Mittwoch, 26. November 2014

Am 15. Juni auf dem Dorfplatz

Schaukochen auf dem Heddesheimer Wochenmarkt

Heddesheim, 08. Juni 2012. (red/pm) Schaukochen und Spargel-Schäl-Wettbewerb auf Wochenmarkt.

Information der Gemeinde Heddesheim

“Am Freitag, den 15. Juni 2012, ab 10:00 Uhr gibt es beim Heddesheimer Wochenmarkt, wie im vergangenem Jahr, von K√∂chen des Hotels “Krone” in Gro√üsachsen wieder ein kulinarisches Highlight.

Vor den Augen der Besucher werden folgende Gerichte zubereitet:

  • sommerlicher Spargelsalat in Holunderbl√ľten-Apfel-Vinaigrette an Wacholderschinken mit Tomaten-Olivenbruschetta
  • in Rosmarin gebratenes Schwertfischsteak auf gegrilltem Spargel
  • kleiner s√ľ√üer Abschluss als Dessert

Gegen einen geringen Kostenbeitrag können die Wochenmarktbesucher diese Köstlichkeiten probieren.

Au√üerdem wird bei einem Spargel-Sch√§l-Wettbewerb die Geschicklichkeit getestet. Es gibt f√ľr den Sieger einen Gutschein f√ľr ein Essen f√ľr zwei Personen im Hotel Krone zu gewinnen.

Die K√∂che des Hotels Krone sowie die Markth√§ndler und die Gemeinde Heddesheim freuen sich auf die Besucher.”

Sonderaktion am 27. April

Frischer Flammkuchen am “Frischen Freitag”

Heddesheim, 23. April 2012. (red/pm) Wie die Gemeinde Heddesheim mitteilt, wird auf dem Wochenmarkt “Frischer Freitag” am 27. April ofenfrischer Flammkuchen angeboten werden. Die Eheleute Schnor aus Mannheim kommen mit ihrem mobilen Flammkuchenofen von 10:00 bis 14:00 Uhr und backen Flammkuchen verschiedener Art nach W√ľnschen der Wochenmarktbesucher.

Gelungener Start f√ľr den Heddesheimer Wochenmarkt


Guten Tag!

Heddesheim, 11. M√§rz 2011. (che) “Frischer Freitag” – mit diesem Slogan machten √ľberall in Heddesheim verteilte Plakate, Flyer, Postwurfsendungen und ein quer √ľber die Unterdorfstra√üe wehendes Banner zum ersten Wochenmarkt auf Heddesheims noch jungem Dorfplatz aufmerksam. Und die Heddesheimer folgten dem Aufruf und bescherten so dem “Frischen Freitag” einen gut besuchten Auftakt.

Als gegen 08:00 Uhr B√ľrgermeister Michael Kessler die Er√∂ffnungsrede hielt, verloren sich erst etwa 70 Menschen auf dem Dorfplatz, darunter viele Mitglieder des Heddesheimer Gemeinderats.

heddesheimermarkt19

Guter Start f√ľr den "Frischen Freitag".

Kesslers Rede war erfreulich kurz; ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte des Markts, die Hoffnung der Gemeinde, damit die Attraktivität und Kaufkraft des Orts zu steigern und zu erhalten und den Dorfplatz auch zu einem Ort der Kommunikation und Begegnung werden zu lassen.

Dann stellte er die eigens konzipierten Sch√ľrzen f√ľr die H√§ndler vor, ganz in braun mit dem Logo “Frischer Freitag”, lie√ü rundum √É‚Äěpfel mit dem Logo verteilen und lud alle Kunden zu einem kostenlosen Sekt ein.

Acht Händler präsentierten ihre Produkte

Acht Händler hatten auf dem Platz ihre Stände aufgebaut und präsentierten erwartungsvoll ihre frischen Produkte.

Das Angebot erstreckte sich von Fisch, Pf√§lzer Wein und Hausmacher Worscht √ľber K√§se, Eier und Nudeln, Blumen und Gem√ľse bis hin zu Putenfleischprodukten, Oberbekleidung von “Hellese Wear” und Putzmitteln von Amway.

Nach Kesslers Er√∂ffnung machte sich eine gewisse Nervosit√§t unter den H√§ndlern breit: W√ľrden die Heddesheimer ihren neuen Wochenmarkt annehmen?

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die erschienenen Heddesheimer noch etwas verloren, doch nach und nach f√ľllte sich der Dorfplatz mit Menschen.

