Montag, 20. Mai 2013

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Artikel: Gefahrenstelle Ringstraße – Ampel seit Wochen ohne Funktion

Guten Tag,

mehrere Leser haben sich gestern und heute beim heddesheimblog über den Ausfall der Ampel an der Ringstraße/Johannes-Kepler-Schule beschwert.

“Seit bestimmt fünf Wochen funktioniert die schon nicht mehr”, sagte eine Leserin. “Muss erst jemand überfahren werden, bis da etwas unternommen wird?”

Die Gemeinde wurde schon mehrfach von ihr informiert. Falsche Adresse, der “Kreis” ist zuständig. Doch auch da ist niemand wirklich “zuständig”.

Alle Beschwerden benannten die Gefahr vor allem für Kinder und ältere Menschen, die an dieser Stelle die Straße überqueren wollen. Ein Leser sagte: “Die Gemeinde sagt, sie ist nicht zuständig, weil die Straße zum Kreis gehört. Es gibt ein Problem, welches, will niemand sagen. Ich habe es heute wieder probiert. Beim Kreis ist aber heute “Brückentag”, da ist niemand zu erreichen.”

Das heddesheimblog hat nach der Information ab 13:30 Uhr ebenfalls versucht, jemanden im Landratsamt zu erreichen. Direkte Durchwahlen funktionierten nicht, die Mitarbeiterin in der Zentrale mühte sich, aber nach insgesamt sechs Versuchen, jemanden zu erreichen, auch den “Chef”, wusste die Dame auch nicht weiter: “Scheint keiner mehr im Haus zu sein.”

Wir haben uns vor Ort die Situation angeschaut und einmal aus der “Kinderperspektive” die Situation fotografiert, kurz darauf kommt eine Frau mit drei Kindern, eins im Kinderwagen, zwei schätzungsweise zwischen fünf und sieben Jahre alt.

Hier die Fotos der Situation:

blicklinks

Blick nach links: Wenn das Kind das Auto sieht, ist es vielleicht noch 30 Meter entfernt. Es bleiben dem Kind etwas mehr als zwei Sekunden, um zu entscheiden: Laufe ich oder bleibe ich stehen. Auch der Autofahrer sieht das Kind viel zu spät. Bild: pro

blickrechts

Blick nach rechts: Scheint alles frei zu sein, wirklich gut ist die Sicht nicht. Ist das auch noch so, wenn man in der Mitte der Straße ist? Bild: pro

mutter2

Mutter mit drei Kindern: Endlich gibt es eine Lücke! Der Kinderwagen ist schon auf der Straße. Dann doch keine Lücke, wie gesagt, nur 30 Meter Sicht nach links. Bild: pro

mutter3

Nach diesem Auto klappts bestimmt. Nur die Nerven behalten. Bild: pro

mutter4

Jetzt aber los. Der Junge rennt, die Mutter schiebt, guckt nach rechts, weil hoffentlich links alles frei ist und die Mitte der Straße schon fast erreicht - doch die Tochter bleibt zurück. Bild: pro

mutter5

Der Junge ist schon über die Straße, die Mutter schaut, die Tochter traut sich nicht und bleibt stehen. Bild: pro

mutter6

Auch die Mutter hat es geschafft. Die Mutter schreit panisch: Bleib stehen! Die Tochter rennt los, ohne zu schauen und hat es auch gleich geschafft. Das nächste Auto kommt schon. Bild: pro

Dokumentation
Das heddesheimblog

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette.

  • Matini

    Finde ich wieder mal super das keiner verantwortlich ist, zumal da Montags die Kinder der Kepler-Schule schwimmen gehen und somit ohne funktionierende Ampel die Ringstrasse überqueren müssen. Es ist ein Armutszeugnis für Kreis und Gemeinde, denn die Gemeinde kann beim Kreis sicher mehr erreichen als zu sagen da sind wir nicht für zuständig.

