Donnerstag, 18. Dezember 2014

Die Wirtschaftsberichterstattung des MM stellt keine Fragen, bietet keine Analyse

Drei Tage vor der Wahl werden die Zeitungsleser getäuscht

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Heddesheim/Rhein-Neckar, 13. M√§rz 2014. (red) Alles halb so schlimm. Arbeitsplatzabbau? Geplant. Kundenverlust? Nicht sch√∂n, aber ohne Bedeutung. Umsatz? √úber 25 Prozent verloren, aber das macht nichts. Was der Mannheimer Morgen seinen Leser/innen zumutet, macht fassungslos. Ist es journalistische Inkompetenz oder eine Wahlhilfe f√ľr den Kandidaten Kessler oder beides? Wir kl√§ren die Fakten. [Weiterlesen…]

Gro√ükunde hat nach nur einem Jahr gek√ľndigt

Pfenning hat Kraft verloren

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Angeblich sollen die Hallen fast vollst√§ndig ausgelastet sein – tats√§chlich hat einer der Gro√ükunden, Kraft Foods, nach nur einem Jahr gek√ľndigt.

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 02. September 2013. (red) Einer der Gro√ükunden, die Firma Kraft Foods, Tochter der Mondelez Deutschland Services GmbH & Co. KG, hat nach nur einem Jahr den Vertrag mit Pfenning Logistics gek√ľndigt. Nach unseren Informationen endet das Vertragsverh√§ltnis am 30. September. Kraft teilte uns auf auf Anfrage exklusiv mit, dass eine “√úbergangsl√∂sung” vereinbart worden ist, bis die Gesch√§ftsbeziehtung erlischt. [Weiterlesen…]

Zentralorgan MM vermeldet weiter positive Nachrichten

Neues von der Baustelle – Folge 15: Was von den Versprechungen √ľbrig bleibt

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Während der Mannheimer Morgen ein zugeschicktes Bild abdruckt, auf dem alles pikobello sauber aussieht, hat unser Reporter gestern dieses Foto gemacht. Ist halt immer eine Frage der Perspektive.

 

Heddesheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 20. Oktober 2012. (red/pro) Die erweiterte Pressestelle Der Mannheimer Morgen “berichtete” vor einigen Tagen mal wieder mit einem “Hurra”-Artikel √ľber “ein neues Kapitel in der 80-j√§hrigen Unternehmensgeschichte” von “Pfenning”. Garniert mit einem “zugeschickten” Bild (zg). Wie immer klebt die Zeitung an Aussagen des Gesch√§ftsf√ľhrers Uwe Nitzinger – ein Blick ins eigene Archiv oder eine Recherche bei anderen Informationsquellen scheint keine Rolle zu spielen.

Von Hardy Prothmann

Was f√ľr eine Erfolgsmeldung. Angeblich ist der neue Standort so gut wie ausgelastet und angeblich entstehen hier 600 neue Arbeitspl√§tze. Das ist eine interessante Information – denn genau diese Zahl hatten wir schon fr√ľher als H√∂chstwert berechnet. Dass man 400 Arbeitspl√§tze, also 40 Prozent unter den Versprechungen bleibt (bis zu 1.000 Arbeitspl√§tze), ist dem Mannheimer Morgen keine Zeile wert. Es ist ja auch nicht Aufgabe der Zeitung, die √Ėffentlichkeit unabh√§ngig und kritisch zu informieren, sondern die Firmen- und Amtsbotschaften unters Volk zu bringen. Das st√∂rt auch die Frage, wie denn, wenn angeblich voll ausgelastet und angeblich 600 Arbeitspl√§tze, es m√∂glich sein soll, bis zu 1.000 Arbeitspl√§tze zu schaffen?

Echte Zahlen lesen sich anders

Die echten Zahlen lesen sich anders. Zwischen 2007 und 2010 hat “Pfenning” rund elf Prozent der Arbeitspl√§tze abgebaut. Laut Bilanz waren 2007 insgesamt 1.865 und 2010 nur noch 1.673 bei Pfenning besch√§ftigt. Davon rund 230 in der Verwaltung, der Rest sind eher einfache bis sehr einfache Arbeitspl√§tze.

Noch dramatischer sind die Umsatzzahlen. F√ľr 2008 gab Pfenning angebliche 220 Millionen Euro Umsatz an. Die konnten wir in keiner Bilanz finden, daf√ľr aber knappe 155 Millionen Euro im Jahr 2010. Das entspricht einem Umsatzverlust von 30 Prozent.

