Donnerstag, 17. Mai 2012

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Die dritte Frage ist beantwortet: 50,35 Prozent stimmten mit Ja, 49,65 Prozent mit Nein


Guten Tag!

Heddesheim, 27. September 2009. Die Auszählung der dritten Frage der Bürgerbefragung hat folgendes Ergebnis gebracht:

Die Prozentangaben beziehen sich auf die gültigen Stimmen.

Frage 1:
Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Heddesheim ihre Gewerbegebiete weiterentwickelt?
Ja: 74,26 Prozent, Nein: 25,74 Prozent

Frage 2:
Sie Sie dafür, dass sich die Gemeinde Heddesheim um eine Erhöhung des Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebots am Ort bemüht?
Ja: 78,19 Prozent, Nein: 21,81 Prozent

Frage 3:
Sind Sie dafür, dass der Gemeinderat das Bebauungsplanverfahren zur Ansiedlung von Pfenning Logistics im Heddesheimer Gewerbegebiet weiter betreibt?
Ja: 50,35 Prozent, Nein: 49,65 Prozent

9077 Personen waren wahlberechtigt. 5839 Personen oder 64,33 Prozent haben an der Befragung teilgenommen.

Link: Download der detaillierten Ergebnisse

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Kommentare

  1. Christian meint:

    Jetzt ist es also vollbracht und endlich ist mal greifbar wie die Stimmungslage in der Bevölkerung denn nun wirklich ist.
    Jetzt bin ich mal gespannt wie Herr Kessler diese Lage “politisch bewertet”.

  2. Alex meint:

    Was bedeutet dieses haarscharfe Ergebniss jetzt konkret?
    Sind da die Briefwählerstimmen auch schon mit eingerechnet?
    und nun???Wie geht es weiter ???

  3. wahlbeobachter meint:

    man könnte es sich ja einfach machen und sagen: eine (einfache) mehrheit in heddesheim ist FÜR pfenning! nach meinem demokratieverständnis würde ja eine einfach mehrheit ausreichen) also auf jedenfall scheint nicht – wie von der IG NEIN propagiert – der großteil der bevölkerung gegen pfenning zu sein!

    nun kann sich der gemeinderat nicht hinter dem ergebnis der befragung verstecken bzw. ist von keiner gruppierung etc. abhängig. die lager sind “fast” gleich groß und nun müssen die gemeinderäte das tun, wofür sie von uns gewählt wurden: eine entscheidung treffen!!!

    wäre das gleiche ergenbis in anderer richtung ausgefallen, dann würd eich den tenor der IG & anderer gegner schon kennen: eine klare mehrheit.

  4. naturfreund meint:

    Er wird die 40 Mehr-Stimmen als eindeutigen Auftrag an den Gemeinderat verstehen, so weiterzumachen wie bisher.

    Denn jetzt hat er ja ein Alibi für die Zukunft, niemand kann, wenn die bisherigen Befürchtungen eintreten (LKW-Verkehr, Bunkerbauten vor der Bergstrassen-Silouette, ihm etwas vorwerfen, er hat ja nur den Bürgerwillen durchgesetzt.

    Bedenken sollte er aber, dass durch die Gemeinde weiterhin eine Trennungslinie geht, Gegner und Befürworter sind ein gleich großes Lager, das Zusammenleben in Heddesheim wird nicht besser werden.

    Eher werden die Fronten sich verhärten. Hier sollte sich der ganze Gemeinderat mal erinnern an das Ergebnis der Gemeinderatswahl, bei der die Stimmenverluste ein Ergebnis der Haltung zur Ansiedlungsfrage war.

  5. So ises meint:

    Dieses Ergebnis zeigt mehr als deutlich wie sehr Heddesheim durch die Frage “Pfenning” in zwei Lager geteilt ist, nicht nur sprichwörtlich. Das spiegelt das Ergebnis der Wahl mehr als deutlich wieder. Jeder spürt dies seit Monaten. Dieser Tatsache sollte bei der Bewertung des Ergebnisses im Gemeinderat höchste Beachtung zukommen. Wie viel ist uns der “innere” Frieden in der Gemeinde wert?! Sollte der nicht über den Interessen eines Investors stehen??????
    Für mich eine sehr zentrale Frage die nicht einfach abgetan werden kann!