  • Heddesheimer

    auch mir persönlich fällt es schwer die situation einzuschätzen wen ich dort lang fahre, ich meine die ampel wird schalten und den verkehr regeln. das sie nicht funktioniert hatte ich erst die tage hier erfahren.

    ist es verkehrsrechtlich und technisch nicht möglich sie bei einer störung mindestens blicken zu lassen, ich meine anderen ortes kenne ich es so.

    was aber eine funktionierende ampel nicht ersetzen sollte.

    (könnte jetzt überleiten zur ansiedlung und zuständigen ansprechpartner aber ich lasse es)

  • ich sag jo nix ich meen jo blos

    Und nix desto trotz müsste die Mutter in dieser Bildserie auch besser aufpassen. Unser Kinder hat man dann halt an der Hand genommen und ist mit denen gelaufen. Ich hoffe ja, dass die Lehrer von den Keppler-Kindern montags besser aufpassen.
    Und ich hoffe ja auch dass die anderen Mütter die da lang laufen auch besser auf die kaputt Ampel reagieren.

    Nix für ungut, aber ein bissel Verantwortung müssen die Leut auch noch selber tragen, wieso wann die verantwortungsvoll in Zukunft Bürgerentscheider werden wollen.

    • Manuela

      Und was ist mit den Kindern, die alleine auf den Spielplatz gehen? Irgendwann gibt es ein Alter, da wollen sie nicht mehr an die Hand genommen werden. Also ich bin immer heilfroh, wenn meine Kinder wieder zu Hause sind. Es gibt genügend Fahrer, die sich nicht an die Tempolimits halten. Ich stand auch schon öfters an der Ampel und habe gezögert zu laufen.
      Und was ist mit den älteren Leuten? Da reicht sogar manchmal die Grünschaltung nicht aus, damit sie gefahrlos über die Straße kommen. Oder sollen sie nur noch ums Haus laufen? Für wen sind dann die schön angelegten Fußwege?

    • Heddesheimer

      das ist nicht wahr was sie hier ablassen.
      die mutter ist hier verantwortlich für drei kinder, sie schiebt einen kinderwagen, wie soll sie die anderen kinder wen sie es gerne tun würde an die hand nehmen?

      sie haben ja jetzt noch nicht mal die augen auf die bilder gerichtet und verstehen die situation, mit ihnen würde ich nicht über eine straße gehen selbst wen sie mich an die hand nehmen.

    • kompakter

      Genau.
      Als Krake geht das, ein Arm für das eine Kind, einen für das andere, zwei für den kinderwagen, einen um den Schminkspiegel zu halten, einen für den Lippenstift, einen um den Rock beim Rennen runter zu halten und einen, um ihn hochzuhalten, damit man signalisiert, hier hat jemand echt was zu tun.

  • Leserin E.

    @ich sag jo nix ich meen jo blos
    Manchmal stehen in den Nachmittagsstunden ganze Trauben von Kindern auf beiden Seiten der Ampel. Immer mal wieder rennen einige Kinder los, wenn sie eine Lücke im Verkehrsfluss entdecken. Das ist manchmal so knapp, dass einem nur beim Zuschauen der Schweiss auf der Stirn steht. Da braucht nur ein Kind zu stolpern, dann reicht den Autofahrern der Bremsweg nicht mehr und was dann passiert, kann man sich ausmalen.
    Zum Aufpassen der Lehrer: Ich wüsste nicht, wieso Lehrer jetzt auch noch als Schülerlotsen antreten sollten, wenn es eine Bedarfsampel gibt. Soll der Kreis jetzt endlich mal in die Puschen kommen. Kann doch nicht wahr sein, dass das nach Wochen immer noch nicht repariert wird.

