Guten Tag!
Heddesheim, 15. September 2009
Die Nervosität steigt vor der kommenden Bürgerbefragung am 27. September 2009. Überall werden die Strippen gezogen – mit teils unfairen Mitteln. Auch hier auf dem heddesheimblog finden Manipulationsversuche von außen statt – direkt und indirekt.
Kommentar: Hardy Prothmann
Ich bin nun seit 1991 im journalistischen Geschäft – aber soviele absurde Dinge wie in den vergangenen Monaten habe ich noch nie erlebt. Ein Bürgermeister, der seine Bürger nur widerwillig und unvollständig informiert, am liebsten aber alles nicht-öffentlich verhandeln würde und seltsame Verträge schließt? Geschenkt. So etwas gibt es überall. Partei-Ortsvereine, die sich selbst in peinliche Situationen bringen? Alles schon da dagewesen. Seilschaften und Klüngel? Hat auch jeder schon mal gehört oder vielleicht erlebt.
Aber alles zusammen ist dann schon eher selten. Vor der Recherche zur geplanten “Pfenning”-Ansiedlung dachte ich, Heddesheim sei ein verschlafenes Dorf. Ein Dorf ist es, auch wenn das manchem nicht gefällt und er/sie es gerne eine bisschen größer hätte. Aber verschlafen ist Heddesheim wirklich gar nicht.
Der Bürgermeister arbeitet mit allen Tricks und Finten, die ihm einfallen, um die nachfragende und recherchierende Presse zu behindern. Drei von vier Partei-Ortsvereinen schwurbeln Woche für Woche irgendwelche Texte ins “Mitteilungsblatt”, die eigentlich nur die eigenen Begrenzungen verdeutlichen. Das Mitteilungsblatt wiederum ist nur eine dürftig produzierte Anzeigenpostille, aber dann doch wiederum plötzlich das Kampforgan als Teil der Seilschaft um die unverhohlen betriebene Einflussnahme auf die öffentliche Meinung.
Professionell bin ich von den Kollegen beim Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckar-Zeitung, dem Viernheimer Tageblatt, dem Rhein-Neckar-Fernsehen und anderen zutiefst enttäuscht. Keine Recherche, kein eigener Ansatz für eigene Geschichte in dieser Auseinandersetzung um die geplante “Pfenning”-Ansiedlung findet statt. Wie Schreibpuppen notieren Sie alles, was die Befürworter ihnen in die Feder oder ins Mikrofon diktieren.
Einigen geht es um den eigenen Geldbeutel, um Macht und Einfluss -
die Zukunft der Gemeinde ist diesen Leuten egal
Angeblich gibt es ja Befürworter der geplanten “Pfenning”-Ansiedlung. Seltsam ist nur, dass man von denen kaum etwas liest oder hört. Und wenn, dann meistens als scharf gerittene Attacken, die auf Rechtsverletzungen keine Rücksichten nehmen.
Daneben gibt es aber jede Menge Personen, die heucheln, sie befänden sich in der Entscheidungsfindung. Dabei haben sie sich schon vor langem entschieden – für den eigenen Geldbeutel, Macht und Einfluss.
Nach außen lächelt man in die Kameras und tut, als könne man niemandem was. Im Hintergrund werden die Messer gewetzt und jeder noch so miese Trick probiert, um, wenn schon nicht zu überzeugen, dann doch der anderen Seite zu schaden.
Als ein Gegner ist dabei das heddesheimblog auserkoren worden. Warum? Weil es gewissen Akteuren ihre schamlose Niederträchtigkeit vor Augen führt. Weil es Fakten feststellt und sich weder auf die Ausflüchte einlässt, noch von Drohungen beeinflussen lässt.
In ihrer engstirnigen Kurzsichtigkeit haben diese Personen aber überlesen, was das heddesheimblog von Anfang an gefordert hat: Transparenz und die Beteiligung der Bürger. Die Redaktion wird die Entscheidung der Bürger anerkennen – was sonst? Gleichzeitig wird das heddesheimblog aber weiter kritisch berichten – egal, wie die Befragung ausgeht.
Die zunehmende Öffentlichkeit ist ein großer Erfolg
Erfolge kann diese erste kurze Arbeit schon einige vorweisen: Die Bürgerbefragung, die Offenlegung des “städtebaulichen Vertrags”, die nun wenigstens irgendwie stattfindende Information der Öffentlichkeit durch das Rathaus, ein kritisches Bewusstsein bei den Bürgern und eine aktive Diskussion um die Zukunft der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen sind ein toller Erfolg – von dem alle in Heddesheim etwas haben. Auch wenn das einigen noch nicht klar ist.
Auch wenn Heddesheimer Gewerbetreibenden nahe gelegt wird, hier im heddesheimblog nicht zu werben, weil das vielleicht Nachteile für den Werbenden mit sich bringen könnte. Sie sehen: Hier wird ohne Handschuhe geboxt, indem Gewerbetreibende unter Druck gesetzt werden. Keine Sorge, wie immer kann die Redaktion auch diese Behauptung durch Fakten belegen.
Blinde Wut der Verantwortungslosen
Die blinde Wut, die dabei manche antreibt, führt dazu, dass sie immer mehr Fehler machen und ihre immer desolatere Lage nicht erkennen. Anstatt in den Spiegel zu schauen und zu überlegen, ob man sich noch leiden kann, wird durchgeladen. Ohne Sinn, ohne Verstand und ohne jegliches Verantwortungsgefühl für den Schaden, den man dabei anrichtet.
Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Bürger, die vorher vielleicht keine “so richtige” Meinung hatten, jetzt aber mehr und mehr ihre Meinung finden: Und die ist vor allem empört. Darüber, dass ihr Bürgermeister sie mit “völlig depperten” Fragen befragt, darüber, dass von den Parteien CDU, SPD und FDP so gut wie nichts zu sehen ist. Darüber, dass selbst politisch unverdächtige Vereine wie der BdS durch die Vorsitzende Nicole Kemmet und ihre Agitation in ein schlechtes Licht geraten. Darüber, dass im Ort das Mittel der Diffamierung und üblen Nachrede bei besonders verbohrten Kleingeistern zum liebsten Kommunikationsmittel wird und man das Gefühl nicht los wird, dass es keinem der Befürworter wirklich um die Zukunft von Heddesheim geht, sondern jeder nur sein Süppchen kocht.
Das Sagen haben in einer Demokratie die Bürger
Ich freue mich besonders über all die Menschen, die sich ablehnend gegenüber diesem überschaubaren Kreis derer positionieren, die denken, sie hätten “das Sagen”. Das Sagen haben in einer Demokratie immer noch die Bürger und nicht einzelne Interessenvertreter.
Und die Bürger können am 27. September 2009 bei der Bürgerbefragung sagen, was sie wollen. Davor und danach haben die Bürger aber auch hier im heddesheimblog ihre Stimme. Ob in den Kommentaren, als Leserbriefschreiber, als Autorinnen von Gastbeiträgen oder als Gesprächspartner für die Redaktion.
Das heddesheimblog berichtet für die Bürger, nicht für die anderen, denen die Bürger nur die Macht geliehen haben.















hallo,
im spiegel auf seite 167 steht ein Artikel “Merksel sagt ZDF ab und schickt Wulff” gehts dem zdf mit der merkel wie ihnen mit dem bürgermeister. nur absagen…
aber immerhin schreibt der spiegel nciht, ddass merkel bewusst das zdf nicht zu presseterminen einlädt, wie in heddesheim üblich…