Gegen 9:30 Uhr war auf dem Zugang am Rathaus kaum noch ein Durchkommen. Die Heddesheimer strömten jetzt geradezu auf den Markt. Die Markthändler, die anfangs noch in Ruhe ein kleines Schwätzchen mit ihren Kunden hielten, hatten jetzt alle Hände voll zu tun.

Besonders am Gem√ľsestand dr√§ngten sich die Kunden. Anita Schubkegel aus Dannstadt-Schauernheim und ihr Damen-Team bew√§ltigten flott und freundlich den gro√üen Andrang, denn die enorme Vielfalt ihres Obst- und Gem√ľsesortiments fand gro√üen Zuspruch.

Am Stand mit den Putenfleischprodukten standen die Heddesheimer Schlange. Bauer Reinmuth aus Helmstatt-Weilerhof, der die Puten f√ľr seine Erzeugnisse selbst aufzieht und verarbeitet, verteilte an alle Marktbesucher Gutscheine f√ľr ein kostenloses Paar Putenwienerle. Das holten sich die Heddesheimer nat√ľrlich gerne ab und nahmen sich bei der Gelegenheit auch gleich noch Putenwurst oder Fleisch f√ľrs Mittagessen mit.

Einen guten Anklang fand das reichhaltige K√§seangebot. Der Stand von J√ľrgen Brunn aus Mannheim traf mit seinem Angebot den Geschmack vieler Heddesheimer K√§sefreunde.

Die beiden Mannheimer Damen am Blumenstand machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Ihre Gestecke und Frischblumensträuße gefielen vor allem den Heddesheimerinnen, auch ihr Stand war gut besucht.

Lediglich am Fischstand war weniger Betrieb. Obwohl der Fisch optisch einladend pr√§sentiert wurde und so frisch und appetitlich aussah, dass er ohne weiteres als Sushi verzehrt werden kann, blieben die Heddesheimer Kunden eher zur√ľckhaltend. Frank Schott aus Albertsweiler ist aber zuversichtlich, dass sich die Qualit√§t seiner Fischerzeugnisse herumsprechen und es f√ľr sein Angebot zuk√ľnftig gr√∂√üere Nachfrage geben wird.

Auch Herr Rahm aus Bad D√ľrkheim zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage nach seinen Hausmacher Wurstsorten und seinem Weinangebot. Mit flotten Spr√ľchen und einem breiten L√§cheln reichte er jedem Kunden als Entscheidungshilfe gerne ein Gl√§schen zum Verkosten.

Der Stand der Werbemacher GmbH (“Hellesewear”) war zwar nicht so stark frequentiert wie die St√§nde mit den frischen Produkten, aber auch dieser Standbetreiber zeigte sich alles in allem zufrieden. Er will zuk√ľnftig jeden Freitag eine andere Kollektion anbieten, um so saisonelle Gegebenheiten und Kundenw√ľnsche gezielt zu ber√ľcksichtigen.

Am Stand von “Amway” dagegen hatte man nur sehr wenige Kundengespr√§che. Dieser Stand wirkte deplaziert und fand offensichtlich kein Interesse.

Leider hatte man einen Stand offenbar vergessen. Einige Heddesheimer monierten das Fehlen eines Standes mit Backwaren. Ein Brot oder frische Brötchen hätte so manch einer auch gerne gleich mitgenommen. Und weitaus bereitwilliger als eine Flasche Putzmittel.

Der Dorfplatz wird zum Marktplatz und zu einem Ort der Kommunikation

B√ľrermeister Kessler w√ľnschte sich, der Markt m√∂ge auch ein kommunikativer Ort sein. Das wurde zur Er√∂ffnung erf√ľllt. √ÉŇďberall bildeten sich kleinere Gr√ľppchen von Menschen, die √ľber das Angebot des Markts ebenso eifrig diskutierten wie √ľber die eigenen Befindlichkeiten oder die der Familie, Verwandten und Bekannten.

Man hielt ein Schwätzchen, freute sich, Menschen wieder zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, aß dabei eine Bratwurst (1 Euro) und trank miteinander gratis ausgeschenkten Sekt.

Heddesheim hat den Wochenmarkt angenommen, obwohl f√ľr viele Heddesheimer der Freitagstermin ung√ľnstig f√ľr Berufst√§tige und Sch√ľler erscheint. Trotz dieser nicht unberechtigten Kritik war der Wochenmarkt-Auftakt ein gro√üer Erfolg.

Gro√üer Andrang, zufriedene H√§ndler, zufriedene Heddesheimer, f√ľr die Zukunft des Markts l√§sst das hoffen.

