Der Dialog kann also ohne die IG neinzupfenning stattfinden – sie ist nur ein Akteur unter vielen, sagt Andreas Ingerfeld, verantwortlich für die Firma IFOK, die den Dialog moderieren soll. Ist das so? Das heddesheimblog analysiert die Situation.
Die IFOk bedauert, dass die IG neinzupfenning nicht mit ihr reden will. Ist das Bedauern ernst zu nehmen? Das kann man eindeutig mit Ja beantworten, wenn man die IFOK als neutral betrachtet.
Andererseits bietet sich damit eine Chance für den Bürgermeister und die CDU und die FDP, die IG zu isolieren. Dadurch, dass sie sich verweigert, ist sie halt raus aus dem Spiel – oder vielmehr dem Dialog.
Alle drei behaupten, dass es andere Kritiker der geplanten Pfenning-Ansiedlung gibt, die mit der IG neinzupfenning nicht einverstanden sind. Auch das ein Versuch, die Bedeutung der IG zu schmälern. Aber auch diese Aussage ist wahrscheinlich zutreffend.
Tatsächlich haben aber über 1300 Heddesheimer bei der IG gegen Pfenning persönlich unterschrieben. Damit ist die IG mehr als nur eine Interessenvertretung von wenigen Gewerbetreibenden.
Andere Gruppen wie der BdS und die Kirchen sind bislang wenig in Erscheinung getreten, angeblich, weil sie keine Plattform haben und durch den Dialog eine bekommen. Ist das so?
Das ist vollkommen falsch. Der BdS hat einen Internetauftritt und kann sich jederzeit über die Presse oder eigene Veranstaltungen äußern – wenigstens zum Teil, da die IG neinzpfenning Mitglieder teilweise auch Mitglieder im BdS sind.
Und die Kirchen haben auch viele Kanäle, auf den sie sich äußern könnten. Das tun sie aber zu Recht nicht, weil die Tagespolitik nicht in ihren Aufgabenbereich fällt.
Die Bürger sollen eine Stimme bekommen – das ist der fragwürdigste Teil am Dialog. Indem man einige Bürger befragt und aus ein paar Stimmen eine Position ableiten will, begibt man sich auf dünnes Eis. Hier fehlt jede Repräsentation.
Umgekehrt wären öffentliche Bürgerversammlungen schon eher geeignet, “den” Bürger zu hören und sich beteiligen zu lassen. Der konsequenteste Weg wäre, “die” Bürger zu befragen. Dann hätte man wirklich eine aussagekräftige Position.
Was der Nachbarschaftsverband auf der Liste der “Akteure” zu suchen hat, ist schwer verständlich, außer, man sucht noch eine Stimme, um eine vermutlich positive Haltung gegenüber Pfenning einzubringen.
Warum das heddesheimblog auf der Liste steht und ein “Akteur” ist, der Mannheimer Morgen aber nicht, ist ebenfalls schwer verständlich. Beides sind Medien und beide berichten zum Thema.
Verständlich wird es, wenn man den Mannheimer Morgen nicht zu einem “Akteur” machen möchte, das heddesheimblog aber schon.
Tatsache ist aber, dass das heddesheimblog weitaus umfassender und “ergebnisoffener” berichtet als der MM, der sich durch Herrn Kessler instrumentalisieren lässt und brav berichtet, was ihm in “Exklusiv-Interviews” gesagt wird.
Mit dem heddesheimblog “spricht” Herr Kessler hingegen nur, wenn er es absolut muss. Interviewanfragen ignoriert Herr Kessler seit Wochen.
Herzig ist die Begründung der IFOK, man wolle im Dialog vorankommen und befrage auch Bürger, die ein öffentliches Gespräch nicht gewohnt seien und Nachteile für sich befürchten, wenn sie sich “exponieren”.
Die IFOK kümmert sich also tatsächlich “um den kleinen Mann”, der sonst keine Stimme bekommt – andererseits befragt sie aber die “Akteure”. Wie passt das zusammen?
Die Nicht-Öffentlichkeit des geplanten Ablaufs des Dialogs stellt nach wie vor das Problem an sich dar und wird sich in dieser Form nicht lösen lassen.
Der “Dialog” wird trotzdem stattfinden – als Instrument des Bürgermeisters und Teile des Gemeinderats ihre “Dialog-Bereitschaft” zu signalisieren und dokumentieren zu lassen.
Ob dem Bürgermeister allerdings jemand glaubt, wenn er behauptet: “Ich wollte doch mit allen reden…”, bleibt fraglich.
Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog
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Herzig ist die Begründung der IFOK, man wolle im Dialog vorankommen und befrage auch Bürger, die ein öffentliches Gespräch nicht gewohnt seien und Nachteile für sich befürchten, wenn sie sich “exponierenâ€.
Herr Bürgermeister hat Herr Herzig Recht das Bürger die sich exponieren und ihre Meinung sagen Nachteile befürchten müssen?
Bronko