Donnerstag, 20. Juni 2013

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Im Ansatz richtig

Die Kirchengemeinden sowie namentlich die Pfarrer Heiner Gladbach, Herbert Anzinger und Dierk Rafflewski haben sich zum Streit über die geplante Pfenning-Ansiedlung geäußert.

Kommentar: Hardy Prothmann

Der Artikel der Kirchenvertreter appelliert an alle, die sich mit der geplanten Pfenning-Ansiedlung befassen, friedlich miteinander umzugehen. Mit Anstand und Respekt. Das ĂĽbergeordnete Ziel solle Akzeptanz sein sowie die konstruktive Zusammenarbeit fĂĽr das Wohl der Gemeinde.

Damit haben die Kirchenvertreter zentrale Punkte angesprochen, die in Heddesheim im Argen liegen.

So selektiert der BĂĽrgermeister Michael Kessler nach wie vor in “gute und schlechte” Medien. Mit den “guten”, dem Mannheimer Morgen, redet er, weil der nie kritisch nachfragt. Mit den “schlechten”, beispielsweise dem heddesheimblog, redet er nur, wenn er absolut nicht anders kann.

Die stellvertretende BĂĽrgermeisterin verweigert einem Gemeinderat vor Zeugen GruĂź und Handschlag und beschädigt damit ihr Amt – nur weil sie den GrĂĽĂźenden fĂĽr einen politischen Gegner hält.

Der Pressesprecher des CDU-Ortsverbands, Josef Doll, redet auch nur mit denen, die ihm passen. Andere nennt er “Täuscher“, Kritiker aus den eigenen Reihen werden rausgeekelt. FĂĽr die FDP gilt dasselbe.

Ein Vereinsvorsitzender beleidigt vor Zeugen einen Pressevertreter und bedroht diesen darüber hinaus körperlich.

Andere wechseln die StraĂźenseite, wenn ihnen ein vermeintlicher “Gegner” entgegenläuft, andere kennen ihre Nachbarn plötzlich nicht mehr und reden schlecht ĂĽber andere.

Dabei fĂĽhlen sich diese Menschen mit absoluter Sicherheit als “anständige” BĂĽrger, obwohl sie sich nicht so verhalten. Gerade ihnen aber gilt der Appell der Kirchen.

Deswegen ist der Artikel der Kirchengemeinden wichtig und richtig.

Genauso wichtig ist aber auch, dass sich alle, die fĂĽr den “Geist der Versöhnung und dem Ruf zur Nächstenliebe” empfänglich sind, auch angesprochen fĂĽhlen.

Tatsächlich steht zu befürchten, dass der Artikel vor allem auf Seiten der Befürworter falsch verstanden wird.

Denn vor allem aus diesem Lager sind die persönlichen Angriffe, der Abbruch der Brücken zum politischen Gegner sowie mangelnder Respekt und Missachtung bislang festzustellen.

Denn die BefĂĽrworter fĂĽhlten sich bislang im Recht und dachten, dass was sie denken, alle denken mĂĽssen. Sie haben nicht verstanden, dass es auch andere Meinungen neben ihrer gibt. Jedes Wort und jede Frage, die ihre Meinung kritisch betrachtet, gilt allein schon als “unanständig”, denn sie empfinden sich als “Standesvertreter“, neben denen es keine anderen geben darf, weil das schon immer so war und so bleiben soll.

So hat der Bürgermeister konsequent jede Gesprächsanfrage der IG neinzupfenning ausgeschlagen. Seine Haltung und Präsentation bei der Bürgerinformation am 21. April 2009 hat viele der anwesenden Bürger verstört.

Die Lösung soll ein moderierter “Dialog” bringen, in dem alle Meinungen ausgetauscht werden. Von den bisher zwanzig Teilnehmern, sind aber nur drei den “BĂĽrgern” zuzurechnen. Dieses Missverhältnis lässt erahnen, welche “Lösung” gesucht werden soll – wo doch das noch nicht genehmigte Pfenning-Gelände von der Firma bereits aktiv “vermarktet” wird.

Recht haben die Kirchenvertreter auch damit, dass keine “Initiative” die Interessen aller BĂĽrger vertritt. Aber dass diese “Initiative” sehr viele BĂĽrgermeinungen vertritt, hat die Wahl bewiesen. Da durften alle BĂĽrger ihre Meinung kund tun.

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  • Bronko

    Ich begrüße es sehr dass die Kirchen sich zu Wort gemeldet haben „im Ansatz richtig“
    Sie haben das sehr schön herausgearbeitet Herr Prothmann bleibt zu hoffen das der Verursacher dieses Dilemma (Herr K..) das Schreiben der Kirchen zum Anlass nimmt seine Blokadepolitik neu zu überdenken.
    Bronko

  • uskok

    vielleicht nehmen sich die gemeinderäte der CHRISTLICH demokratischen union den appell der kirchlichen vertreter zu herzen und strecken auch mal eine hand entgegen…………