    • wahlbeobachter meint:

      wie sollte der innere frieden erhalten bleiben, wenn pfenning abgelehnt werden sollte, obwohl 50,3% für JA stimmen??? was hat das mit den interessen des investors zu tun??? die IG NEIN & grünen wollten die befragung…jetzt haben wir das ergebnis der befragung!

  6. klein-u meint:

    Das ist ja prima.
    Dann können wir wohl davon ausgehen das die Differenz von 41 Stimmen ausreichen wird, ein “klares” Votum für die Ansiedlung von Pfenning darzustellen.
    Damit ist der Frieden in Heddesheim hoffentlich wieder eingekehrt.

  7. Heddesheimer meint:

    Ich sehe hier folgenden Kompromiss, eine Weiterentwicklung des Gewerbegebietes mit neuer Ausrichtung.

    • So ises meint:

      Dies ist eine Weichenstellung, die sehr wohl zu überdenken wäre; zukunftsweisend – aber nur dann, wenn ein klares, zum bisherigen Profil der Gemeinde passsendes Konzept im Vorfeld erstellt würde und dann die entsprechenden Investoren, allerdings mit anderer Ausrichtung und Größe als im Fall Pfenning, gefunden werden. Dazu bedarf es einer gewissen Weitsicht. Die Erstellung solcher Konzepte und die Akquisition der betreffenden Firmen erfordert Fingerspitzengefühl und den Willen zielgerichteter Veränderung.
      Andere Gemeinden und Städte in der Region können das, warum nicht Heddesheim??!!
      Die Voraussetzungen dafür hätten wir. Man muss sie nur richtig nutzen. Das ist bisher nicht passiert. Man ließ alles nur passieren und sprang immer auch den nächst besten Zug auf, der vorbeifuhr.

      Noch besteht die Chance dies zu ändern. Hoffen wir auf die Weitsicht, aber auch die Einsicht des Gemeinderates und dessen Vorsitzenden. Das eindeutige Ergebnis weder FÜR noch GEGEN lässt diesesr Vorgehensweise breiten Raum. Und Heddesheim die Hoffnung auf eine sichere Zukunft.

  8. Tommes meint:

    Die Stimmung in Heddesheim ist und bleibt vergiftet. Der Graben der durch die Bevölkerung geht, zeigt das Ergebnis der Bürgerbefragung auf bezeichnende Weise. Man kann jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Der Gemeinde mit seinen gewählten Vertretern im Gemeinderat und dem Bürgermeister stehen wahrlich schwere Zeiten bevor. Es bleibt allen viel Kraft und Umsicht zu wünschen, damit Heddesheim das bleibt, was hoffentlich allen am Herzen liegt … eine Gemeinde, die lebenswert bleibt. Die nicht zum Industriestandort oder zum Durchgangsort für LKW´s verkommt.

  9. Hermanns meint:

    @ so ises:

    Bei welchem Ergebnis wäre denn der “innere Frieden” nicht ein zu beachtendes Gut gewesen?
    Wo liegt die Grenze 60/40, 70/30 …
    Die Wahl idt geheim und ich habe nicht von einer Spaltung gemerkt.

    @ klein-u:

    Es sind 41 stimmen, auch diese zählen!
    Das ist “gelebte Demokratie”, um ein Zitat aus einem Leserbrief des 5. Flyers der IG zu nennen.

    @ Heddesheimer:

    Ich sehe hier folgenden Kompromiss, eine Weiterentwicklung des Gewerbegebiets mit der geplanten Ausrichtung und in Kooperation mit pfenning.
    Es wäre doch sinnlos erst den Bürger abstimmen zu lassen und wenn das Ergebnis dann knapp ist einen Kompromiss zu suchen.
    Auch ein knappes Ergebnis ist ein Ergebnis.
    Im Übrigen wirft dies die Frage auf, was ist knapp!? (siehe “@ so ises”)

    Dann hoffen wir das der Bürgerwille verantwortungsvoll umgesetzt wird!

  10. Mündiger Wähler meint:

    Eine schallende Ohrfeige für die Interessengemeinschaft, die sich mit ihren Hochglanzblättchen schon auf der Gewinnerstraße gesehen hat.

