Donnerstag, 17. Mai 2012

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Tolle Leistung der Athleten – nicht jedoch der Öffentlichkeitsarbeit


Guten Tag!

Heddesheim, 05. Oktober 2009. Das “Hedint”, also das “Heddesheimer Internationale Schwimmfest” wurde zum 33. Mal absolviert. Das Turnier ist sehr gut besucht, aber schlecht vermarktet.

Kommentar: Hardy Prothmann

Nach Heddesheim kommen die Schwimm-Athleten gerne. Nicht nur wegen des Wettkampfes – sondern auch wegen der Preisgelder, die im Schwimmsport nicht so häufig sind.

Sicher kommen auch viele wegen des guten Ambientes – das ist zu hoffen. Sport und Sportlichkeit und Fairness sind Werte, die mit Geld zunächst wenig zu tun haben.

Die Frage bleibt, warum die TG ihr durchaus anerkanntes Sportfest der Schwimmer so schlecht vermarktet.

Die homepage des “hedint” ist eine Gemeinheit – gegenüber jedem Sportler.

Nein – nicht wegen des Layouts. Niemand erwartet ein durchgestyltes Layout á la Olympia. Aber im Jahre 2009 kann man zumindest aktuelle Informationen erwarten – die die Leistung der vielen Sportler respektvoll oder zumindest nachvollziehbar wiedergeben.

Die meisten Seiten enden im Nirwana – Fehler, wohin man klickt. Das gilt auch insgesamt für die Internet-Darstellung der TG.

Dabei handelt es sich um den größten Verein in Heddesheim – das ist keine überzeugende Visitenkarte.

Es gibt auf “hedint” einige kurze Zeilen – die sind aber so unzureichend, das jeder Sportler für diese mangelhafte Leistung keine Starterlaubnis erhalten würde.

Immerhin wurden drei Bahn- und zwei Staffelrekorde an diesem Wochenende aufgestellt.

Im Volksmund ist das “geil”. Ein Erfolg. Eine Marke. Etwas, worüber man sprechen sollte.

Auf der Internetseite des “hedint” erfährt man allerdings nichts über die Personen, die Vereine, den Wettkampf.

Keine Atmosphäre, kein emotionaler Eindruck, kein fundierter Bericht.

Die wichtigste Meldung ist: “Sieger des Wanderpokals: TG Heddesheim”. Und das in fetter Schrift.

Für die TG ist das ein toller Erfolg. Für die öffentliche Wahrnehmung ist das nur schade und es ist bedauerlich für die TG, dass die Überschrift nicht heißt:

“Toller Schwimmsport, fairer Wettkampf, gute Stimmung.
TG freut sich über Erfolg.”

Denn darum geht es doch normalerweise im Sport: Um Ehrgeiz, um Leistung und um Respekt.

Die TG-Meldung hingegen kommt nicht gut an. Sie sagt: Wir-vor den anderen-und der Rest interessiert uns nicht.

Das ist sehr schade – für alle anderen- aber noch viel mehr für den Sportsgeist der TG.

Und auch gegenüber den sicherlich zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die alles gegeben haben, um dieses sportliche Event zu organisieren.

Wer zu einem internationalen Wettkampf einlädt, hat die Pflicht, erst alle Gäste zu begrüßen, dann deren Leistungen zu würdigen und erst dann die eigenen – Bescheidenheit ist genauso Pflicht wie die Freude über den eigenen Erfolg.

Die Meldung der TG ist verständlich – jeder freut sich über den eigenen Erfolg.

Aber sie lässt den Respekt vor der Leistung der anderen vermissen.

Das ist schade.

Noch schader ist: Die TG bietet einen Rahmen, sie ist ein Verein, sie bietet Möglichkeiten – die “TG” hat allerdings noch nie irgendeinen Wettbewerb gewonnen, sondern nur deren Sportler.

Diese Einordnung lässt die TG vollkommen vermissen. “Die” TG leistet sicherlich viel und das soll man auch benennen. Aber diese Erfolge der “TG” basieren mindestens immer auf den Erfolgen ihrer Mitglieder.

Das aber ist ein grundsätzliches Problem vieler Vereine – sie nehmen sich selbst wichtiger als ihre Mitglieder.

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