Viel Freude mit den Fotos:
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Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
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Wochenmarkt “Frischer Freitag” startet in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2011. Am Freitag, 11. März 2011 von 08:00-14:00 Uhr startet der Wochenmarkt auf dem Dorfplatz.

Information der Gemeinde Heddesheim:

“Mit folgendem Er√∂ffnungsprogramm startet der Markt am Freitag, 11. M√§rz:
08:00 Uhr Offizielle Markter√∂ffnung durch Herrn B√ľrgermeister Kessler
Begr√ľ√üung der Marktbesucher
Sektumtrunk, Bratwurst
10:00 Uhr Es spielen die “Odenw√§lder Teufelsgeiger”
11:00 Uhr Die Kinder des kommunalen Kindergartens
besuchen den Markt und singen
13:00 Uhr Auftritt des Frauenchors des Sängerbundes

Folgendes Sortiment finden Sie während der Marktzeiten auf dem Wochenmarkt:
√Ę‚ā¨¬ĘFrisch- und R√§ucherfisch, Meeresspezialit√§ten
√Ę‚ā¨¬ĘAlles von der Pute, Salate, Wurstwaren
√Ę‚ā¨¬ĘK√§seprodukte, Eier, Molkereiprodukte, Pesto, Teigwaren
√Ę‚ā¨¬ĘObst, Salate, Gem√ľse
√Ę‚ā¨¬ĘWein, Sekt, Secco, Dosenwurst
√Ę‚ā¨¬ĘFrisch- und Trockenblumen, Pflanzen, Kr√§nze u. Gestecke
√Ę‚ā¨¬ĘTextilien, Dialekt-Kollektionen, “Hellesewear”
√Ę‚ā¨¬ĘReinigungs- und Pflegeprodukte f√ľr K√∂rper und Haushalt
√Ę‚ā¨¬ĘMarktfr√ľhst√ľck beim “Caf√© La Piazza”

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Argumente zum Wochenmarkt – machen Sie mit

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. Die Mehrheit des Gemeinderats lehnte eine Befragung der B√ľrger und eine schriftliche Liste mit Pro- und Kontra-Argumenten zu einem Wochenmarkt auf dem Dorfplatz ab. Trotzdem wurden schon in der Sitzung entsprechende Argumente vorgebracht. Wir dokumentieren die wichtigsten nach dem Verlauf der Sitzung. Haben Sie weitere Ideen, W√ľnsche, Argumente? Machen Sie mit!

Dokumentation der Argumente:

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Familien holen sich Appetit und kaufen dann beim Discounter
  • Umsatzrisiko f√ľr Heddesheimer Firmen
  • Bestand der Firmen bedroht
  • 2 Obst- und Gem√ľseh√§ndler haben bereits aufgegeben
  • Heddesheimer H√§ndler, die selbst anbieten, haben doppelte Kosten (Personal+Stand)
  • Umsatz wird nicht steigen
  • “Themenmarkt”, vier Mal im Jahr, beispielsweise Spargelmarkt, Weihnachtsmarkt, Ostermarkt

Ulrich Kettner (Gr√ľne):

  • Leute gehen nicht zum Discounter, wenn die Ware √ľberzeugt
  • Nachteile f√ľr lokale H√§ndler m√∂glich. L√∂sung: Sollen sich beteiligen

Martin Kemmet (CDU):

  • Sachverhalt gr√ľndlich er√∂rtern
  • H√§ndler mit ins Boot nehmen
  • Bei aller Liebe zur “Atmosph√§re” muss man die zus√§tzliche Konkurrenz sehen

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Impuls f√ľr die Ortsmitte
  • Aufwertung der Ortsmitte
  • Investition in den Wert des Gemeindelebens

Karin Hoffmeister-Bugla (SPD):

  • B√ľrger gehen sowieso woanders auf den Markt

G√ľnther Heinisch (Gr√ľne):

  • Meinungsbild ist wichtig

B√ľrgermeister Kessler:

  • Bund der Selbstst√§ndigen unterst√ľtzt den Markt

Frank Hasselbring (FDP):

  • Jede Menge Heddesheimer gehen in Ladenburg einkaufen

J√ľrgen Merx (Gr√ľne):

  • Es geht um Vielfalt
  • Wichtiger Impuls

Reiner Edinger (Gr√ľne):

  • Keine Konkurrenz zu Edeka schaffen – wichtig f√ľr √§ltere Menschen
  • Welche Waren sollen angeboten werden?
  • Keine Gro√ümarkteink√§ufer
  • Erinnert an “Standort”-Politik: Pflug abgerissen, um Caf√© zu etablieren – nicht gelungen

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Edeka sicherlich nicht durch einen Wochenmarkt bedroht
  • Eigenes “Heddesheimer Gepr√§ge” – Waren anbieten, die es woanders nicht gibt.