  • ich sag jo nix ich meen jo blos

    Entschuldigen Sie, Sie haben hier ja mit vielem Recht, wegen deren Ampel. Aber das die Frau den Kinderwagen mit dem Kind auf Verdacht ein bissel auf die Strasse schiebt um auszuprobieren ob des Auto hält?! Und dann merkt sie net, dass des Mädchen stehenbleibt und net mitläuft. Also bei aller Ampel, so wäre mir mit unseren Kinder einfach net umgegangen.

    Nix für ungut, dass die Ampel repariert gehört des ist ja richtig, aber dass ich dann grob fahrlässig da drüber renn kanns auch net sein.

    • Heddesheimer

      “Aber das die Frau den Kinderwagen mit dem Kind auf Verdacht ein bissel auf die Strasse schiebt um auszuprobieren ob des Auto hält?! ”

      ich finde ihre geschilderte situation nicht.

    • kompakter

      Herr blos,
      eines ist klar: sie waren noch nie mit drei kleinen Kindern unterwegs, sonst würden Sie sich hier nicht so ignorant äußern.
      Wenn Sie sich die Situation klar machen, dann schiebt die Frau nicht auf Verdacht den Kinderwagen vor, sondern sie denkt, es ist frei, sieht aber nichts und schwupp ist das nächste Auto da. In einer solchen Situation sind Kinder auch angespannt, der Junge verhält sich typisch und rennt los, als das Signal kommt, jetzt gehts los. Das Mädchen ebenso, es reagiert auf die Angst der Mutter und traut sich erst gar nicht, um dann doch hinter der Mutter herzulaufen.
      Sie sollten sich was schämen für ihre Kommentare.

      • Nachfra Gender

        Man könnte ja fast meinen, diese Ampel wäre die einzige Möglichkeit, die Ringstraße in Richtung Norden zu queren und man müsse sich unumgänglich an dieser Stelle in Gefahr begeben. Wenn ich nicht schwimmen kann, springe ich ja auch nicht in den Fluß, sondern suche mir die nächste sichere Brücke.

        Am Ende kommt sogar noch jemand auf die Idee, die Ringstraße komplett eine Etage tiefer zu legen und ebenerdig auf der gesamten Länge einen Fuß-/Radweg anzulegen.

        Obwohl… wenn ich es mir richtig überlege wäre das die Lösung gleich mehrerer Probleme. Der Lärm und Gestank wären dann in den Untergrund verbannt…

        • kompakter

          Hallo,

          Haubdsach was gebabbelt, fällt mir zu diesem Kommentar nur ein.

        • Leserin E.

          @Nachfra Gender
          Diese Ampel ist nicht die einzige Ampel, die die Ringstraße quert, das ist richtig.
          Etwa 50 Meter weiter befindet sich eine größere Ampelanlage. Diese ist aber nur von der Seite “An der Fohlenweide” der Ringstraße erreichbar.
          Der (sehr schmale) Fußweg auf der Straßenseite Kepperschule, der nach links zu dieser nächsten Ampelanlage führt, ist nämlich gar nicht nutzbar, weil völlig von überhängenden Büschen zugewachsen. Diese Büsche nehmen also nicht nur die Sicht auf herannahende Autos, sondern verhindern auch, dass man – selbst wenn man es wollte – überhaupt zur nächsten Ampel gehen kann.
          Mal ganz davon abgesehen, dass man, um dort auf die andere Straßenseite zu gelangen, genau dreimal (Muckensturmer Straße – Ringstraße – Muckensturmer Straße -) über eine Ampel gehen muss. Das ist doch keine wirkliche Alternative, ich bitte Sie!
          Von Kindern kann man diesen Umweg gar nicht verlangen.

          Aber trotz der vielen erbosten Beschwerden Heddesheimer Bürger, hat es die Gemeinde (“…für die Ampel sind wir leider nicht zuständig…”) noch nicht einmal für nötig befunden, wenigstens den Fußweg zur nächsten Ampel freizuschneiden, falls es doch mal jemand vorziehen sollte den Umweg in Kauf zu nehmen.
          Damit hätte man auch zumindest freiere Sicht und müsste nicht ganz ins Ungewisse rennen.

          Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das Gefühl, der Gemeinde ist es sch***egal, was da an der kaputten Ampel los ist. Da wird einfach die Verantwortung auf andere geschoben und wochenlang leichtfertig in Kauf genommen, dass sich dort jeden Tag viele Kinder (und Erwachsene) in Lebensgefahr begeben müssen.

        • Nachfra Gender

          @Leserin E.
          Danke für diesen sachlichen und korrekten Beitrag. Sie stellen damit fest, dass es durchaus Alternativen zur nicht funktionierenden Ampel gäbe, wenn diese nicht durch andere Hindernisse verstellt wären. Ein Problem kommt selten alleine.

          Das entbindet die abgebildete Frau aber noch lange nicht davon, für sich selbst zu entscheiden, ob der Weg für sie der richtige ist.

          Ich, für meinen Teil, würde ein Kind auch nur dann unbeaufsichtigt auf die Straße lassen, wenn ich mir sicher sein könnte, dass es sich auch in ungewohnten Situationen richtig verhält. Aber wer garantiert mir, dass mein Kind bis zur nächsten Ampel läuft, wenn der Spielkamerad schon auf der anderen Straßenseite wartet und nicht einfach über die Straße rennt? Wo fängt die Aufsichtspflicht an und wo hört sie auf?

  • ich sag jo nix ich meen jo blos

    Dann schäm ich mich eben. Aber ich tät ja gerne mal die Mutter zu dem Thema hören. Bei ganz genauer Betrachtung sieht der Wagen nämlich wie ein Buggi aus und dann wäre des eine”Leerfahrt” und des Mädchen des da am Rand steht täte in den Buggi gehören.
    Und dann steht des Gefaährt auch noch auf der Strasse als des grüne Auto vorbeifaährt. Lade Sie sich die Bilder mal runter und vergrößere Sie den Ausschnitt, da gehen einem die Augen auf.
    Am besten ist aber der Text unter den ersten Fotos. Erst wird die Perspektive von einem Kind ganz am Heckenrand beleuchtet und dann wird dessen Sichtwinkel auf die Mutter übertragen.
    Also wenn die Mutter ein bissel größer ist, ist ihr Blickwinkel ein anderer als der fotografierte.

    Nix für ungut, ich schäm mich jetzt ein bissel, dass ich Eigenverantwortung einfordere und bin dann wieder froh, dass es keine Bürgerentscheide gibt, auch mit der Ampelkoalition net.

    • Heddesheimer

      ihr gefährt steht nicht auf der straße da ist eine rießen pfütze, genau beim überweg.

      leerfahrten macht nicht mal eine spedition, den es ist unwirtschaftlich und deswegen soll es mütter auch so machen?

      wenigsten hat die mutter es an der ampel versucht.

    • sabiland

      Um was geht es hier eigentlich? Sie wollen, glaube ich, eigentlich einfach nur die andere Meinung annehmen. Wenn der erste Unfall passiert, sagen Sie dann, ich hab’s gleich gewusst oder die hätten halt besser aufpassen müssen?

      Vor genau 5 Jahren ist ein schlimmer Unfall mit einem Mädchen auf einem Fahrrad beim Überqueren der Ringstraße passiert. Anschließend wurde das viel zu hohe Gras geschnitten und ein Fahrradwegschild wurde angebracht. Aber vielleicht sollte man Kinder ja auch nicht Fahrradfahren lassen. Oder was meinen Sie?

      Die Ampel funktioniert nicht und darüber muss man nicht diskutieren. Ob man nun einen anderen Weg nutzen sollte, ob man nicht vorbildlich die Straße quert – ist doch gar nicht das Thema. Die Frage ist doch nur, wer ist dafür zuständig.