√úber 800 Meter strecken sich die Betonhallen des “Multicube” in die Landschaft. Edeka wird ebenso neue Hallen bauen. Was f√ľr den Moment “in Vergessenheit” geraten ist – “Pfenning” hat sich bis 2015 die Option gesichert, ein nochmals fast so gro√ües Gel√§nde zu bebauen. Auf den Ortskern und den s√ľdlichen Teil Heddesheims bedeutet das eine enorme Verkehrsbelastung.

 

Erfolgreiche Entwicklung?

Ein “Jobmotor” oder eine “erfolgreiche gesch√§ftliche Entwicklung” sieht anders aus. W√§hrend im Jahr 2009 noch 1,39 Millionen Konzern√ľberschuss ausgewiesen worden sind, betr√§gt der √úberschuss 2010 noch kl√§gliche 613.000 Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 0,4 Prozent. Anders ausgedr√ľckt. Von jedem umgesetzten Euro bleibt nicht mal ein halber Cent als Gewinn.

Wie sich daraus “erhebliche Gewerbesteuerzahlungen” ergeben sollen, wissen nur die Wunschtr√§ume von B√ľrgermeister Michael Kessler und der Ja-Sager-Gemeinder√§te. Der Mannheimer Morgen scheint keine Wirtschaftsjournalisten mehr zu besch√§ftigen, bei denen sich die Lokalreporterin mal kundig machen k√∂nnte, ob das denn tats√§chlich alles so toll ist, wie sie das immer wieder beschreibt.

Ein weiteres Hauptargumente f√ľr die Ansiedlung, die Schienenanbindung, ist, jaja, weiter m√∂glich, tats√§chlich aber nicht vorhanden.

Halbwahrheiten bis L√ľgen

Die Konzentration der regionalen Lagerstandorte hat nicht stattgefunden. Das Argument, ohne diese Konzentration m√ľsse “Pfenning” sich woanders neu konzentrieren und die Region verlassen, entpuppt sich wie so viele anderen Aussagen als Halbwahrheit oder L√ľge.

Sehr interessant ist diese Aussage:

F√ľr den Neukunden √ľbernimmt Pfenning neben Lagerung und Kommissionierung auch den Displaybau sowie Transporte zu gr√∂√üeren Lagerstandorten – darunter den der ein paar Hundert Meter entfernten Edeka S√ľdwest (Nitzinger: “Da k√∂nnten wir mit Gabelstaplern hinfahren”).

Das deutet daraufhin, dass unsere Annahme eintreffen wird. Wir haben das Unternehmen mehrmals angefragt, f√ľr welche M√§rkte die Waren denn bestimmt sind. Die Antwort war ein beharrliches Schweigen. Wahrscheinlich ist: Der Neukunde Mondelez (so hei√üt Kraft Foods Europa seit kurzem, in Amerika weiterhin Kraft Foods) lagert bei Pfenning Waren ein, die dann √ľber Edeka in der Region verteilt werden. Edeka hat sich kategorisch gegen einen “Verkehrslenkungsvertrag” ausgesprochen und weder B√ľrgermeister Michael Kessler noch die Abnicker-Gemeinder√§te haben diese eingefordert: Sprich – es k√∂nnen Edeka-Lkw jeder Gr√∂√üe durch den Ort brummen, um M√§rkte in der Region zu beliefern. So ist auch die Edeka Teil dessen, was man unter dem Begriff “jemandem eine Nase drehen” verstehen kann.

Neues Kapitel?

Was die Nachricht bedeutet, “der Firmensitz” werde mit Ende der Bauarbeiter Mitte Dezember von Viernheim nach Heddesheim verlegt, darf man gespannt abwarten. Welche der vielen “Pfenning”-Firmen ist gemeint? Die Phoenix 2010 GbR √ľber die Firmen-Chef Karl-Martin Pfenning angeblich eine “Generationeninvestition” √ľber 100 Millionen Euro get√§tigt hat? Wir haben im Juli exklusiv herausgefunden, dass es sich nur um eine Projektfirma handelte – tats√§chlich soll die Immobilie an einen Fonds verkauft werden. Auch hier hat die Firma die √Ėffentlichkeit belogen.

Mitte Dezember soll der Bau abgeschlossen sein – bis alles fertig ist, wird es vermutlich noch l√§nger dauern. Wo “Pfenning” draufsteht, ist aber nicht “Pfenning” drin. Der Bau soll an einen Immobilienfonds verkauft werden.

