Sonntag, 19. Mai 2013

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Leicht zu verstehen – schwer zu widerlegen

 

Ein neuer Flyer der Interessengemeinschaft neinzupfenning setzt Bürgermeister Kessler sowie CDU, SPD und FDP unter Druck

Kommentar: Hardy Prothmann

Herr Kessler befindet sich weiterhin in Not.

Vielleicht in noch größerer als zuvor. Der erste Flyer der Interessengemeinschaft neinzupfenning (IG) war sehr populistisch aufgemacht und arbeitete mit vagen Annahmen, was die IG so begrĂĽndet: “Wir hatten fast keine Informationen.”

Beispielsweise wurden zwei Zahlen genannt, die Herr Kessler in einem 6-seitigen Konvolut im Mitteilungsblatt Nummer 19 (Klick öffnet PDF-Dokument) mehrfach staatstragend, aber sicherlich mit Genuss als “widerlegt” bezeichnete: 80.000 Lkw pro Jahr wĂĽrden durch Heddesheim fahren und das wären 220 Lkw pro Tag, mutmaĂźte die IG. Kesslers Credo lautete in seinem Text mehrfach: “Falsche Zahlen widerlegt.” Sein Beweis: “vorläufige Gutachten”.
Auf diese stützten sich bislang auch die CDU, die SPD und die FDP, die nunmehr zusammen mit Herrn Kessler in Erklärungsnot geraten dürften.

“Echte Zahlen – vage Annahmen”

Die IG hat den SpieĂź nun umgedreht: In einer Vergleichstabelle präsentiert sie die “echten Zahlen” des Herrn Kessler und kontrastiert sie mit den “vagen Annahmen”, die ebenfalls von Herrn Kessler genannt werden: “könnte”, “vorrausichtlich”, “möglich”.

Die “echten” Zahlen, also die des Herrn Kessler lauten: “die somit verbleibende, rechnerische Belastung fĂĽhrt zu durchschnittlich 1-2, saisonal auch 3 Lkw-Bewegungen (Bewegung = Fahrten, d. Red.) pro Stunde auf der RingstraĂźe”.
Die IG hat diese Zahlen “nachgerechnet” und ĂĽbersetzt: “… sind das 21.600 Lkw (pro Jahr, d. Red.) allein auf der RingstraĂźe. Die Lkw, die durch den Ort fahren, noch nicht mitgezählt.”

ZurĂĽck zur Sache!

Der Mannheimer Morgen, changierend zwischen staatstragender Berichterstattung und dem zaghaften BemĂĽhen um kritischen Journalismus, (bei gleichzeitig minimalem Rechercheaufwand) forderte jĂĽngst ein vehementes “ZurĂĽck zur Sache, bitte!”.

Genau das macht der Flyer: Er fordert den Einstieg in die Sachdiskussion, bietet und fordert Transparenz. Kritische Heddesheimer werden ihn genau studieren und sich ihre Gedanken machen.

Man darf gespannt sein, wie Herr Kessler mit dem neuen Flyer umgeht. Versucht er erneut, die “Zahlen der IG eindeutig” zu widerlegen, widerlegt er sich selbst, denn es sind seine Zahlen.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette.

  • Cest ca

    Finden Sie? Sehen Sie selbst:

    3 Bewegungen/Std. bedeutet 72 LKW am Tag, bei einem derzeitigen werktäglichen Verkehrsaufkommen von 17.000 Fahrzeugen am Tag werden wir das vermutlich nicht einmal wahrnehmen.

    Ständig wird von der ausbeuterischen Firma Pfenning gesprochen, ergo werden deren Mitarbeiter froh sein wenn, sie im Zuge der Verlagerung aus dem Sklavendienst entkommen können. Daher werden 500 neue Stellen ausgeschrieben werden. Oder wollen diese Mitarbeiter dem Tarifflüchtling etwa folgen?

    Denk‘ ich an Heddesheim, denke ich derzeit an Edeka, sieht sogar der, der nur auf der A5 vorbeifährt. Hatte ich bis dato ein Problem damit? NEIN

    Geheim sind Steuereinnahmen der Gemeinde, oder mögen die bereits ansässigen Unternehmen ihre Zahlungen offenlegen.

    Wie viele Arbeitsplätze werden von den derzeit in Heddesheim ansässigen Unternehmen garantiert? Wie viele Auszubildenden haben die entsprechenden Betriebe?

    Die Erschließungskosten werden zu großen Teilen von der Investorengruppe übernommen. Das Saldo von Plus-2-Millionen hat diesen Betrag bereits berechnet, daher Saldo! (Damit wäre der Bürgermeister der 2-Millionen-Euro-Kessler und nicht der der 100-Millionen, wie Herr Prothmann am 21.04.09 fragte)

    Das Bauträger Objekte in der Größenordnung realisieren hat in bisherigen Bebauungen, wie „In den Gänsgräben“ niemanden gestört, abgesehen von den örtlichen Handwerkern vielleicht.

    Den Ausblick vom Gewerbegebiet her als „einzig attraktiven“ zu bezeichnen halte ich für Vermessen und wird den anderen Ausblicken rund um Heddesheim nicht gerecht.

    Die Fotos im Flyer sind nicht gemäß der geplanten Bebauung.

    Fordern wir deshalb:

    Hört auf mit der Angstkampagne, dass es mit Pfenning mit Heddesheim bergab geht
    Hört auf mit der Diffamierung von Befürwortern, die die Ansiedlung gut heißen.
    Hört auf mit der Heuchelei, es gehe „um unser aller Wohl“, denn in der IG haben viele, wenn auch berechtigte, Eigeninteressen
    Wir fordern gesicherte Informationen, statt „Spekulationen“ und „Schätzungen“

    Jeder von uns legt sein Schicksal in Entscheidungen, täglich auf‘s Neue

    Sagt Ja zu Heddesheim, unabhängig von dem Pfenning-Projekt, denn dass das Eine das Andere bedinge wird nur fälschlicher Weise behauptet.