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Heddesheim, 22. Oktober 2009. Wer vernünftig ist, schützt seinen Computer gegen Viren und Trojaner durch einschlägige Programme. Unsere Handys sind aber schon lange Computer und mittlerweile immer öfter auch im Internet unterwegs – also da, wo die Schadprogramme auf Opfer lauern.
Von Peter Kröffges
Wer sich einigermaßen für die möglichen Bedrohungen interessiert, sorgt dafür, dass ein ordentlicher Virenscanner täglich aktualisiert den eigenen Computer schützt. Moderne Virenscanner und Sicherheitssoftware werden installiert und das bestmögliche zur Datensicherheit unternommen.
Doch droht mittlerweile immer mehr unserem Handy eine Infizierung mit Viren, Würmern oder Trojanern. In Deutschland sind derzeit ca. 100 Millionen Mobiltelefone angemeldet, ein Anlass genug für mögliche Täter diesen “Markt” verstärkt ins Visier zunehmen.
Laut einer in Auftrag gegebenen Studie des Unternehmens “McAfee” (Hersteller von Antivirenprogrammen), waren schon im Jahre 2006 bereits 83 Prozent aller Mobilfunkbetreiber von Handy-Viren betroffen. Fachleute schätzen, dass heute ca. 350 bis 400 Virenprogramme für Mobiltelefone im Umlauf sind und täglich werden es mehr.
Wie arbeiten diese Schadprogramme?
Mit einer SMS ist die Einschleusung von Trojanern (getarntes Programm) wohl noch nicht möglich, da damit nur eine begrenzte Anzahl von Textzeichen und keine ausführbaren Programme verschickt werden können. Bei MMS (Multimedia Messaging Service, Versand von Dateien wie z.B. Bildern oder Musiktiteln) ist dies allerdings möglich.
Auch die bei vielen modernen Handys vorhandene Schnittstelle über Bluetooth (funkbasierten Ersatz für Kabelverbindungen) ist ein mögliches Einfallstor für Schadprogramme.
Damit mögliche Täter auf das Handy zugreifen können, muss die “transportierte” Software noch auf dem Gerät installiert werden – Â gut getarnt als “Download” für Klingeltöne oder andere “coole Dinge”, wird auch die Warnung des Gerätes oder die erforderliche Bestätigung zur Installation ganz leicht umgangen.
Der Handynutzer gibt mit der Einwilligung sein Einverständnis und das Schadprogramm wird in den meisten Fällen unsichtbar für den Besitzer installiert und nimmt seine “Arbeit” auf.
Ist ein Schadprogramm, z.B. ein Trojaner, erst einmal installiert, können Täter damit fast alle Funktionen des Handy nutzen, manipulieren und kontrollieren. Befehle auf das Handy zu schicken, SMS-Nachrichten abzufangen oder auch Fotoaufnahmen abzurufen sind für “Spezialisten” kein ernsthaftes Problem mehr.
Wie kann der Handynutzer sich schützen?
Ein erster wesentlicher Schutzmechanismus ist, alle möglichen Sicherheitseinstellung des Mobiltelefons zu nutzen. Weiterhin sollte auf dem Mobiltelefon eine entsprechende Virenschutzsoftware installiert sein, bei modernen Mobiltelefonen bieten die Provider das gegen eine geringe Gebühr im Paket an. Weiterhin sollte keine Bestätigung (“drücken Sie die Ja-Taste”) oder Installation erfolgen, die von einer unsicheren, Ihnen nicht bekannten Stelle angeboten bzw. gesendet wird.
Gesundes Misstrauen und im Zweifelsfall sicherheitshalber löschen ist ein sehr guter Basisschutz.
Stellen Sie sich die Frage, ob eine bestimmte angebotene Dienstleistung (Klingelton, Wallpaper etc.) wirklich erforderlich ist und vermeiden Sie auch mögliche Abo-Fallen oder ein Virenrisiko schon im Vorfeld.
Prüfen Sie genau den Verbindungsnachweis und die Rechnung des Mobilfunkbetreibers auf Unregelmäßigkeiten, damit auch ihr Handy “safe” ist und bleibt.














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