 

Oder wird es die Pfennig Logistik GmbH sein? Oder tats√§chlich die KMP-Holding, also die Muttergesellschaft? Oder wird irgendeine neue Gesellschaft gegr√ľndet? Man darf gespannt sein, wie dieses “neue Kapitel” aussehen wird.

Insgesamt ist eine “Wertsch√∂pfung” und ein Gewinn f√ľr die Gemeinde Heddesheim bislang nicht zu sehen – ebensowenig f√ľr die Region. Am 18. September 2012 haben wir bei der Bauunternehmung Max B√∂gl nachgefragt, welche Firmen vor Ort mit welchem Auftragsvolumen denn beim Bau des Klotzes beteiligt worden sind:

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bauarbeiten “Multicube” in Heddesheim sind weit fortgeschritten
und stehen vermutlich in den kommenden Monaten vor dem Abschluss.
Wir w√ľrden gerne erfahren, welche lokalen, regionalen Unternehmen und
Gewerbetreibende mit in die Arbeiten einbezogen waren und welche
Summe an den Bauarbeiten der Wertschöpfung vor Ort in etwa zugekommen
ist.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen
Hardy Prothmann
Chefredakteur Heddesheimblog.de

Wir haben bis heute noch nicht einmal eine Eingangsbest√§tigung erhalten. Damit ist die Frage nicht beantwortet. Wie die Antwort vermutlich lautet, kann sich jeder selbst √ľberlegen.

Auch, was es bedeutet, wenn gro√üe “etablierte” Medien ihrer Aufgabe einer kritischen, unabh√§ngigen Berichterstattung nicht mehr oder nur noch ungen√ľgend nachkommen.

Anm. d. Red.: Wenn f√ľr Sie das Thema neu ist – auf dem Heddesheimblog finden Sie hier √ľber 400 Artikel seit Mai 2009 zu “Pfenning”.

Sind Kraft Foods-Produkte f√ľr die Region bestimmt?

Ist keine Anwort auch eine Antwort?

Heddesheim, 27. September 2012. (red) Als “bedeutenden Kunden” bezeichnete unl√§ngst “Pfenning” den Neukunden “Kraft Foods”, der gro√üe Teile des neuen Logistikzentrums in Beschlag nimmt. Bekannte Marken von Kraft Foods sind der Frischk√§se “Philadelphia” oder die aufgekaufte Marke “Jacobs-Kaffee”.

In einer Meldung heißt es:

Von Heddesheim aus werden k√ľnftig Kunden in S√ľddeutschland mit Kraft Foods-Produkten beliefert. pfenning logistics √ľbernimmt als Partner des zweitgr√∂√üten Lebensmittelherstellers der Welt in seinem neuen ‚Äěmulticube rhein-neckar‚Äú neben Lagerung und Kommissionierung auch das Co-Packing f√ľr S√ľddeutschland. Das bedeutet, dass dort neben der bedarfsgerechten Zusammenstellung der einzelnen Paletten f√ľr die Kunden beispielsweise auch die Displays f√ľr Verkaufsaktionen zusammengestellt werden.

Fr√ľher hie√ü es von Seiten “Pfennings” aus:

Die Waren kommen aus der Ferne und gehen in die Ferne.

Da man mittlerweile daran gewohnt ist, dass Aussagen des Unternehmens nur halb oder anders oder gar nicht gelten, haben wir uns um 18. September erstmals bei der Pressestelle von Kraft Foods erkundigt, f√ľr welche M√§rkte denn die in Heddesheim gelagerten Waren bestimmt sind. Am 25. September haben wir die Anrage wiederholt mit Frist bis heute. Bislang liegt noch nicht einmal eine Eingangsbest√§tigung vor – erstaunlich f√ľr einen der gr√∂√üten Nahrungsmittelkonzerne der Welt.

Dokumentation unserer Anfrage:

Das Logistik-Unternehmen “Pfenning” wirbt √∂ffentlich mit Ihrem Unternehmen als Hauptkunden im neuen Logistiklager “Multicube” in Heddesheim. Der Bau dieses Lagers hat kommunalpolitisch hohe Wellen geschlagen und den Ort gespalten.

Nat√ľrlich sind die B√ľrgerinnen und B√ľrger an Informationen interessiert, was dort eingelagert wird und welche Belastungen durch Verkehr mit diesem Logistiklager verbunden sind.