    Wäre das Ergebnis anders herum ausgegangen, würde die IG das als ein klares Votum gegen die Ansiedlung werten. Somit ist es legitim, dass die andere Seite dies jetzt auch tut. Das Votum ist FÜR eine Ansiedlung! Und für die Gegner wäre das Ergebnis selbst mit 99% zu einem Prozent zu knapp, da es ihnen nicht in den Kram passt. Und das, obwohl die breite Bevölkerung durch die Bombardierung mit Flugblättchen nachweislich vergrätzt wurde. Die Gegner waren sicher ALLE an der Urne!

    Die Wahlkämpfe sind vorüber. Ich kann nur hoffen, dass jetzt auch die Politiker die Bandagen abnehmen und der IG endlich Paroli bieten.

    • linde meint:

      Sie müssen ja einen ganz schönen Zorn auf die IG haben, dabei übersehen sie aber, daß ein Ergebnis von knapp 50% ein sehr gutes Ergebnis ist, daß ohne die Suggestivfragen, die vorweg gestellt wurden und der Behinderung der IG-Arbeit, allen voran der BM und einem Teil des GR, sehr wahrscheinlich höher ausgefallen wäre.
      Auch die Bürger, die Angst vor Repressalien hatten und zu Hause blieben, ( siehe KLage gegen Karnasch )hätten gegen Pfenning gestimmt; somit können sie davon ausgehen, daß alle Befürworter bei der Wahl waren, denn die hatten ja nichts zu befürchten.
      Die Politiker und Befürworter haben im Vorfeld schon lange die Bandagen abgenommen; jedenfalls wurde von den Pfenning-Gegnern niemand genötigt oder bedroht, wie das von zwar wenigen aber doch von Befürwortern geschehen ist.
      Von einer schallenden Ohrfeige kann also in diesem Fall keine Rede sein.
      Der BM und GR wären also gut beraten, das Gewerbegebiet behutsam weiterzuentwickeln aber das bitteschön ohne einen Tarifflüchtling.

  11. aqualung meint:

    Natürlich ist dieses fast Halbe-Halbe der dritten Frage für sich allein kein klares Votum an dem sich der Gemeinderat orientieren könnte.
    Allerdings muss man die dritte Frage meiner Meinung nach im Zusammenhang mit den viel gescholtenen („depperten“) ersten beiden Fragen bewerten.
    (Ich hab mich eh schon gefragt wie der Kuhn sich eigentlich erdreisten kann so was zu sagen? Die Fragen sind von unseren Gemeinderat ausgearbeitet und er hat sich da eigentlich herauszuhalten. Aber das nur nebenbei!)
    Sieht man die 3 Fragen im Ganzen sind doch die meisten Bürger im Prinzip dafür, weitere Ansiedlungen, auch von der Fa. Pfenning, im Gewerbegebiet zuzulassen.
    Weiter sollte man, aber das jetzt rein hypothetisch, davon ausgehen dass es viele Wähler gibt die für eine Pfenning Ansiedlung sind, sich aber nicht an der Befragung beteiligt haben (ich nenne es mal Wahlfaul). Die Gegner der Ansiedlung haben wohl alle die Befragung mitgemacht, sie sind ja auch schon lange Zeit mobilisiert worden.
    Vor diesem Hintergrund kann der Gemeinderat, finde ich, eigentlich nur noch einer Ansiedlung der Fa. Pfenning zustimmen.
    Ich bin nur gespannt wie die Grünen und die anderen Gegner im Gemeinderat ihre ja schon vorher angekündigte Ablehnung dann begründen werden!

    • sabiland meint:

      Pardon, wahlfaul ist ja wohl komplett geloost. Wer nicht wählt, hat gehabt. Die Nichtwähler jetzt in die Rubrik für Pfenning zu schieben widerspricht meinem demokratischen Grundverständnis. Wer nicht zur Wahl geht, hat auch nicht mitzureden. Ich möchte nicht in der Haut von unserem Bürgermeister stecken, denn der Riss in dieser Gemeinde ist an dem heutigen Abend nur überdeutlich geworden.

  12. ja wie jetzt? meint:

    Die Fragen wurden nicht vom Gemeidnerat ausgearbeitet sondern von der Verwaltung vorgegeben.

    Die Mehrheit des Gemeinderates war lediglich nicht souverän genug, die ersten beiden Fragen abzulehnen oder zu streichen.

    Im Gegenteil. Der Versuch einer Fraktion, die entscheidende dritte Frage wenigstens an die erste Stelle zu plazieren wurde auch von der Mehrheit des Gemeiderates abgelehnt.

