierende Ma├čnahmen wie Parkordnung anpassen auf eine halbe Stunde
  • Markt darf die Gemeinde nichts kosten
  • Pro- und Kontraliste mit B├╝rgerbeteiligung erstellen

B├╝rgermeister Kessler:

  • Marktordnung kann das Angebot regeln
  • B├╝rgerbeteiligung verz├Âgert das Angebot

Kurt Klemm (Gr├╝ne):

  • Die Gemeinde vergibt sich nichts mit dem Versuch.

Reiner Edinger (Gr├╝ne):

  • Markt steht und f├Ąllt mit der Akzeptanz durch die Kunden – Meinungsbild wichtig

Frank Hasselbring:

  • R├Ąt dringend von B├╝rgerbefragung ab

Welche Argumente haben Sie? Bringen Sie sich mit ein und schreiben Sie einen Kommentar zum Thema. Wir sammeln W├╝nsche und Ideen sowie Pro- und Kontra-Argumente.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsloser Gemeinderat und verantwortlich f├╝r das heddesheimblog.

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Der Markt belebt den Gemeinderat

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. W├Ąhrend ein Gro├čprojekt wie “Pfenning” trotz neuer Erkenntnisse inhaltlich seit Monaten nicht mehr diskutiert wird, gab es vergangene Woche erstmals eine umfangreiche Diskussion an der sich viele Gemeinder├Ąte inhaltlich beteiligten: Die SPD beantragte die Etablierung eines Wochenmarktes auf dem Dorfplatz.

Von Hardy Prothmann

Die SPD-Fraktion hat in der Sitzung vom 20. Mai 2010 den Antrag eingebracht, auf dem Heddesheimer Dorfplatz einen w├Âchentlichen Markt zu installieren, damit der “Marktplatz mit neuem Leben gef├╝llt wird”, wie SPD-Fraktionschef J├╝rgen Merx sagte.

Zumindest mehr Leben als gewohnt brachte allein der Antrag in die Debattenkultur des Gemeinderats. Tats├Ąchlich ├Ąu├čerten sich auch Gemeinder├ĄtInnen, die man sonst nur sehr selten h├Ârt.

Und das ist gut so.

Ich habe den Vorschlag der SPD gerne unterst├╝tzt. Denn die Meinung im Ort ├╝ber den Dorfplatz ist klar: er ist neu und er ist leblos. Deswegen hat die SPD ja auch den Antrag eingebracht: “Damit der Platz mit neuem Leben erf├╝llt wird.”

Neues Leben f├╝r den Ort und im Gemeinderat.

Der B├╝rgermeister lobt gerne, wie toll doch dieser Dorfplatz geraten ist. Es geht der Unkenruf, dass Herr Kessler, alles, was leblos und leer ist, so bewertet.

Vielleicht war er deshalb auch stellenweise so gereizt in der Sitzung. Immerhin diskutierte die Gemeinder├ĄtInnen zum ersten Mal seit ihrer konstituierenden Sitzung vom 22. Juli 2009 in einer konstruktiven Art und Weise miteinander.

Klar, dass die SPD-Gemeinder├Ąte den Antrag unterst├╝tzten. Rainer Hege (CDU) erkl├Ąrte sich f├╝r befangen.

Erst war unklar, wo die Reise hingeht, dann wurde durch die Wortbeitr├Ąge von Herrn Kemmet, Herrn Kielmayer und Herrn Schaaf deutlich, dass die CDU eher keinen w├Âchentlichen Markt will – sondern, wenn, dann einen pro Quartal. Als “Themenmarkt” – auch das eine Idee, die man diskutieren kann.

Die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen war geteilter Meinung – nicht bei der Unterst├╝tzung des SPD-Antrags, aber was die sinnvollste L├Âsung und wie diese zu erreichen ist.

Den Vorschlag von Herrn Hasselbring nahm niemand auf: “Wenn das da ist, sehen wir, wo das hingeht.”

Die Heddesheimer und andere zur├╝ckholen.

Herr Hasselbring sagte aber noch etwas anderes: “Wenn ich in Ladenburg im neuen Edeka einkaufen gehe, treffe ich dort jede Menge Heddesheimer.” Dem stimmte nicht nur Frau Hoffmeister-Bugla (SPD) mit einem “genau” spontan zu. Es gab viele, die nickten.