Dieter Kielmayer (CDU):

  • Blumenh√§ndler und B√§cker bedroht

Andreas Schuster (Gr√ľne):

  • Zumindest ein Blumenh√§ndler am Rand der Ortsmitte positioniert sich anders, keine Gefahr

Volker Schaaf (CDU):

  • Fr√ľhere Anl√§ufe gescheitert
  • Themenmarkt vorstellbar

Hardy Prothmann (partei- und fraktionsfrei):

  • Belebung des Gesch√§fts auch f√ľr andere H√§ndler und Gesch√§fte
  • Flankierende Ma√ünahmen wie Parkordnung anpassen auf eine halbe Stunde
  • Markt darf die Gemeinde nichts kosten
  • Pro- und Kontraliste mit B√ľrgerbeteiligung erstellen

B√ľrgermeister Kessler:

  • Marktordnung kann das Angebot regeln
  • B√ľrgerbeteiligung verz√∂gert das Angebot

Kurt Klemm (Gr√ľne):

  • Die Gemeinde vergibt sich nichts mit dem Versuch.

Reiner Edinger (Gr√ľne):

  • Markt steht und f√§llt mit der Akzeptanz durch die Kunden – Meinungsbild wichtig

Frank Hasselbring:

  • R√§t dringend von B√ľrgerbefragung ab

Welche Argumente haben Sie? Bringen Sie sich mit ein und schreiben Sie einen Kommentar zum Thema. Wir sammeln W√ľnsche und Ideen sowie Pro- und Kontra-Argumente.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsloser Gemeinderat und verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

Der gläserne Gemeinderat: Der Markt belebt den Gemeinderat

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Januar 2010. W√§hrend ein Gro√üprojekt wie “Pfenning” trotz neuer Erkenntnisse inhaltlich seit Monaten nicht mehr diskutiert wird, gab es vergangene Woche erstmals eine umfangreiche Diskussion an der sich viele Gemeinder√§te inhaltlich beteiligten: Die SPD beantragte die Etablierung eines Wochenmarktes auf dem Dorfplatz.

Von Hardy Prothmann

Die SPD-Fraktion hat in der Sitzung vom 20. Mai 2010 den Antrag eingebracht, auf dem Heddesheimer Dorfplatz einen w√∂chentlichen Markt zu installieren, damit der “Marktplatz mit neuem Leben gef√ľllt wird”, wie SPD-Fraktionschef J√ľrgen Merx sagte.

Zumindest mehr Leben als gewohnt brachte allein der Antrag in die Debattenkultur des Gemeinderats. Tatsächlich äußerten sich auch GemeinderätInnen, die man sonst nur sehr selten hört.

Und das ist gut so.

Ich habe den Vorschlag der SPD gerne unterst√ľtzt. Denn die Meinung im Ort √ľber den Dorfplatz ist klar: er ist neu und er ist leblos. Deswegen hat die SPD ja auch den Antrag eingebracht: “Damit der Platz mit neuem Leben erf√ľllt wird.”

Neues Leben f√ľr den Ort und im Gemeinderat.

Der B√ľrgermeister lobt gerne, wie toll doch dieser Dorfplatz geraten ist. Es geht der Unkenruf, dass Herr Kessler, alles, was leblos und leer ist, so bewertet.

Vielleicht war er deshalb auch stellenweise so gereizt in der Sitzung. Immerhin diskutierte die GemeinderätInnen zum ersten Mal seit ihrer konstituierenden Sitzung vom 22. Juli 2009 in einer konstruktiven Art und Weise miteinander.

Klar, dass die SPD-Gemeinder√§te den Antrag unterst√ľtzten. Rainer Hege (CDU) erkl√§rte sich f√ľr befangen.

Erst war unklar, wo die Reise hingeht, dann wurde durch die Wortbeitr√§ge von Herrn Kemmet, Herrn Kielmayer und Herrn Schaaf deutlich, dass die CDU eher keinen w√∂chentlichen Markt will – sondern, wenn, dann einen pro Quartal. Als “Themenmarkt” – auch das eine Idee, die man diskutieren kann.