  • Manuela

    Geht es hier eigentlich um eine defekte Ampel oder das Verant- wortungsgefühl der Mutter auf den Bildern?
    Ich bin größer wie ein Kind, aber man hat trotzdem sehr schlechte Sicht. Kann man auch auf den Bildern erkennen. Oder selbst mal vor Ort gehen, anstatt nur die Bilder zu vergrößern.

  • dasheddesheimblog

    Guten Tag,

    @ich sag jo nix
    Da wir das Bild gemacht haben, können wir Ihnen versichern, dass es sich nicht um eine “Leerfahrt” handelt, sondern ein Kleinkind im Wagen sitzt.

    Wie der Kommentator kompakter schon geschrieben hat, sind Sie kaum in der Lage, die Situation zu beurteilen, zumindest kann man das ihren Äußerungen entnehmen.

    “Die Augen gehen einem auf”, wenn Sie sich mal drei Kinder ausleihen und es selbst probieren. Der Wagen steht auch nicht auf der Straße, sondern nur die vorderen Räder im Rinnstein.

    Der Blickwinkel des Kindes wird mitnichten auf die Frau übertragen. Die ersten beiden Bilder zeigen nur, was ein Kind sieht, nämlich fast nichts.

    Die anderen Bilder zeigen aus einem anderen Blickwinkel eine konkrete Situation, die auch einen Erwachsenen schnell in eine missliche Lage bringt.

    Die Frau ist schätzungsweise 1,65 Meter groß. Aus ihrer Perspektive sieht Sie vielleicht 5-10 Meter weiter als das Kind. Zeitlich gesehen hat sie damit einen “Entscheidungsvorteil” von etwa einer halben Sekunde, wenn das Auto genau 50 km/h fährt.

    Fährt ein Auto schneller, reduziert sich die Zeit entsprechend.

    Bis sie merkt, dass das Mädchen zurückgeblieben ist, sind etwa 1,5 Sekunden vergangen. Ein Kind ist schon über die Straße, eines zurückgeblieben, Sie steht nun in der Mitte.

    Jetzt sagen Sie mal eins, dann wissen Sie, wie viel Zeit eine Sekunde ist.

    Die Frau hat sich nicht “verantwortungslos” verhalten, sondern die Situation vor Ort ist verantwortungslos.

    Das heddesheimblog

  • helleseblogfan

    Hallo heddesheimblog,

    ich bewundere immer wieder ihre Geduld, auf die Kommentare von Leuten einzugehen, die fest entschlossen sind, nichts zu verstehen.

    Ich hätts schon aufgegeben.

    Heute ist Strassenfest. Hoffe, wir sehen uns!

    • Nachfra Gender

      “Ich glaube, daß ein leidenschaftlicher Journalist kaum einen Artikel schreiben kann, ohne im Unterbewußtsein die Wirklichkeit ändern zu wollen.” – Rudolf Augstein

      • ich sag jo nix ich meen jo blos

        Autsch

        • dasheddesheimblog

          Guten Tag,

          die Wirklichkeit formt manchmal auch nachhaltig das Bewußstein. Damit können Sie mich gerne zitieren.

          Im Alter von 10 Jahren bin ich auf dem Nachhauseweg von der Schule von einem gut einsehbaren Radweg korrekt nach links abgebogen. Die Straße war sehr breit, der Autofahrer hinter mir konnte noch nicht rechts vorbei und wollte mich noch links überholen.

          Dabei hat das Auto mich erfasst. Ich bin knapp 10 Meter durch die Luft geschleudert worden und auf meinem Kopf gelandet. Fünf Tage lag ich ihm Koma mit doppeltem Schädelbasisbruch.

          Der Gehör- und Gleichgewichtsnerv sind dabei gerissen. Ich hatte Glück, der Gesichtsnerv ist unverletzt geblieben. Ich lag acht Wochen im Krankenhaus. In der zweiten Nacht starb ein alter Mann im Bett neben meinem – im Kinderzimmer war noch kein Platz frei.

