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Ein neuer Flyer der Interessengemeinschaft neinzupfenning setzt Bürgermeister Kessler sowie CDU, SPD und FDP unter Druck
Kommentar: Hardy Prothmann
Herr Kessler befindet sich weiterhin in Not.
Vielleicht in noch größerer als zuvor. Der erste Flyer der Interessengemeinschaft neinzupfenning (IG) war sehr populistisch aufgemacht und arbeitete mit vagen Annahmen, was die IG so begrĂĽndet: “Wir hatten fast keine Informationen.”
Beispielsweise wurden zwei Zahlen genannt, die Herr Kessler in einem 6-seitigen Konvolut im Mitteilungsblatt Nummer 19 (Klick öffnet PDF-Dokument) mehrfach staatstragend, aber sicherlich mit Genuss als “widerlegt” bezeichnete: 80.000 Lkw pro Jahr wĂĽrden durch Heddesheim fahren und das wären 220 Lkw pro Tag, mutmaĂźte die IG. Kesslers Credo lautete in seinem Text mehrfach: “Falsche Zahlen widerlegt.” Sein Beweis: “vorläufige Gutachten”.
Auf diese stützten sich bislang auch die CDU, die SPD und die FDP, die nunmehr zusammen mit Herrn Kessler in Erklärungsnot geraten dürften.
“Echte Zahlen – vage Annahmen”
Die IG hat den SpieĂź nun umgedreht: In einer Vergleichstabelle präsentiert sie die “echten Zahlen” des Herrn Kessler und kontrastiert sie mit den “vagen Annahmen”, die ebenfalls von Herrn Kessler genannt werden: “könnte”, “vorrausichtlich”, “möglich”.
Die “echten” Zahlen, also die des Herrn Kessler lauten: “die somit verbleibende, rechnerische Belastung fĂĽhrt zu durchschnittlich 1-2, saisonal auch 3 Lkw-Bewegungen (Bewegung = Fahrten, d. Red.) pro Stunde auf der RingstraĂźe”.
Die IG hat diese Zahlen “nachgerechnet” und ĂĽbersetzt: “… sind das 21.600 Lkw (pro Jahr, d. Red.) allein auf der RingstraĂźe. Die Lkw, die durch den Ort fahren, noch nicht mitgezählt.”
ZurĂĽck zur Sache!
Der Mannheimer Morgen, changierend zwischen staatstragender Berichterstattung und dem zaghaften BemĂĽhen um kritischen Journalismus, (bei gleichzeitig minimalem Rechercheaufwand) forderte jĂĽngst ein vehementes “ZurĂĽck zur Sache, bitte!”.
Genau das macht der Flyer: Er fordert den Einstieg in die Sachdiskussion, bietet und fordert Transparenz. Kritische Heddesheimer werden ihn genau studieren und sich ihre Gedanken machen.
Man darf gespannt sein, wie Herr Kessler mit dem neuen Flyer umgeht. Versucht er erneut, die “Zahlen der IG eindeutig” zu widerlegen, widerlegt er sich selbst, denn es sind seine Zahlen.
















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