    Der Mechanismus mit den beiden sogenannten „Lenkungsfragen“, bei denen ein eindeutiges Ja auf die ersten beiden Fragen zu erwarten ist und mit dieser Hinlenkung auch bei der dritten Frage ein ja erreicht werden soll, ist aus der Werbung bekannt.

    So wie der Mehrheit des Gemeinderates der politische Wille zu einer angemessenen Beteiligung der Bürger über einen Bürgerentscheid fehlte, so wenig traute er seiner eigenen Argumentationsbasis und griff zu einem plumpen Versuch der Manipulation.

    Offensichtlich war gar nicht beabsichtigt, die entscheidende Frage den Bürgern in fairer und wertneutraler Art und Weise zur Abstimmung zu geben.

    Die Absicht ging auf. Aber nicht völlig. Trotz des offensichtlichen Versuches der Einflußnahme haben von den 64% der Bürger, die an der Befragung teilgenommen haben, fast die Hälfte mit Ja aber die andere Hälfte mit Nein gestimmt. Fast die Hälfte? Zum fifty fifty fehlten nur 20 Stimmen.

    Ein eindeutiges Ergebnis? Weit davon. Die Fragensteller müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es denn ausgegangen wäre, wenn sie sich getraut hätten, die Frage zum pro oder contra Pfenning alleine zu stellen.

    Ein eindeutiges Ergebnis? Ja, ein eindeutiges Ergebnis. Trotz der depperten Fragen und trotz des Manipulationsversuches sind die Hälfte der Befragten gegen Pfenning.

    Wie wäre es ausgegangen, wenn nur über die eine Frage abgestimmt worden wäre? Das ist die Frage, die sich der Gemeinderat stellen muß. Besonders diejenigen, die großes Interesse hatten, die depperten Fragen in der Reihenfolge genaus so zu stellen weil sie sich davon einen Vorteil versprochen haben.

    Einen unfairen Vorteil.

    Was damit erreicht wurde, ist jedoch, daß 0,7% Unterschied zwischen ja und nein doch sehr dafür sprechen, die Finger von Pfenning zu lassen.

  13. S.Schmidt meint:

    Eine hauchdünne Mehrheit!

    Das Ergebnis ist zu respektieren!

    Jetzt will ich mal sehen was der Gemeinderat damit macht !

    Die Riß in der Gemeinde wird aber bestehen bleiben !

    Und die Aktivitäten des Gemeinderates werden sicherlich zukünftig mit Argusaugen beobachtet.

    So sehe ich das !

  14. Lina meint:

    Ich bin stolz auf FAST DIE HÄLFTE aller Heddesheimer (auch wenn nicht alle wählen durften), die GEGEN noch mehr logistische Unternehmen in unserem Gewerbegebiet und GEGEN noch mehr LKW-Verkehr durch Heddesheim sind !

    Auch wenn es jetzt FÜR Pfenning ausgegangen ist (zwar seeeehr knapp, aber eben FÜR), finde ich, brauchte es endlich mal so eine Situation in Heddesheim, damit auch der Gemeinderat und unser Bürgermeister erfahren konnten, dass sie’s mit mündigen Bürgern in Heddesheim zu tun haben.

    SEHR GUT !

  15. Hermanns meint:

    So ein “Riss” in der Gemeinde oder die “Spaltung” in zwei Lager, kann auch durch das ständige Beschwören hochstilisiert werden.

    Es täte allen Beteiligten gut die Meinung des anderen zu respektieren.

    Man kann anderer Meinung sein, aber trotzdem im gleichen Sportverein oder Nachbar sein. Wer dies anders sieht und journalistisch Fronten beschwört, der hat ein falsches Verständnis von Demokratie.

    Nun kann es voran gehen … ich freue mich auf Heddesheim!

  16. ja wie jetzt? meint:

    Die Fragen wurden nicht vom Gemeidnerat ausgearbeitet sondern von der Verwaltung vorgegeben.

    Die Mehrheit des Gemeinderates war lediglich nicht souverän genug, die ersten beiden Fragen abzulehnen oder zu streichen.

    Im Gegenteil. Der Versuch einer Fraktion, die entscheidende dritte Frage wenigstens an die erste Stelle zu plazieren wurde auch von der Mehrheit des Gemeiderates abgelehnt.