          Meine Eltern waren im Urlaub, meine Großmutter (ohne Führerschein und Auto) musste sich um meinen damals fünfjährigen Bruder kümmern.

          Vier Monate musste ich liegen, weil mein Gleichgewicht sich erst einstellen musste. Danach musste ich wieder laufen lernen, Rad fahren sowieso. Etwa fünf Jahre lang hatte ich einen Tinitus, der extrem laut und 24 Stunden am Tag da war.

          Der Autofahrer hat mich weder besucht, noch sich bei mir entschuldigt.

          Ihre Haltung lehne ich entschieden ab und wundere mich, wie man als eigentlich vernunftbegabtes Wesen so viel Ignoranz in sich vereinen kann und sich auch noch gut findet dabei.

          Man kann in Bezug auf Kinder gar nicht genug Sicherheitsvorkehrungen treffen und ebenso für alte Menschen. Meiner Auffassung nach müssen sich die Starken nach den Schwachen richten – niemals umgekehrt.

          Einen schönen Tag wünscht
          Hardy Prothmann

        • Nachfra Gender

          “Ihre Haltung lehne ich entschieden ab und wundere mich, wie man als eigentlich vernunftbegabtes Wesen so viel Ignoranz in sich vereinen kann und sich auch noch gut findet dabei.”

          Ist diese Passage auf meine Person bezogen?

  • Bronko

    Hallo
    Stimmt für die Instandsetzung der Ampel ist der Kreis zuständig das befreit nach meiner Meinung die Gemeinde nicht von ihrer Verkehrssicherungspflicht.

    Meines Wissens ist die Gemeinde auch für Ortsdurchfahrten die nicht in Ihrer Baulast liegen verkehrssicherungspflichtig.

    Dies bedeutet für die Gemeinde kommt es zu einem Unfall wegen einer ihr „bekannten“ Gefährdung haftet sie für entstehende Schäden und Unfallfolgen, und das kann teuer werden.

    Bronko

    • sabiland

      Richtig! Denn nur weil man nicht zuständig ist, ist man noch lange nicht der Verantwortung entbunden.

      • S.Schmidt

        Das sehe ich auch so!

        Ich bin der Überzeugung,wenn die Gemeindeverwaltung den nötigen

        Nachdruck bei der Kreisbehörde erzeugt hätte,die Ampel funktionieren

        würde!

  • Leserin E.

    @Nachfra Gender
    An der Frage, wo die Aufsichtspflicht anfängt und wo sie endet, scheiden sich die Geister. Tatsache ist, dass Kindern Stück für Stück immer mehr Verantwortung übertragen werden muss, um sie zu lebenstüchtigen Erwachsenen zu erziehen. Das ist mitunter ein schmaler Grad, der auch in der Individualität jedes Kindes begründet und nicht immer am Alter des Kindes festzumachen ist.
    Schon 10-jährige müssen in der heutigen Zeit ihren Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten.
    Dabei helfen gerade im Umfeld von Schulen und stark frequentierten Überwegen kindgerechte Leitsysteme und Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Kindern Orientierung und Sicherheit bieten sollen. Kinder sind nun mal unzuverlässige Verkehrsteilnehmer, dem muss Rechnung getragen werden, auch seitens der Gemeinden. Eine Bedarfsampel am Überweg einer Schule (mit dahinterliegendem Ortsgebiet mit sehr vielen Familien mit Kindern) zum eigens für Kinder angelegten Freizeitgelände gehört dazu.
    Es ist keineswegs zuviel verlangt, die Ampel zur Sicherung der Kinder auch in Betrieb zu halten.
    Wenn diese Ampel dort unnötig wäre, wozu steht sie dann dort?
    Und wozu hängt dort eigentlich auch noch ein Schild von wegen “Kindern Vorbild sein: Bei Rot stehen, bei Grün gehen”, wenn es seit Wochen weder rot noch grün gibt? Sowas empfinde ich dann doch als blanker Hohn, tut mir leid.

