Montag, 21. Mai 2012

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Wir dokumentieren ab sofort die Baumaßnahmen "Pfenning"

Neues von der Baustelle: Folge 1 – Der “Pfenning”-Baustart beginnt mit “Erdarbeiten”

"Planmäßiger Start" am 14. November 2011 für die "Erdarbeiten" des künftigen Logistikzentrums "Pfenning" in Heddesheim: Ein Loch wurde gebuddelt.

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2011. (red) Am Donnerstag vergangener Woche verkündete die “Pfenning”-Gruppe für den heutigen Tag den “Baustart in Heddesheim”. Tatsächlich muss man schon sehr genau hinschauen, um zu entdecken, was das Unternehmen mit der Aussage: “das geplante Logistik-Bauprojekt im Gewerbegebiet der Gemeinde Heddesheim geht in die Umsetzung”, meint. Es wurde ein Loch gebuddelt.

Heute wurde die Montage für einen Leitungsendmast vorbereitet.

Über dem Gelände herrscht wie seit über einem Jahr Frieden – die Natur erobert den Acker zurück und das Gelände liegt mehr oder weniger unberührt. Wer genau hinschaut, entdeckt einen Bauwagen am nördlichen Rand des Gebiets.

Dort ist eine Firma für die EnBw damit beauftragt, einen Leitungsendmast aufzustellen, was morgen geschehen soll. Heute wurden vorbereitende Arbeiten, beispielsweise wurde ein Loch von etwa einem Quadratmeter Durchmesser für den Betonsockel ausgehoben. Morgen sind diese Arbeiten dann beendet.

In einem nächsten Schritt soll ein unterirdisches Kabel gezogen werden. Danach wird dieses Kabel, dass die Aussiedlerhöfe und Heddesheim mit Strom versorgt angeschlossen. Danach werden die Strommasten auf dem “Pfenning”-Gelände entfernt.

Tatsächlich hatte “Pfenning” bereits für den April 2011 die Erschließung angekündigt. Es passierte nichts. Für heute wurden “Erdarbeiten” angekündigt, was tatsächlich zutreffend ist. Auf dem Foto erkennt man gut die “bewegte Erde”.

Angeblich sollten heute aber schon Bagger planmäßig anfangen das wertvolle Ackerland auf dem 200.000 Quadratmeter großen Gelände “wegzuschieben”, doch nach der Ankündigung liegt der Acker immer noch unberührt da.

Bürgermeister Michael Kessler hatte die Pressemeldung (die uns nicht zugesandt worden ist), sofort an die Gemeinderäte weitergeleitet. Immerhin waren der Bürgermeister und die “Pfenning”-Befürworter enorm unter Druck geraten. Denn der Bebauungsplan, der in aller Eile durchgepeitscht werden sollte, sich dann aber verzögerte, ist nun schon ein Jahr gültig und noch immer passiert so gut wie nichts.

Entgegen früheren Versprechungen, die regionalen Lager in Heddesheim zusammenzuführen und die Arbeitsplätze hierher zu verlegen, spricht “Pfenning” nur noch von der “Möglichkeit zur Erweiterung von Aktivitäten” und von “nachhaltigem Wachstum”. Von der Aussage: “Wir schaffen bis zu 1.000 Arbeitsplätze”, eines der großen Versprechen der Unternehmensgruppe und eine wesentliche Grundlage für die Entscheidung durch die “Ja-Sager-Fraktion” aus CDU, SPD, FDP und Bürgermeister, ist schon lange keine Rede mehr.

Der groß angekündigte Baustart, heute gegen 16:30 Uhr.

 

Kommentare

  1. heddesheimerin meint:

    Ich wette wir können morgen mit umfassender Jubelberichterstattung im MM rechnen..

  2. Horst Berger meint:

    Nun ist es soweit. Der Bürgermeister Michael Kessler und die Firma Pfenning haben ihrer Ankündigung Taten folgen lassen. Ohne einen “offiziellen” Spatenstich rollte die gefürchtete “Bagger-Armada” an. Schon in den frühen und noch nebligen Morgenstunden wartete das erfahrene und erprobte Bauteam auf “Lichtung”.

    Die vereinzelten Jogger, die noch ruhig ihres Weges gehen, ahnen von alldem noch nichts. Hase, Hamster und Eidechsen sind im wohlverdienten Winterschlaf.

    Nach genauer Felderkundung hatten die Experten ihren Tagesschlachtplan entworfen. Entschlossen ging man mit schwerstem Räumgerät ans Werk. Man darf es ruhig auch einmal sagen: mit “Brachialgewalt” wurden einschneidende Fakten geschaffen.

    Ein “mannstiefes” Loch lässt auf dem Bilde nur erahnen, mit welcher gigantischen “Baudimension” man zu rechnen hat. Der erholungsuchenden Bevölkerung kann man nur empfehlen, in der nächsten Zeit das Gebiet weiträumig zu umgehen :)

  3. jawiejetzt? meint:

    Hallo,

    abwarten, die feine Ironie des klammheimlichen “Baubeginns” mit einem Minibagger für das Jahrhundertprojekt von 100 Millionen Euro, zum unendlichen Segen, Nutzen und Frommen von Heddesheim ohne ersten Spatenstich, durchschnittene Bänder, Blasmusik, Fanfaren und auch ohne jegliche Prominenz wird auch dem MM nicht entgehen.

    Diese Operette, die da heute morgen inszeniert wurde paßt so gar nicht zum Pomp und Größenwahn von Pfennings und Bürgermeisters. Das war eher – bedenkt man das übliche Tara und was da alles vorgelogen und versprochen wurde im Vorfeld – ein “so tun als ob” einer Laienspielschar als der mutige und entschlossene Aufbruch eines Unternehmens und einer Gemeinde zu neuen Ufern. Fragt sich, wer wirklich noch hinter diesem Megaprojekt des Irrsinns steht. Unsere schwäbischen Landsleute würden sagen:” S’isch halt eher a Projektle draus gworre.”

    Wie sagte mir jemand vorhin am Telefon: Auf dem Hängerchen stand ein Baggerchen mit dem man Gräbchen gezogen hat um Käbelchen reinzulegen. Und ein Mästlein stellen wir auch noch auf – man soll ja was sehen.
    Wenn die Show ihren Zweck erfüllt hat, damit da einer behaupten kann, der Bau habe begonnen – und wenn die Gemüter sich vermeintlich wieder beruhigt haben – wird bis März wieder nix passieren. Wer glaubt, mit diesem “genialen Schachzug” sei der Druck raus, träumt.

    Was immer wir da heute Morgen vorgesetzt bekamen, ein Baubeginn war das nicht, höchstens der Begin von Erschließungsarbeiten.
    Vor einem Jahr war es im Oktober zu kalt und man wollte nix bauen, wegen des zu erwartenden kalten Winters… und nun ist Dampf im Kessler, äh Kessel und man muß Mitte November mit “Maßnahmen” anfangen ?
    Wer das glaubt…

    Einen schönen Tag noch.

  4. A: Felis meint:

    Das Ende des Heddesheim, wie wir es kannten und liebten, hat begonnen. Ein Tag zum heulen.

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