Pfenning hatte immer damit geworben, dass die dort eingelagerten Waren aus der Ferne kommen und in die Ferne gehen.

Welche Waren lagert das Unternehmen dort ein?

Können Sie beziffern, wie viele Tonnen Ware pro Jahr hier umgeschlagen werden?

Wir w√ľrden nun gerne wissen, f√ľr welche M√§rkte die von Kraft Foods in Heddesheim eingelagerten Artikel bestimmt sind? Sind diese f√ľr weiter¬† entfernte M√§rkte bestimmt oder werden sie regional distribuiert?

Wir vermuten, dass ausschlie√ülich K√ľhl-Lkw eingesetzt werden. Ist das zutreffend?

Wird es jahreszeitlich gesehen “Spitzenzeiten” geben oder ist die Belieferung eher kontinuerlich?

Wie viele Lkw werden täglich Ware anliefern?

Welche Art Lkw wird die Ware abtransportieren?

Über welchen Zeitraum wurden die Verträge mit Pfenning geschlossen?

MM lobhudelt weiter

Neues von der Baustelle: Folge 9. Pfenning informiert “ausgew√§hlt”

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"Pfenning"-Gesch√§ftsf√ľhrer Uwe Nitzinger: Sagt immer nur so viel, wie er muss und h√§ufig auch nur irgendwas, was sp√§ter wieder ganz anders ist. Archivbild.

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 09. M√§rz 2012. Der Mannheimer Morgen f√§hrt mit seiner unkritischen Jubel-Berichterstattung in Sachen “Pfenning” fort. Das war nicht anders zu erwarten. Und “Pfenning” bedient die Zeitung exklusiv – unsere Redaktion wird vom “neuen, guten Nachbarn” ausgegrenzt und nicht informiert. Folglich gilt das auch f√ľr unsere Leserinnen und Leser. Der Grund ist einfach: Wir berichten zu kritisch und Kritik ist nicht erw√ľnscht.

Von Hardy Prothmann

Das ist er also, der neue, gute Nachbar “Pfenning”. Ein Unternehmen, das bewusst in Kauf nimmt, gro√üe Teile der Heddesheimer Bev√∂lkerung nicht zu erreichen. N√§mlich alle die, die den Mannheimer Morgen nicht abonniert haben und das sind sehr viele.

Dabei wei√ü Gesch√§ftsf√ľhrer Uwe Nitzinger sehr genau, dass die H√§lfte des Ortes gegen die montr√∂se, 650 Meter lange Bebauung auf 20 Hektar bestem Ackergel√§nde war. Nachdem der Bebauungsplan aber gegen alle klugen und kritischen Einw√§ndungen durchgesetzt war, sah und h√∂rte man nichts mehr von Pfenning. Auch der Baustart wurde bis auf eine l√§ppische Pressemeldung nicht kommuniziert.

Geschönte Berichte

Ab und an wirft “Pfenning” mal einen Brocken hin und der MM schnappt ihn dankbar auf – immerhin hat “Pfenning” ja auch schon einiges an Anzeigen dort geschaltet.

So erfahren die Zeitungsleser also, in welcher Reihenfolge die Hallen gebaut werden. Erst der n√∂rdliche Teil, von Ost nach West, dann der s√ľdliche Teil. Daf√ľr werden Fertigsystemteile des Bayerischen Unternehmens Max B√∂gl verbaut. B√∂gl hat sich auf diese Bauweise spezialisiert. Dazu gibt es Informationen, dass ein paar hundert Bauteile, St√ľtzen und Platten verbaut werden. Und rund 80 Bauarbeiter besch√§ftigt sind, bis zu 300 sollen es im Sommer werden.

Wenn man sich Referenzobjekte auf der B√∂gl-Homepage anschaut, darf man berechtigte Zweifel haben, ob das “Pfenning”-Gel√§nde tats√§chlich Ende 2013/Anfang 2014 fertig gestellt sein wird, wie Uwe Nitzinger im Mannheimer Morgen behaupten darf.

Im s√ľdlichen Teil zur Benz-Stra√üe hin wird ein Teil der Hallen 18 Meter hoch – wer hier was einlagern wird? Keine Information. Die Schiene kommt dann, wenn sie jemand braucht – also irgendwann oder nie. Die Schienenandienung war eins der Hauptargumente der CDU f√ľr die Logistikansiedlung. Jetzt erf√§hrt man, dass mindestens “36-Monate” Vorlauf n√∂tig seien, falls denn mal jemand Interesse haben k√∂nnte.