Die Fraktion B√ľndnis90/Die Gr√ľnen war geteilter Meinung – nicht bei der Unterst√ľtzung des SPD-Antrags, aber was die sinnvollste L√∂sung und wie diese zu erreichen ist.

Den Vorschlag von Herrn Hasselbring nahm niemand auf: “Wenn das da ist, sehen wir, wo das hingeht.”

Die Heddesheimer und andere zur√ľckholen.

Herr Hasselbring sagte aber noch etwas anderes: “Wenn ich in Ladenburg im neuen Edeka einkaufen gehe, treffe ich dort jede Menge Heddesheimer.” Dem stimmte nicht nur Frau Hoffmeister-Bugla (SPD) mit einem “genau” spontan zu. Es gab viele, die nickten.

Soviel war einigen Gemeinderäten klar: Die Heddesheimer gehen gerne auf Märkte, in Ladenburg, in Viernheim und anderswo. Und vielen Heddesheimern ist die Ortsmitte schnuppe, sie fahren die drei Kilometer nach Ladenburg, wo es sich in je einem moderner Edeka-, Aldi- und DM-Markt mit vielen Parkplätzen trefflich einkaufen lässt. Die Kunden nehmen dieses Angebot gerne an Рweil die Sortimente sich ergänzen, die Wege kurz sind und auch oder gerade ältere Menschen gerne mit dem Auto vorfahren wollen.

Die teils chaotische Verkehrssituation in der Heddesheimer Ortsmitte, den eher nicht besonders gut gef√ľhrte Edeka-Markt hingegen kritisieren sogar manche Gemeinder√§te – dass dann aber lieber hinter vorgehaltener Hand.

Im Ort ist man l√§ngst ver√§rgert √ľber die F√ľhrung des Edekamarktes, die Parkplatzsituation und den mysteri√∂sen Umstand, dass sich f√ľr den fr√ľheren “Treff”-Laden anscheinend kein Mieter mehr findet. Das Ger√ľcht, dass Edeka die Miete f√ľr den leeren Laden zahlt, um Konkurrenz zu verhindern, ist l√§ngst im Ort rum.

Kein Ger√ľcht ist, dass Schlecker zu einem Schlecker XL-Markt umgebaut wird – √ľberall im Land gibt es Arbeitsgerichtsprozesse und Proteste der Gewerkschaften gegen die Niedriglohnpolitik des Discounters.

Protektionismus der CDU.

Doch geh√∂rt der Discounter ebenso wie Edeka zu den wenigen Gesch√§ften, die Produkte des t√§glichen Bedarfs anbieten. So werden durch die CDU protektionistische Argumente ins Feld gef√ľhrt, die nur scheinbar ernst gemeint sind.

Vor allem die These von Herr Kielmayer (CDU), Kunden w√ľrden sich auf dem Markt beim Anschauen der Produkte Appetit holen, um dann beim Lebensmittel-Discounter einzukaufen, ist doch eher sehr konstruiert. Man stelle sich das vor: Eine Familie f√§hrt in die Ortsmitte, sucht einen Parkplatz, l√§uft √ľber den Markt, holt sich Appetit, erkl√§rt den Kindern, dass das Gem√ľse sch√∂n, aber zu teuer ist und f√§hrt dann ins Gewerbegebiet oder nach Ladenburg, um dort “billigere” Frischware einzukaufen? Na ja.

Martin Kemmet (CDU) forderte, die H√§ndler und den Bund der Selbstst√§ndigen (BdS) mit ins Boot zu nehmen – der BdS unterst√ľtzt den Antrag der SPD allerdings bereits.

Herr Hege k√∂nnte mit seinem Hofladen Konkurrenz erhalten – er k√∂nnte sich dieser aber auch stellen und selbst einen Stand auf dem Markt halten. Auch dieser Situation wurde durch die CDU begegnet: Doppelte Lohnkosten f√ľr Gesch√§ft und Markt – ruin√∂ser Wettbewerb – Pleiten und Gesch√§ftsaufgaben k√∂nnten die Folgen sein. Das h√∂rte sich an wie der Untergang des Abendlandes.

Ladenburg zeigt, wie es geht.

Wenig wahrscheinlich Рwahrscheinlicher eher, dass die Läden und Geschäfte von neuem Leben in der Dorfmitte profitieren könnten. Sind die Kunden erstmal im Ort, könnten sie noch auf die Idee kommen, andere Dinge zu erledigen.