Soviel war einigen Gemeinder├Ąten klar: Die Heddesheimer gehen gerne auf M├Ąrkte, in Ladenburg, in Viernheim und anderswo. Und vielen Heddesheimern ist die Ortsmitte schnuppe, sie fahren die drei Kilometer nach Ladenburg, wo es sich in je einem moderner Edeka-, Aldi- und DM-Markt mit vielen Parkpl├Ątzen trefflich einkaufen l├Ąsst. Die Kunden nehmen dieses Angebot gerne an – weil die Sortimente sich erg├Ąnzen, die Wege kurz sind und auch oder gerade ├Ąltere Menschen gerne mit dem Auto vorfahren wollen.

Die teils chaotische Verkehrssituation in der Heddesheimer Ortsmitte, den eher nicht besonders gut gef├╝hrte Edeka-Markt hingegen kritisieren sogar manche Gemeinder├Ąte – dass dann aber lieber hinter vorgehaltener Hand.

Im Ort ist man l├Ąngst ver├Ąrgert ├╝ber die F├╝hrung des Edekamarktes, die Parkplatzsituation und den mysteri├Âsen Umstand, dass sich f├╝r den fr├╝heren “Treff”-Laden anscheinend kein Mieter mehr findet. Das Ger├╝cht, dass Edeka die Miete f├╝r den leeren Laden zahlt, um Konkurrenz zu verhindern, ist l├Ąngst im Ort rum.

Kein Ger├╝cht ist, dass Schlecker zu einem Schlecker XL-Markt umgebaut wird – ├╝berall im Land gibt es Arbeitsgerichtsprozesse und Proteste der Gewerkschaften gegen die Niedriglohnpolitik des Discounters.

Protektionismus der CDU.

Doch geh├Ârt der Discounter ebenso wie Edeka zu den wenigen Gesch├Ąften, die Produkte des t├Ąglichen Bedarfs anbieten. So werden durch die CDU protektionistische Argumente ins Feld gef├╝hrt, die nur scheinbar ernst gemeint sind.

Vor allem die These von Herr Kielmayer (CDU), Kunden w├╝rden sich auf dem Markt beim Anschauen der Produkte Appetit holen, um dann beim Lebensmittel-Discounter einzukaufen, ist doch eher sehr konstruiert. Man stelle sich das vor: Eine Familie f├Ąhrt in die Ortsmitte, sucht einen Parkplatz, l├Ąuft ├╝ber den Markt, holt sich Appetit, erkl├Ąrt den Kindern, dass das Gem├╝se sch├Ân, aber zu teuer ist und f├Ąhrt dann ins Gewerbegebiet oder nach Ladenburg, um dort “billigere” Frischware einzukaufen? Na ja.

Martin Kemmet (CDU) forderte, die H├Ąndler und den Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) mit ins Boot zu nehmen – der BdS unterst├╝tzt den Antrag der SPD allerdings bereits.

Herr Hege k├Ânnte mit seinem Hofladen Konkurrenz erhalten – er k├Ânnte sich dieser aber auch stellen und selbst einen Stand auf dem Markt halten. Auch dieser Situation wurde durch die CDU begegnet: Doppelte Lohnkosten f├╝r Gesch├Ąft und Markt – ruin├Âser Wettbewerb – Pleiten und Gesch├Ąftsaufgaben k├Ânnten die Folgen sein. Das h├Ârte sich an wie der Untergang des Abendlandes.

Ladenburg zeigt, wie es geht.

Wenig wahrscheinlich – wahrscheinlicher eher, dass die L├Ąden und Gesch├Ąfte von neuem Leben in der Dorfmitte profitieren k├Ânnten. Sind die Kunden erstmal im Ort, k├Ânnten sie noch auf die Idee kommen, andere Dinge zu erledigen.

Deshalb will man den Markt auf den Donnerstag legen, da haben Bank und Rathaus l├Ąnger auf. Wenn es gel├Ąnge, mehr Kunden f├╝r die Ortsmitte zu interessieren, k├Ânnten auch vielleicht wieder andere Gesch├Ąfte in den Ort zur├╝ckkommen, die l├Ąngst abgewandert sind.