Fragw√ľrdige √Ąu√üerungen

Ebenso darf Nitzinger behaupten, niemand h√§tte was davon gemerkt, dass “Pfenning schon da ist” und das mit “Lkw-Verkehr”. Dazu wird unwidersprochen der Bauverkehr mit angeblich bis zu 800 Lkw-Bewegungen in der Spitze verglichen. Das ist haneb√ľchen.

Nat√ľrlich wei√ü man schon lange, dass die Bauarbeiten begonnen haben – wir bringen aktuell unsere neunte Folge zur Baustelle. Im Gewerbegebiet werden Laternenmasten umgefahren und die Stra√üen sind h√§ufig verdreckt – wie das halt so ist in der N√§he von Baustellen. Wer allerdings f√ľr die Stra√üenreinigung aufkommt, ob “Pfenning” oder der Steuerzahler? Wer wei√ü, dazu gibt es keine Informationen.

Daf√ľr erh√§lt man aber einen Eindruck, wie das sein wird, wenn t√§glich hunderte zus√§tzliche Lkw hier unterwegs sein werden. Im Hirschberger Kreisel ist der Aspahlt schwer besch√§digt und vor der Auf-/Abfahrt auf die A5 auf Hirschberger Seite hat sich eine deutliche Absenkung gebildet, die auf Reparatur wartet. Unsere Recherchen hierzu haben ergeben, dass das Regierungspr√§sidium zust√§ndig ist, die Sache ans Landratsamt weitergereicht hat, aber keiner wei√ü oder sagen kann, wann diese Sch√§den, die auch unfallgef√§hrlich sein k√∂nnen, behoben werden.

Offene Fragen

Uwe Nitzinger darf √ľber Kekse und Schokolade reden, die der neue Kunde “Kraft Foods” hier lagern will. Ob der neue Kunde und die damit verbundenen Vertr√§ge das “Pfenning”-Projekt √ľberhaupt erst finanzierbar gemacht haben, wird nicht gefragt.

Es war schon seltsam, wie der strahlende Chef Karl-Martin Pfenning erst eine 100 Millionen-Euro-Investition verk√ľndete, dann aber trotz Baugenehmigung nichts passierte. Es gab viele Ger√ľchte, ob die Finanzierung geplatzt sei. Harte Fakten gibt es nicht, weil der eigentliche Investor die Phoenix 2010 GbR ist – ein zwei-Mann-“Unternehmen”, das nicht publizit√§tspflichtig ist.

Weiter darf Nitzinger behaupten, man halte sich an den Verkehrslenkungsvertrag – dabei werden immer wieder gro√üe “Pfenning”-Lkw gesichtet, die durch den Ort fahren. Und die Aussage: “Der Verkehr kommt aus der Ferne und geht in die Ferne”, wird gar nicht erst vom MM aufgegriffen.

Leere Versprechen

Herzig ist die Information, es w√ľrde keinen regionalen Verkehr geben. Also nicht von Pfenning. Wenn Waren beispielsweise f√ľr Edeka eingelagert und von Edeka ausgeliefert werden, dann ist das ja kein “Pfenning”-Verkehr. Und wenn die regionalen Versorgungs-Lkw bis zu 12 Tonnen schwer sind, gilt f√ľr die auch nicht der Verkehrslenkungsvertrag. Wer immer noch an all die “Versprechungen” glaubt, ist selbst schuld.

Angeblich sollen f√ľr den Kunden Kraft Foods zweihundert Leute arbeiten – davon aber die H√§lfte als Leihkr√§fte. Die Zahl “bis zu 1.000 Arbeitspl√§tze”, mit der B√ľrgermeister Kessler, die CDU, SPD und FDP f√ľr das Projekt geworben haben, f√§llt in diesem Zusammenhang nicht mehr. Und – ach ja – vier Ausbildungspl√§tze halte “Pfenning” nach wie vor frei f√ľr Heddesheimer Berufsanf√§nger – bislang habe sich aber niemand gefunden, der zu “Pfenning” passt. Das soll man alles so glauben, denn es steht ja in der Zeitung.

Ausgewählte Gäste

Am 23. M√§rz gibt es eine “symbolische Grundsteinlegung” – f√ľr ausgew√§hlte G√§ste. Wir sind bislang noch nicht eingeladen worden und vermuten, dass es dabei bleibt. Der Mannheimer Morgen darf sicherlich in der ersten Reihe sitzen, damit man auch jedes Wort exakt so mitschreibt, wie man das von seiten der Verwaltung und Pfenning will.