    Der Mechanismus mit den beiden sogenannten „Lenkungsfragen“, bei denen ein eindeutiges Ja auf die ersten beiden Fragen zu erwarten ist und mit dieser Hinlenkung auch bei der dritten Frage ein weiteres „ja“ erreicht werden soll, ist aus der Werbung bekannt.

    So wie der Mehrheit des Gemeinderates der politische Wille zu einer angemessenen Beteiligung der Bürger über einen Bürgerentscheid fehlte, so wenig traute er seiner eigenen Argumentationsbasis und folgte einem plumpen Versuch der Manipulation.

    Offensichtlich war gar nicht beabsichtigt, die entscheidende Frage den Bürgern in fairer und wertneutraler Art und Weise zur Abstimmung zu stellen.

    Die Absicht ging auf. Aber nicht völlig. Trotz des offensichtlichen Versuches der Einflußnahme haben von den 64% der Bürger, die an der Befragung teilgenommen haben, fast die Hälfte mit Ja aber die andere Hälfte mit Nein gestimmt.

    Ein eindeutiges Ergebnis? Weit davon. Die Fragensteller müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es denn ausgegangen wäre, wenn sie sich getraut hätten, die Frage zum pro oder contra Pfenning alleine zu stellen.

    Ein eindeutiges Ergebnis? Ja, ein eindeutiges Ergebnis. Trotz der depperten Fragen und trotz des Manipulationsversuches sind die Hälfte der Befragten gegen Pfenning.

    Wie wäre es ausgegangen, wenn nur über die eine Frage abgestimmt worden wäre? Das ist die Frage, die sich der Gemeinderat stellen lassen muß. Besonders diejenigen, die großes Interesse hatten, die depperten Fragen in der Reihenfolge genaus so zu stellen weil sie sich davon einen Vorteil versprochen haben.

    Einen unfairen Vorteil.

    Was damit erreicht wurde, ist jedoch, daß bloße 0,7% Unterschied zwischen ja und nein doch sehr dafür sprechen, die Finger von Pfenning zu lassen.

  17. Kommentar eines Erstwählers meint:

    Ich denke das Ergebniss zeigt, dass nicht alle Heddesheimer, wie von “Nein zu Pfenning” ja so oft dargestellt, gegen das Pfenning Projekt sind. Im Gegenteil, da ich davon ausgehen das “IG Nein zu Pfenning” all seine Anhänger mobilisieren konnte und die Wahl nur eine Wahlbeteiligung von ca 65% hatte, gehe ich davon aus das der Rest der Wahlberechtigten, welche sich enthalten haben, entweder eine neutrale oder sogar positive Haltung zu dem Pfenning Projekt hat.

    Auch die ca 22% der Wähler die bei Frage 2 für “Nein” gestimmt haben kann ich mir nicht erklären. Auch wenn diese Frage den Anschein machte, dass sie lediglich ein “Ja” auf Frage 3 herbeiführen sollte, ist es doch das Interesse eines jeden Bürger Ausbildungs- nd Arbeitsplätze zu schaffen. Ein stimmen für nein erscheint mir hier also als ein Werk der “Nein zu Pfenning” Hardliner.

    Ich denke eine Ansiedelung von Pfenning würde Heddesheim immense finanzielle Vorteile und geringe Nachteile bringen und ist daher weiter zu betreiben.

    • dasheddesheimblog meint:

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.
      Sie sind offensichtlich für die Pfenning-Ansiedlung – das ist auch in Ordnung, wenn das Ihre Meinung ist.
      Sie sollten aber vermeiden, falsche Behauptungen aufzustellen. Soweit uns bekannt, hat die IG neinzupfenning nie behauptet, dass “alle Heddesheimer” gegen Pfenning sind.
      Weiter gehen Sie davon aus, dass die IG “all seine Anhänger mobilisieren konnte”. Wieso gehen Sie nicht davon aus, dass für die Befürworter dasselbe gilt?
      Dann schreiben Sie, “nur eine Wahlbeteiligung von ca. 65%”. Hier sind gleich zwei Sachen falsch. 65% ist eine gute Beteiligung und es war keine Wahl, sondern eine nicht-bindende Bürgerbefragung.
      Woraus schließen Sie, dass der Rest “eine neutrale oder sogar positive Haltung” hat? Wahrscheinlicher ist, dass es dem Rest schlichtweg nur egal ist – der “Rest” also gut ein Drittel der Teilnahmeberechtigten also weder positiv, noch negativ, noch neutral (auch neutral ist eine Haltung) eingestellt ist.
      Die Ergebnisse der ersten beiden Fragen könnten darauf beruhen, dass es Mitbürger gibt, die keine weitere Flächenversiegelung wollen (Frage 1) und lieber in einer Wohn- als Arbeitsgemeinde leben (Frage 2). Beide Einstellungen müssen nicht zwingend direkt mit der IG zu tun haben – oder glauben Sie im Ernst, dass die IG rund 1.200 “Hardliner” hat?
      Wenn Sie an “immense finanzielle Vorteile denken”, sollten Sie das in Kenntnis der Faktenlage machen. Der “Pfenning”-Geschäftsführer Uwe Nitzinger hat konkrete Zahlen genannt:(Die Aussage finden Sie nach ca. 40 Sekunden im zweiten Video in diesem Artikel.) 1,8 Millionen, die der Gewerbesteuer unterliegen. Das macht 200.000 Euro Gewerbesteuer an die Gemeinde, also ein Zehntel dessen, was das bisherige Gewerbegebiet nachweislich jährlich zahlt. Auch über mögliche und tatsächliche Nachteile finden Sie hier im heddesheimblog viele recherchierte Informationen.

      Noch mal zum Anfang zurück: Sie können jede Meinung haben, aber statt Behauptungen aufzustellen, sollten Sie darauf achten, dass Sie lieber mit Fakten argumentieren.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

  18. linde meint:

    Hallo

    Der Bürgermeister und Gemeinderat haben ja auch eine moralische Verantwortung .Der Gemeindefrieden ist mit diesem Ergebnis nicht zu erwarten.Herr Kessler kann dieses Ergebnis nicht auf sich ruhen lassen,denn Heddesheim mit seinen Bürgern liegen ihm bestimmt mehr am Herzen,als die Firma Pfenning, die sich mit Sicherheit nicht mehr an ihre Versprechen erinnern kann.
    Wenn die Aktion des Ehemannes von Frau Brechtel gegen die Presse ohne öffentliche Entschuldigung bleibt, spiegelt sich darin das demokratische Verständnis dieses Ehepaares wider und es wird allerhöchste Zeit für Frau Brechtel, von dem verantwortungsvollen Posten der Bürgermeister-Stellvertreterin zurückzutreten.

  19. enaa65 meint:

    Die IGNeinzuPfenning outet sich als ganz, ganz schlechter Verlierer und bestärkt mich aus der Beobachtung der gesamten IG-Kampagne in meiner Annahme, dass die Dinge von Anfang an nicht wirklich zu Ende gedacht wurden und bedeutend mehr Eigennutz einzelner Initiatoren und Anhänger als Gemeinnutz dahinter steckte.

    Nach wie vor betrachte ich die Art und Weise der Bürgerbefragung, was die Fragestellung und die Tatsache, dass die Befragung an das Kommunalwahlrecht gekoppelt wurde und somit Heddesheimer Bürger ausschließt, deren Herkunftsland nicht EU-angehörig ist (was hat das mit Europa zu tun???), sehr kritisch. Ich kommentierte das bereits — übrigens ohne dass da auch nur ein “Kämpfer für die Bürger” irgendwie im Leisesten darauf eingegangen wäre, geschweige denn mich darüber aufgeklärt hätte, warum das so ist.

    Dennoch: Die Würfel sind gefallen, die Bürgerstimmen ausgezählt, das Ergebnis ist in bestem demokratischen Sinne zu akzeptieren. Aufrufe wie “Wir kämpfen weiter!” und dergleichen stellen für mich die IGNeinzuPfenning-Anhänger komplett ins Aus und lassen mich die Ernsthaftigkeit der Initiative bezweifeln. Das ist im Übrigen schlecht für eventuelle zukünftige Bürgerinitiativen.

