Samstag, 18. Mai 2013

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TG-Vorsitzender Ewald Doll: “Sie werden nichts schreiben.”

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Januar 2010. Geht es nach dem TG-Vorsitzenden Ewald Doll, darf das heddesheimblog nichts über die Veranstaltungen der TG berichten, wie den Sportlerball vom Samstag. Die Begründung: Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung seien anwesend: “Das reicht.”

Kommentar: Hardy Prothmann

ewalddoll

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll (im blauen Hemd) macht sich beim Sängerfest hinterrücks an den Journalisten Hardy Prothmann (weiße Hose) heran und "lehnt" sich auf dessen Schultern. Foto: privat

Unser Freier Mitarbeiter Horst Pölitz besuchte am Samstag, den 16. Januar 2010 den Sportlerball der Turngemeinde Heddesheim 1891 e.V. Bürgerhaus. Es bot sich ein trauriges Bild, was die Gästezahl angeht. Nur etwas mehr als 70 Gäste besuchten die Veranstaltung des größten Heddesheimer Vereins (rund 1.500 Mitglieder).

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll wandte sich in Begleitung seines Stellvertreters Thomas Ross an unseren Mitarbeiter: ”Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung sind anwesend. Das reicht. Sie machen keine Bilder. Ich möchte auch nicht, dass etwas Negatives geschrieben wird.” Horst Pölitz sagte: “Darf ich Sie darauf hinweisen, dass mein letzter Bericht über den Männergesangsverein (MGV) über 2.500 Klicks erhalten hat? Der Verein ist jetzt deutschlandweit bekannt. Unsere Berichte sind also förderlich für die Vereine.” Ewald Doll sagte: ”Das interessiert mich nicht. Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht! Sie werden nichts schreiben!”

“Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht!” Ewald Doll

Natürlich schreibt das heddesheimblog einen solchen Vorfall auf. Unser Mitarbeiter Horst Pölitz war vor Ort, um Eindrücke zu sammeln und Bilder zu machen. Ein Bericht über einen Ball ist an sich nichts Spektakuläres. Der MM berichtet darüber typischerweise bratwurstjournalistisch.

Wir berichten ebenfalls. Unser Ansatz ist aber ein anderer: Wir dokumentieren solche Ereignisse, ohne Floskeln wie für das “leibliche Wohl war gesorgt” oder “wie jedes Jahr auch dieses Jahr” oder der langweiligen Wiedergabe von Redeinhalten, die oft dieselben Floskeln bedienen.

Weil ein Ball oder ein anderes Fest meist für gute Laune sorgt, halten wir diese mit Bildern fest – das erspart uns geschwurbelte Formulierungen. Fotostrecken “bilden” solche Ereignisse nach unserer Auffassung besser ab, als die Floskel, dass “das Tanzbein geschwungen wurde”.

Das hatten wir auch für den Sportlerball der TG geplant. Der TG-Vorsitzende Ewald Doll allerdings fand diesen Plan nicht gut und wollte unserem Mitarbeiter einen Bericht und Bilder untersagen. Ist solch ein Verhalten das, was man von einem Vereinsvorsitzenden erwarten muss? Wohl kaum. Er schadet damit der TG. Ohne Not oder auch ohne Sinn und Verstand schafft er Probleme, wo keine sind.

Als Grundlage für dieses unverständliche Verhalten muss eine persönliche Abneigung des Herrn Doll gegen das heddesheimblog angenommen werden. Anders ist dieser Ausfall nicht zu erklären, denn Herr Doll und Herr Pölitz waren sich bis zu dieser “Begegnung” nicht bekannt.

Kleinkarierte Engstirnigkeit schadet der TG.

Vielleicht ist das Verhalten des Herrn Doll aber nur Ausdruck seines persönlichen Frustes und einer massiven Überforderung. Denn es läuft nicht bei den Veranstaltungen der TG. Das Oktoberfest war mässig, die Weihnachtsfeier voll an Programm, aber mit weit weniger Gästen als erhofft. Und nun der Ball mit rund 70 Gästen – obwohl der Verein 1.500 Mitglieder hat.