    Es kann einfach nicht angehen, dass man in einer angeblich so kinder- und familienfreundlichen Gemeinde wie Heddesheim Kindern sogar den sicheren Überweg zum eigens angelegten Spielplatz unangemessen erschwert.
    Mit “Aufsichtspflicht der Eltern” und ähnlichen Plattheiten die Verantwortung einfach abzuwälzen ist jedenfalls nicht der richtige Ansatz.

  • ich sag jo nix ich meen jo blos

    Jetzt sind mir wieder am gleichen Punkt. Keiner bestreitet dass die Ampel repariert werden sollte, aber dass die Ampel net tut muss doch dazu führen, dass man, bis sie wieder tut, noch besser aufpasst. Mehr sagt da kein Mensch.

    Ampel kaputt = schlecht = Ampel muss repariert werden
    wann der Kreis zuständig ist = Kreis soll schnellstens reparieren

    Und dennoch immer aufpassen mit Kindern im Strassenverkehr, egal wieviele man davon hat.

    Zu Herrn Heddesheimblog seiner persönliche Geschichte (obwohl hier eigentlich nix persönliches rein darf, hat er mal geschrieben), des ist ganz tragisch für Ihr Leben. Und da gibts auch nix dazu zu sagen. Aber die oben fotografierte Situation ist eben anders als Ihr tragischer Unfall des war. Deshalb finde ich immer noch, dass Sie die Mutter hätten vielleicht bei der schlimme Querung hätten unterstützen können, statt fotografieren. Des wäre doch eine gute Tat gewesen.

    • sabiland

      Also, Herr “ich sag jo nix ich meen jo blos”, sagen Sie doch einfach mal, sorry, ich hab’ mich jetzt in meiner Diskussionswut etwas verrannt und seien Sie nicht einfach immer dagegen, um dagegen zu sein.
      Außerdem freue ich mich, dass Sie so ein Aufpasser sind und mit Ihren Kindern(?) immer nur perfekt über die Straße gelaufen sind. Ich kann nur sagen, dass ich viele heikle Situationen im Straßenverkehr mit meinen Kindern erlebt habe – oder ist das jetzt zu persönlich? – obwohl ich sehr aufmerksam war.

    • kompakter

      @blos
      Was Ihnen ganz eindeutig fehlt, ist Anstand.
      Deswegen wundert mich auch nicht mehr, was Sie hier so von sich geben. Unglaublich.

  • der Klärer

    Für mich ist es unverständlich, dass sich Menschen über Details, Bildelemente usw. ausleben, wenn es um Sicherheit und Menschenleben geht. Die Ampel stellt für die Kinder und Erwachsenen eine “sichere
    Querung” da. Daran haben sich diese Personen gewöhnt. Wenn eine vorhandene Sicherheit ausfällt, wird die Querung zum Risiko. Diese Risikosituation über einen langen Zeitraum anstehen zu lassen, zeigen die “Verantwortlichen” ein unmögliches Verhalten.

    Bürger schreiben Sie, beschweren Sie sich, helfen Sie den Kindern dieser Gemeinde bei den “Verantwortlichen” die Verantwortung zu wecken. Die Kinder danken es Ihnen.

  • http://www.kindertrends.com/baby/kinderwagen.html Kristin

    Hi, Toll geschrieben. Unseren ersten Kinderwagen haben wir schon 6 Monate vor der Geburt geholt.