    • Leserin E. meint:

      Ich verstehe nicht, wieso die IGNeinzupfenning “ein ganz, ganz schlechter Verlierer” sein soll.
      Eine Differenz von 0,7 % ist so knapp, dass ich es vermessen finde von “verlieren” oder “gewinnen” zu sprechen.
      Tatsache ist, dass die Hälfte der Teilnehmer der Bürgerbefragung gegen Pfenning gestimmt hat, die 30 oder 40 Stimmen reissen es da doch wirklich nicht raus.
      Wer da jubelt, weil er sich als Befürworter der Ansiedlung auf der Seite der “Gewinner” sieht, der hat meiner Meinung nach nicht begriffen, dass es erstens keine Wahl war, sondern lediglich ein Stimmungsbild, das aufzeigen soll, was die Bevölkerung will. Und die ist geteilter Ansicht, nach wie vor und deutlicher denn je. Es handelt sich keineswegs um “ein paar Hanseln” oder um einige wenige Spinner, die aus Eigennutz die Ansiedlung von Pfenning verhindern wollen, das hat diese Bürgerbefragung gezeigt.
      Das sollte der Gemeinderat bedenken, wenn er über die Ansiedlung abstimmt.
      Und selbstverständlich geben die Gegner der Ansiedlung nicht auf. Es handelt sich schliesslich nicht um ein Spiel, sondern um bitteren Ernst, um die Zukunft der Bürger und deren Lebensqualität. Ein Großkonzern wie Pfenning wird auf das politische wie gesellschaftliche Leben in Heddesheim einen sehr viel größeren und meiner Meinung nach gefährlicheren Einfluss nehmen, als es gut für einen kleinen Ort wie Heddesheim sein kann.
      Ist Pfenning aber erst einmal da, gibt es kein Zurück mehr. Dann müssen wir damit leben, mit allen Konsequenzen und allen Auswüchsen, die sich daraus ergeben.
      Deshalb wünsche ich mir, dass der Gemeinderat weise entscheidet und die Befürchtungen, Ängste und nicht zuletzt die wohldurchdachten Argumente der Hälfte der Bevölkerung nicht einfach vom Tisch wischt.
      Pfenning ist das einfach nicht wert.

  20. handdrauf meint:

    Hallo,

    wenn man es ganz genau nimmt, gibt es bei dieser Sache keinen Gewinner, weder die Gegner noch die Befürworter und ganz sicher nicht der BM oder die Gemeinderäte in deren Haut ich nun nicht stecken möchte.
    Wäre diese Sache als Bürgerentscheid gelaufen, hätte sich das ganze erledigt und wäre vom Tisch.
    Was passiert eigentlich wenn jetzt viele von den “paar Hanseln” ihre Firmenhauptsitze in eine andere Stadt/Gemeinde verlegen? Oder auch viele Einwohner wegziehen bzw. ihren Erstwohnsitz verlegen? Dann kann die Gemeinde die 200.000,- Euro (wenn sie denn wirklich kommen) sehr gut gebrauchen und zwar zum Löcher stopfen, denn die Verluste sind dann wahrscheinlich höher.
    Ich hoffe der BM und die Gemeinderäte gehen nochmal in sich und überdenken ihre Entscheidung sehr genau.
    Für mich gilt, wenn Pfenning kommt ist der Immobilienmarkt außerhalb Heddesheims für mich sehr interessant.
    Viele Grüsse

  21. enaa65 meint:

    @ leserin E.

    Ich zitiere frei aus einem vorangegangenen Kommentar eines Schreibers: Eine knappe Mehrheit ist auch eine Mehrheit! Ob die nun als Stimmungsbild oder Wahl – und jetzt reite ich wieder darauf herum: Wenn es keine Wahl war, warum hatte keiner etwas dagegen, dass die Befragung an das EU-Kommunlawahlrecht gebunden war? — bezeichnet wird, ist doch letzten Endes irrelevant. Für den Gemeindefrieden wäre es jetzt zuträglicher, konstruktiv in weitere Gespräche zu gehen, durchaus mit einem wachen Auge auf die Abpsrachen und Verträge, die man aufgrund der starken Lobby sicher in den zur Debatte stehenden Punkten einsehen kann. Dafür könnte sich die IGNzPf jetzt stark machen und nicht mit weiterer Stimmungsmache — und bitte nicht mit Hochglanzflugblättern in teurer, ökologisch komplett unsinniger Art und Weise. Eine Infoseite im Gemeindeblatt und sachliche Darstellungen hier auf dem heddesheimblog erfüllen da sicher einen guten Zweck.