Wie ein Ball in der heutigen Zeit funktionieren kann, hat der MGV vorgemacht. Rund 250 Gäste waren gekommen – trotz schlechten Wetters, sonst wären es sicherlich noch mehr gewesen. Der MGV verlangt im Gegensatz zur TG sogar Eintritt. Trotzdem kommen die Gäste. Warum? Weil die Veranstalter bis auf eine Gesangseinlage weitgehend auf andere Programmpunkte verzichtet haben, den Ball mit viel Arbeit und Liebe zum Detail ausrichten und den Ball als Ball und nicht als Vereinsfeier verstehen. Deswegen kommen viele Gäste von außerhalb.

Man muss die Zeit verstehen und seine Konzepte anpassen. Es gilt eben nicht: “Des hänn mer schun immer so gemacht…” Und man muss mit der Öffentlichkeit arbeiten und sich einem kritischen Urteil stellen, sonst lernt man nichts und kommt nicht weiter.

Man kann natürlich auch den Weg des Herrn Ewald Doll gehen und sich als pressefeindlicher Vereinsvorstand präsentieren, der sogar “Handgreiflichkeiten” nicht scheut (siehe Foto).

Doch damit schadet er seinem Verein enorm und der Arbeit von allen Mitgliedern, die gerne im und für den Verein tätig sind. Sein Verhalten ist kontraproduktiv und beweist vor allem eines, kleinkarierte Engstirnigkeit.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette.

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  • suhedd

    Lieber Herr Prothmann,

    Sie müssen doch nicht vorgeben, verwundert zu sein??!! Es liegt doch auf der Hand, welches Problem Herr Doll mit dem Heddesheimblog, Ihnen im Besonderen und somit auch mit Ihren Mitarbeitern hat. Leere Floskeln sind gerne gesehen, da unverfänglich. Zudem ist Herr Ewald ja noch der Bruder Ihres “eloquenten” Gemeinderatskollegen Dr. Josef.

    Ich lese solche Artikel, die die Verbohrtheit der alteingesessenen Heddesheimer “Prominenz” immer wieder aufs Neue aufzeigen, immer mit großem Interesse. Vielleicht erkennen auch andere bald, dass einige derer, die hier im Ort das Sagen haben, doch nicht immer die großen Vorbilder sind, die sie zu sein scheinen.

    Gruß
    suhedd

  • Argus

    Na,da wurde ja ordentlich am Nervenkostüm des Herrn D. gekratzt!
    Wenn der Verein so schlecht,wie sich D. benimmt,geführt wird,ist es wohl zukünftig nichts mehr mit Veranstaltungen dieser Art.

    Schade für die Vernünftigen in der TG !
    Sie sollten so einen Vereinsschädiger in die Wüste schicken!

  • soziales Gewissen

    Sportlerball der Turngemeinde Heddesheim 1891 e.V. (TG)

    Da habe ich doch mal beide Artikel aufmerksam gelesen mir mal so meine Gedanken gemacht..

    Vergleicht man die Besucherzahlen, so sind es im Blog mal gerade über 70. Im MM verdoppelt sich die Anzahl plötzlich. Entweder haben sich dabei 50 % versteckt, oderbeim MM sind dafür vielleicht alle Besucher 2 x durch die Zählmaschine gelaufen.
    Wäre ja schon ein Unterschied, ob ca. 9 % oder nur ca. 4 % der Vereinsmitglieder an der Veranstaltung teilnahmen. “Des einen Freud’, des and’ren Leid!” – Für den Vorsitzenden Ewald Doll war das die bedrückende Erklärung. War das die einzige Erklärung.
    Da hatten sich die Mitglieder viel Arbeit gemacht und wurden nur so mäßig mit Besuchern belohnt. Ausgeschrieben war ein Sportlerball und keine Vereinsveranstaltung mit Ehrungen. Hat man schon mal so starke und erfolgreiche Sportler im Verein, so dürfte dazu eine Ehrung in anderer Form angezeigt sein. Man sollte darüber nachdenken, dass diese Menschen auch Familien haben, die gerne an solchen Ehrungen teilnehmen würden. Vater, Mutter, Schwester oder Bruder ein erfolgreicher Sportler, wer aus der Familie freut sich da nicht. Ein Ball ist dafür wohl denkbar ungeeignet. Aber das müssen die Vorsitzenden solcher Vereine eigentlich selbst wissen. Trotzdem – Glückwunsch an die Sieger – die es verdient haben.