  • Bronko

    Ich frage mich wie will die Gemeinde die auf sie zukommenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pfenning Ansiedelung
    ( zb. Schwerlastverkehr) lösen, wenn Sie nicht mal in der Lage ist für die Instandsetzung dieser Ampel zu Sorgen und dafür Wochen braucht.
    Bronko

  • Nachfra Gender

    Bleibt zu hoffen, dass die Ampel schneller wieder instandgesetzt wird als die maroden Durchfahrtsstraßen im Ort. Hier laufen die Anwohner schon seit Jahren gegen Windmühlen, wenn sie sich über die Schlaglöcher und klappernden Kanaldeckel beschweren, die ihnen Nacht für Nacht den Schlaf rauben (was der Gesundheit ja auch nicht gerade zuträglich sein kann), wenn die LKWs drüber fahren. Aber auch hier die gebetsmühlenartige Antwort: “Wir sind nicht zuständig…”

  • ich sag jo nix ich meen jo blos

    Des hier ist ja paradebeispielhaft. Das Thema ist die kaputt Ampel, ja schlimm, da muss was geschehen. Als nächstes gehts dann drum, wer ist da verantwortlich. Gemeinde – herkommen und reparieren. Jetzt ist des garnicht denen ihr Job – aber dann sind die trotzdem Schuld. Klasse, driff auf die da oben im Rathaus. Nemmt euch Werkzeug und repariert des Ding – auch wenn er davon nix versteht, weil des der Ampeltechniker machen muss. Aber dann haben die Bürger wenigstens ein gutes Gefühl. Und ich schreib dann, die mache da an der Ampel rum um uns hinzuhalten.

    Des andere Thema ist wie gehe ich mit so einer Situation um. Wann ich weiss, da ist eine Gefahrenstelle, dann vermeide ich die oder bin besonders vorsichtig. Da muss ich mich net dafür entschuldigen, des ist halt so. Wann es regnet, nemm ich auch einen Schirm mit.

    So und an der Stelle kommen dann alle wirklich “vernunftbegabte Wesen” und schreie, wie kann da einer sagen, die Frau müsst besser aufpassen? Ja, des ist unverschämt von mir, aber wie gesagt, in so einer Situation täte ich halt ein anderen Weg (den’s ja gibt) nehmen, oder der Fotograf hätt helfen können. Ich geh mich halt jetzt wieder ein bissel schämen.

    Nix für ungut, geht mir weg mit Lösungen, über des Problem jammern ist so schöööön.

    • Heddesheimer

      “Wann es regnet, nemm ich auch einen Schirm mit.”

      und wen es anfängt zu regnen wen ich schun unerwegs bin,
      gehe ich dan nicht mehr heim?

      *gähn*

      • Nachfra Gender

        Und der Heddesheimer geht durch verschlossene Türen, nur weil sie vor 5 Minuten noch offen waren…

        Die Evolution hat den “vernunftbegabten Wesen” ganz nette Fähigkeiten gegeben, z.B. Angst zu empfinden. Wozu? Um z.B. auf Gefahren zu reagieren um sich selbst zu schützen. Nur leider scheinen einige dieser nützlichen Fähigkeiten in der zivilisierten und wohlbehüteten Zeit zu verkümmern. Hoffen wir doch mal, dass die Vernunft nicht zu schnell davon betroffen wird, obwohl es schon einige Anzeichen dafür gibt…

        Nur um sicher zu gehen, dass sich niemand persönlich angegriffen fühlt: Dies ist eine allgemeingültige Aussage, die wissenschaftlich belegt ist.

        • Heddesheimer

          und abends schaltet die von ihnen vorgeschlagene ampel nicht (nachtschaltung energie und so), was tun warten, anders wo drüber gehen oder verschieben bis zum morgen und dan drüber gehen?

          und nu……..

        • Nachfra Gender

          So wie Sie es darstelln, dürfte man das eigene Heim nicht mehr verlassen, denn man könnte Gefahr laufen, den Heimweg nicht mehr zu finden…

  • dasheddesheimblog

    Guten Tag,

    die Argumente in dieser Sache scheinen ausgetauscht. Die Redaktion bittet daher, von weiteren Kommentaren, die nichts mehr zur Sache beitragen, abzusehen.

    Einen schönen Tag wünscht
    Das heddesheimblog