    Übrigens hatte ich in einem vorigen, älteren Kommentar den Ausdruck “die paar Hanseln”, der wie es scheint, daraus zitiert ist, in ironischem Zusammenhang mit der Tatsache benutzt, dass nicht alle Bürger die Befragung mitmachen durften und nicht einmal die Bürgerbewegung IGNzPf das in Frage gestellt hat (s. auch Einwand oben in der Frage Wahl oder nicht Wahl). Dass ich an der Stelle nun auch noch Ironie erklären muss, ist um so bitterer.

  22. Heddesheimer meint:

    @enaa65

    Ich würde es nicht befürworten dass die Ig sich jetzt Instrumentalisieren lässt für diese Sache.

    Es hat sich nichts an meiner Meinung geändert, das ich für unsere jugendliche die in das Berufsleben eintauchen weiterhin für wichtig halte dass sie eine Vielfalt an berufen von uns erhält.
    Die zahl von 4 finde ich Augenwischerei und ist rein PR da sie bei einer anderen Entwicklung ganz klar auch erreicht wird.

    Wie wir auch erfahren haben ist auf der gleichen Fläche bei einen kleinteiligen Entwicklung auch mit erheblich besseren Steuereinnahmen zu rechnen.

    Die IG hat ihren teil während dem ganzen Prozess ihren teil beigetragen.

    Es ist auch zu sehen das für ein klares Votum trotz der deutlichen Zustimmung der ersten beiden fragen, der letzten frage die stimmen ausgehen. Das halte ich für beachtlich.

    Ich finde kein Argument das dafür spricht was man nicht anderes auch erreichen könnte, und bin daher überzeugt gegen dieses Projekt.

  23. Kommentar eines Erstwählers meint:

    Zu der Unterstellung von “dasheddesheimblog” ,ich würde nicht mit Fakten Argumentieren.
    Vollkommen richtig. Wie man vielleicht an Aussagen wie “da ich davon ausgehen” und “erscheint mir hier” entnehmen kann handelt es sich bei meinen Aussagen um Vermutungen.

    Das es eine nicht-bindende-Bürgerbefragung war ist mir durchaus klar, nichts desto trotz kann man hier doch das Wort “Wahlbeteiligung” gebrauchen, ich denke jeder wird verstehen was ich meine. Aber selbstverständlich kann ich in Zukunft auch von der “Beteiligung an der Bürgerbefragung” reden.

    Zu der Frage wie ich darauf komme ,dass die Pfenning Gegner wohl alle bei der nicht-bindenden-Bürgerbefragung abgestimmt haben. Da es den Pfenning Gegner sehr wichtig ist das Pfenning Projekt zu verhindern, sei es wegen LKWs im Ortskern oder einem Logistikunternehmen direkt vor der Haustür, gehe ich davon aus, dass diese wohl mit größter Warscheinlichkeit an der Wahl teilgenommen haben. (ich weiße hier darauf hin das dies nur eine Vermutung ist welche auf keinen Fakten gründet)

    Auf meine Vermutung hin ,dass die Leute welche nicht an der Bürgerbefragung teilgenommen haben neutral oder sogar positiv gegenüber Pfenning eingestellt sind antworteten sie ,dass es den Meisten wohl egal wäre. Unter neutral versteht man im Allgemeinen Menschen ,die sich zu keine Konfliktpartei bekennen, also sind neutrale Menschen in meinen Augen Menschen, wie Sie es nannten, denen es “egal” ist.

    Unter anderem sagen Sie: “dass es Mitbürger gibt, die keine weitere Flächenversiegelung wollen (Frage 1)”, das kann ich voll und ganz verstehen, deshalb habe ich Frage 1 auch mit keinem Wort im meinem Kommentar erwähnt. Ich kritisierte lediglich das Ergebniss bei Frage 2. Ihr Argument , dass mansche Leute lieber in einer Wohn- als Arbeitsgemeinde leben würden kann ich nicht ganz nachvollziehen. Heddesheim als Wohngemeinde würde doch erhalten bleiben, auch wenn Pfenning sich ansiedeln würde. Lediglich das Gewerbegebiet würde zuwachs bekommen und ganz neben bei erwähnt ist ein Gewerbegebiet, zumindest meiner Aufassung nach, dafür da das sich dort Gewerbe ansiedelt. Die Wohnsituation der Menschen welche im Gewerbegebiet leben wird sich denk ich schon ändern, allerdings sollte man mit weiteren Unternehmen rechnen wenn man in einem Gewerbegebiet wohnt.

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