Deshalb will man den Markt auf den Donnerstag legen, da haben Bank und Rathaus l√§nger auf. Wenn es gel√§nge, mehr Kunden f√ľr die Ortsmitte zu interessieren, k√∂nnten auch vielleicht wieder andere Gesch√§fte in den Ort zur√ľckkommen, die l√§ngst abgewandert sind.

So wie in Ladenburg – da gibt es gar dienstags und freitags ein Marktangebot mit acht bis neun St√§nden. Lokale Erzeuger und erg√§nzende Angebote. Der Markt funktioniert stabil, seit Jahren hat es keine Standwechsel gegeben. Stadt und lokaler Handel sind sehr zufrieden: “Die Kunden sch√§tzen den Markt sehr”, hei√üt es aus dem Rathaus.

Tatsache ist heute: Heddesheim ist kein sehr attraktiver Einkaufsstandort. Die Tante-Emma-L√§den sind tot, immer mehr Kneipen und Wirtschaften machen zu, der Dorfplatz ist ohne Leben und die Gemeinde hat zu lange zu wenig getan, um daran etwas zu ver√§ndern. Und wer sich au√üerhalb einer f√ľnf Minuten “Fu√üreichweite” zu Ortsmitte befindert, kann gleich das Auto nehmen und ist in Ladenburg oder im Gewerbegebiet besser bedient.

Es braucht flankierende Maßnahmen.

Der Markt alleine wird deshalb nicht reichen, um die Ortsmitte als attraktiven Einkaufsstandort zu entwickeln. Da m√ľssen mehr Ideen her als ein Wochenmarkt, der nur einmal die Woche acht Stunden vor Ort ist und schon mit dem Antrag zumindest durch die CDU stark angezweifelt wird.

√ÉŇďberall da, wo M√§rkte gewollt werden, funktionieren sie auch – vor allem, wenn auf die Bed√ľrfnisse der Konsumenten R√ľcksicht genommen wird. Es gilt nunmal Angebot und Nachfrage in der freien Marktwirtschaft.

Mein erweiterter Antrag, Pro- und Kontra-Argumente der Gemeinder√§te, des Bunds der Selbstst√§ndigen, der H√§ndler und vor allem der B√ľrgerInnen zu sammeln, wollten die meisten Gemeinder√§te nicht unterst√ľtzen – √ľbrigens haben auch Gr√ľne dagegen gestimmt, aber das nur f√ľrs Protokoll. Nicht √ľberrascht hat mich Herr Hasselbring, der sagte: “Von einer Befragung der B√ľrger rate ich dringend ab.”

Dass der Antrag der SPD letztlich mit sechszehn Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung angenommen wurde, hat mich auch nicht √ľberrascht. Es ging ja nur um eine “grunds√§tzliche” Zustimmung, die sich Herr Merx sehnlichst w√ľnschte.

Sollte der Markt kommen und funktionieren, wird auch die CDU daf√ľr gewesen sein wollen, kommt er nicht oder kann er sich nicht etablieren, weil flankierend zu wenig daf√ľr getan wird, wird man darauf verweisen, dass die SPD dies “grunds√§tzlich” wollte -trotz der mahnenden Stimmen der CDU.

Wie auch immer: Im ersten Fall gibt es zwei Gewinner, im zweiten nur einen Verlierer. Das muss die SPD noch lernen.

Insgesamt hat durch diese Sitzung aber die Hoffnung ein wenig gewonnen, dass der Gemeinderat sich in öffentlicher Debatte austauschen kann. Auch, wenn es ein erster zaghafter Versuch war.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

SPD beantragt Wochenmarkt – Antrag zur Kenntnis genommen


Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2009.

Meldung Gemeinderatssitzung

Der Heddesheimer Gemeinderat hat den Antrag des SPD-Ortsverbands “Einf√ľhrung eines Wochenmarkts auf dem Dorfplatz” zur Kenntnis genommen, aber nicht dar√ľber abgestimmt.

Die SPD w√ľnscht sich “eine Belebung des Platzes aber auch eine Attraktivit√§tssteigerung”. Au√üerdem solle ein zus√§tzliches Einkaufsangebot erreicht werden.

Der Wochenmarkt solle aber nicht als “Konkurrenzangebot f√ľr die ortsans√§ssigen Gewerbetreibenden verstanden werden, sondern als eine Angebotserweiterung”, so die SPD.

B√ľrgermeister Kessler erinnerte daran, dass es bereits einen Markt gegeben habe, der aber mangels Zuspruch eingestellt wurde. Man wolle die Idee trotzdem pr√ľfen.

Redaktion heddesheimblog