So wie in Ladenburg – da gibt es gar dienstags und freitags ein Marktangebot mit acht bis neun St├Ąnden. Lokale Erzeuger und erg├Ąnzende Angebote. Der Markt funktioniert stabil, seit Jahren hat es keine Standwechsel gegeben. Stadt und lokaler Handel sind sehr zufrieden: “Die Kunden sch├Ątzen den Markt sehr”, hei├čt es aus dem Rathaus.

Tatsache ist heute: Heddesheim ist kein sehr attraktiver Einkaufsstandort. Die Tante-Emma-L├Ąden sind tot, immer mehr Kneipen und Wirtschaften machen zu, der Dorfplatz ist ohne Leben und die Gemeinde hat zu lange zu wenig getan, um daran etwas zu ver├Ąndern. Und wer sich au├čerhalb einer f├╝nf Minuten “Fu├čreichweite” zu Ortsmitte befindert, kann gleich das Auto nehmen und ist in Ladenburg oder im Gewerbegebiet besser bedient.

Es braucht flankierende Ma├čnahmen.

Der Markt alleine wird deshalb nicht reichen, um die Ortsmitte als attraktiven Einkaufsstandort zu entwickeln. Da m├╝ssen mehr Ideen her als ein Wochenmarkt, der nur einmal die Woche acht Stunden vor Ort ist und schon mit dem Antrag zumindest durch die CDU stark angezweifelt wird.

├â┼ôberall da, wo M├Ąrkte gewollt werden, funktionieren sie auch – vor allem, wenn auf die Bed├╝rfnisse der Konsumenten R├╝cksicht genommen wird. Es gilt nunmal Angebot und Nachfrage in der freien Marktwirtschaft.

Mein erweiterter Antrag, Pro- und Kontra-Argumente der Gemeinder├Ąte, des Bunds der Selbstst├Ąndigen, der H├Ąndler und vor allem der B├╝rgerInnen zu sammeln, wollten die meisten Gemeinder├Ąte nicht unterst├╝tzen – ├╝brigens haben auch Gr├╝ne dagegen gestimmt, aber das nur f├╝rs Protokoll. Nicht ├╝berrascht hat mich Herr Hasselbring, der sagte: “Von einer Befragung der B├╝rger rate ich dringend ab.”

Dass der Antrag der SPD letztlich mit sechszehn Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung angenommen wurde, hat mich auch nicht ├╝berrascht. Es ging ja nur um eine “grunds├Ątzliche” Zustimmung, die sich Herr Merx sehnlichst w├╝nschte.

Sollte der Markt kommen und funktionieren, wird auch die CDU daf├╝r gewesen sein wollen, kommt er nicht oder kann er sich nicht etablieren, weil flankierend zu wenig daf├╝r getan wird, wird man darauf verweisen, dass die SPD dies “grunds├Ątzlich” wollte -trotz der mahnenden Stimmen der CDU.

Wie auch immer: Im ersten Fall gibt es zwei Gewinner, im zweiten nur einen Verlierer. Das muss die SPD noch lernen.

Insgesamt hat durch diese Sitzung aber die Hoffnung ein wenig gewonnen, dass der Gemeinderat sich in ├Âffentlicher Debatte austauschen kann. Auch, wenn es ein erster zaghafter Versuch war.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich f├╝r das heddesheimblog.

SPD beantragt Wochenmarkt – Antrag zur Kenntnis genommen


Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2009.

Meldung Gemeinderatssitzung

Der Heddesheimer Gemeinderat hat den Antrag des SPD-Ortsverbands “Einf├╝hrung eines Wochenmarkts auf dem Dorfplatz” zur Kenntnis genommen, aber nicht dar├╝ber abgestimmt.

Die SPD w├╝nscht sich “eine Belebung des Platzes aber auch eine Attraktivit├Ątssteigerung”. Au├čerdem solle ein zus├Ątzliches Einkaufsangebot erreicht werden.

Der Wochenmarkt solle aber nicht als “Konkurrenzangebot f├╝r die ortsans├Ąssigen Gewerbetreibenden verstanden werden, sondern als eine Angebotserweiterung”, so die SPD.

B├╝rgermeister Kessler erinnerte daran, dass es bereits einen Markt gegeben habe, der aber mangels Zuspruch eingestellt wurde. Man wolle die Idee trotzdem pr├╝fen.

Redaktion heddesheimblog