    Laut MM hielt sich die Anerkennung in Grenzen. Freute man sich im Verein nicht über die Leistungen oder wurde hier die Anzahl der Besucher mit den Leistungen der Sportler vermengt. Oder hat man nur die Worte falsch gewählt. Wäre schade, wenn es anders wäre.

    Und da ist er wieder, der MM-Bratwurstjounalismus: “Wer allerdings ins Bürgerhaus gekommen war, der wurde wirklich gut unterhalten. Gute – und ebenso präsentierte – Tanzmusik. Wolfgang Zeilinger von der TG-Gaststätte verköstigte die Besucher.” „Präsentierte Tanzmusik“, gutes Deutsch, da fällt mir nichts mehr ein.

    “Nach weiteren Auftritten und Ehrungen zwischendurch (also zwischen den Auftritten und den Ehrungen) konnten die Tänzer immer wieder ihrem sportlichen Hobby nachgehen.” Gab es neben dem Ball auch noch eine Sportveranstaltung?

    Es steht mir nicht zu eine Wertung abzugeben. Aber nach den Ergüssen des Schreibers habe ich einen sehr verwaschenen Eindruck vom Ball der TG Heddesheim, verbunden mit einem Schreibverbot für das Heddesheimblog.
    Vom Blog jedenfalls habe ich für mich die bessere und vermutlich richtigere Information erhalten. Dafür Danke.

  • Michael Müller

    Als ehemaliger Lokaljournalist in einer Stadt vergleichbarer Größe lese ich das Heddesheimblog immer wieder mit Interesse.

    Ich sehe zwei Probleme: Herr Prothmann übertreibt es ein wenig mit seinem Journalismus. Nicht viel, aber ein bisschen. Die Sache mit Pfenning ist gut für solche Berichterstattung. Eine kleiner Vereins-Event jedoch nicht. Manche Dinge sind halt so auf dem Dorf, die sollte man so aktzeptieren und nicht als Weltverbesserer agieren.

    Das andere Problem: Prothmann trifft dabei auf den typisch medien-unkompetenten Mitbürger, dem außer “Hau ab” und einem Anschlag auf’s Auto nichts einfällt. Ladet doch lieber den Prothmann ein, hört seine Verbesserungsvorschläge und nutzt sein Blog für eure Öffentlichkeitsarbeit.

    Prothmann sollte sich ein bisschen “entschärfen”, die Vereins-Leute sollten cooler werden: dann wäre das Blog für beide Seiten ein Gewinn.

    Und ja, ich hasse “Bratwurstjournalismus”, nachdem ich ihn lange selbst gemacht habe :-)

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.

      Aus Sicht der Redaktion gibt es keinen Unterschied zwischen der Berichterstattung über Pfenning oder der über einen Heddesheimer Verein und dessen Vorsitzenden.

      Unsere Berichterstattung hat nicht zum Ziel, “die Welt zu verbessern”, sondern nur, die Leserinnen und Leser zu informieren.
      Dabei berücksichtigen wir die Umstände und auch vorhandene oder nicht vorhandene oder vermutete “Kompetenzen”.
      Was wir ganz sicher nicht machen, ist diese Haltung einzunehmen: “Manche Dinge sind halt so… .”

      Korrigieren müssen wir definitiv Ihre unscharfe Aussage, in der Sie ein “Hau ab” mit “einem Anschlag aufs Auto” vermischen. Aus Sicht der Redaktion gibt es keinen konkreten Zusammenhang. Korrekt formuliert müsste die Aussage lauten: Die Reaktionen reichen von “Hau ab” bis zu einem “Anschlag”.

      Ihren Vorschlag haben wir bereits umgesetzt: Viele Vereine stellen uns ihre Informationen selbstverständlich zur Verfügung und sind für uns immer ansprechbar. Dafür braucht es keine Beratung, sondern einfach nur gesunden Menschenverstand.

      “Prothmann” verschärft nichts, also braucht er auch nichts “entschärfen”. Die Berichterstattung auf dem heddesheimblog hat mehrere Autoren, viele Quellen und respektiert geltendes Recht. Unsere Berichterstattung ist transparent, belegt und damit nachprüfbar.

      Wer daraus welchen “Gewinn” zieht, entscheidet jeder für sich selbst. Es gilt Artikel 5 Grundgesetz.