Das wird so erwartet und auch erf√ľllt.

"Pfenning" k√ľndigt "Neugesch√§ft" an

Neues von der Baustelle: Folge 7 РPfenning hält sich nicht an eigene Aussagen

Heddesheim/Viernheim, 26. Januar 2012. (red/pm) Nach Angaben der Unternehmensgruppe “Pfenning” wird ab Herbst 2012 der Kraft Foods Konzern Hallenkapazit√§ten in Heddesheim nutzen. Entgegen der urspr√ľnglichen Zusage, man wolle die Lager der Region konzentrieren, wird also Neugesch√§ft angesiedelt.

Dass man den Aussagen von “Pfenning” nur sehr bedingt trauen kann, ist mittlerweile allgemein bekannt. Wieder einmal best√§tigt das Unternehmen, dass getroffene Aussagen nicht eingehalten werden.

“Pfenning” hatte die Entscheidung f√ľr Heddesheim zun√§chst damit begr√ľndet, dass man verschiedene Standorte in der Region b√ľndeln wolle – andernfalls w√§re ein Weggang aus der Region denkbar. B√ľrgermeister Michael Kessler sowie die Bef√ľrworter aus CDU, SPD und FDP beschworen die regionale Verbundenheit und die sinnvolle Konzentration.

Tats√§chlich ist davon schon lange keine Rede mehr. In den Verhandlungen wurde zudem angek√ľndigt, dass nach Abschluss der Konzentration der Firmensitz nach Heddesheim verlagert werden w√ľrde. Da die Konzentration ausbleibt, darf man gespannt sein, ob auch diese Aussage nicht eingehalten werden wird.

Pressemitteilung von “Pfenning Logistics”:

“Der weltweit zweitgr√∂√üte Nahrungs- und Genussmittelkonzern Kraft Foods hat sich entschieden die pfenning-Gruppe mit der Abwicklung seines Logistikstandorts S√ľd zu beauftragen.

Kraft Foods mu√üte nach der Integration des Cadbury- und LU-Gesch√§ftes die Logistik europaweit neu organisieren und aufstellen. In diesem Zusammenhang wurde in 2010 neben den Transportstrukturen auch die Dienstleistung f√ľr das S√ľdlager ausgeschrieben. Hier hat pfenning logistics das insgesamt √ľberzeugendste Konzept f√ľr das S√ľdlager abgegeben, das den Gro√ükunden vor allem in puncto Multi-User-Lagerung, weitgehende Flexibilit√§t, geographische Lage sowie √∂kologische Nachhaltigkeit √ľberzeugte.

Das Kraft Foods Produktsortiment wird das pfenning-Lager aus Produktionsst√§tten in ganz Europa erreichen und reicht von K√§se und Ketchup √ľber Kaffee bis hin zu Schokolade, darunter befinden sich bekannte Marken wie Jacobs Kr√∂nung , Caf√© HAG, T-Discs f√ľr das Hei√ügetr√§nke-System Tassimo, Milka und Toblerone, Philadelphia Frischk√§se, das Fertiggericht Mir√°coli, die Salatcreme Miracel Whip sowie das Kraft Feinkostsortiment.

Der Logistikdienstleister √ľbernimmt mittels eines ma√ügeschneiderten Logistikkonzepts die Lagerhaltung, Kommissionierung sowie das Co-Packing der Produkte, die auf ganzen und kommissionierten Paletten oder in regalfertigen Displays das Lager wieder verlassen sol-len. Damit werden ma√ügeblich die Anforderungen der Kraft Foods Kunden erf√ľllt.

Der Startschuss f√ľr die Einlagerung f√§llt im September 2012 im neuen Logistikzentrum Heddesheim, das sich aktuell noch in der Bauphase befindet.

Damit siedelt der Logistikdienstleister entgegen urspr√ľnglicher Planungen erhebliches Neugesch√§ft an und sorgt damit f√ľr weiteres Wachstum in der Region. K√ľnftig wird f√ľr Kraft Foods eine Gesamtkapazit√§t von bis zu 80.000 Paletten in einem Gro√üteil des Lagerkomplexes bereitgehalten. Dieser Bereich wird im Zwei- bis Drei-Schicht-Betrieb von √ľber 200 Mitarbeitern bewirtschaftet. √Ėkologisch bietet das Logistikzentrum Heddesheim eine hohe Energieeffizienz.”