      Die Redaktion stellt außerdem fest, dass hinter unserem Berichten niemals eine “Hass”-Motivation besteht. Wir thematisieren “Bratwurstjournalismus” als belegbares Qualitätsproblem.

      Wir thematisieren das Verhalten eines Vereinsvorsitzenden, der seine eigene undemokratische Vorstellung von Medien hat, wie er sie sich wünscht.

      Wir führen Interviews mit Experten, wie einem Geschäftsführer der Firmengruppe “Pfenning”, der sicherlich “Ahnung” von dem hat, über das er spricht.

      Wir dokumentieren Aussagen eines Bürgermeisters, die andere als nicht korrekt bezeichnen.

      Wir berichten und kommentieren. Mehr nicht.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

    • karl dall

      Es gbit ein Problem Herr Müller: Einrichtungen wie dieses Blog hier tragen dazu bei, dass es immer weniger Leute gibt, die sich engagieren wollen. Hier werden bis auf den Bürgermeister und der Pfarrer nur ehrenamtlich tätige Leute kritisiert. Das muss erlaubt sein, aber man sollte es nicht übertreiben, genau wie Herr Müller sagt. Diese Leute engagieren sich für den Ort und stellen sich in den Dienst der Gemeinschaft …

      Das ist was anderes als wenn ich einen Bundespolitiker kritisiere. Bevor ich mir aber meinen guten Ruf durch verschiedenartige Anschuldigungen und Kritik hier im anonymen Internet schrittweise zermürben lasse, setze ich mich doch lieber auf die Couch zuhause, schaue Unterschichtenfernsehen und mache mal gar nichts. Ich denke genau das ist es auch, was hier viel Schlechtes in soloch einen Ort bringt, das sollte man auch von außen zur Kenntnis nehmen.

      Berichten ist Ok, kritisieren auch, aber es ist immer leichter, etwas zu kritisieren als selbst etwas zu tun. Und Zusammenhalt oder Seilschaften gibt es in jedem Ort. Das muss nicht per se schlecht sein, denn dann gibt es oft auch ein reges Vereinsleben und es bewegt sich was.

      • dasheddesheimblog

        Guten Tag!

        Danke für Ihren Beitrag.

        Wir weisen Sie daraufhin, dass dieser Kommentar der letzte sein wird, den wir unter Ihrem Pseudonym “Karl Dall” veröffentlichen werden, weil Sie Behauptungen aufstellen, die nicht zutreffen und Kritik üben, ohne diese zu belegen.

        Es ist nicht zutreffend, dass hier bis auf die hauptamtlich tätigen BM und Pfarrer nur ehrenamtlich tätige Bürger kritisiert werden. Ganz im Gegenteil stellen die meisten Berichte das Heddesheimer Vereinsleben positiv dar: Ob Turniere, Feste oder Hintergrundberichte.
        Die Redaktion berichtet zutreffend und immer kritisch: Dass heißt, wir berichten (negativ) kritisch über das untragbare Verhalten eines Herrn Doll und wir berichten (positiv) kritisch über den Ball des MGV oder die Arbeit des Vogelvereins. Positive und negative Kritik belegen wir mit Fakten.
        Darüber hinaus berichten wir ebenso (positiv) kritisch über den Empfang der Neubürger durch den Bürgermeister oder den Appell der Kirchen zum Dorffrieden, wie (negativ) kritisch über unzutreffende Angaben durch den Bürgermeister zur Umleitungsbeschilderung.

        Ihre These, dass diese Berichterstattung dazu führt, dass “es immer weniger Leute gibt, die sich engagieren wollen”, ist, mit Verlaub, nicht nachvollziehbar.

        Sie passt aber in den Kontext Ihrer Sicht auf die Mitbürger, die Sie offensichtlich als “Unterschicht” erkennen, wenn diese nicht ehrenamtlich tätig sind und damit “Schlechtes in den Ort bringen”.

        Darüber hinaus kritisieren Sie das Internet als “anonym” und schreiben selbst unter Pseudonym. Dem muss man nichts hinzufügen.

        Einen schönen Tag wünscht
        Das heddesheimblog

  • TJ

    Pressefreiheit ist für mich ein Ausdruck der Demokratie und fest mit ihr verbunden. Vielleicht sollte Herr Doll seinen Bruder fragen für was eigentlich das “D” in CDU steht und was es bedeutet…