Samstag, 18. Mai 2013

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Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert

ausriss

Propaganda vom Feinsten: Text und Bild passen perfekt zusammen. Bürgermeister "appelliert an Wir-Gefühl", Bürger klatschen. Die Aussage: Bürgermeister und Bürger sind sich einig. Im Text wird diese Aussage wiederholt - wider besseres Wissen der Journalistin Anja Görlitz. Wer genau hinschaut, sieht, dass nicht für den Bürgermeister geklatscht wird. Der sitzt im Publikum: 1. Reihe, achte Person von rechts. Quelle: MM

Heddesheim, 11. Januar 2010. Die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit ist ein wesentlicher Pfeiler unserer Demokratie. Wesentlich für die Bildung einer freien Meinung sind eine gute Schulbildung und der Zugang zu Informationen. Doch nur die, die mehr als eine Quelle nutzen, können vermeiden, manipuliert zu werden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Heute macht der Mannheimer Morgen über den Neujahrsempfang der Gemeinde mit einem großen Artikel im Lokalteil “die Seite auf”. Unter Journalisten nennt man das deshalb “Aufmacher“.

Die Redakteurin Anja Görlitz, zuständig für Heddesheim, stellt darin zutreffend den Ablauf der Veranstaltung dar. Trotzdem werden die Leserinnen und Leser des Mannheimer Morgens unzutreffend informiert, wenn nicht gar getäuscht.

Unter anderem zitiert Frau Görlitz den Bürgermeister Michael Kessler:

“Die geplante Pfenning-Ansiedlung habe dazu geführt, “dass wir in Heddesheim nach langen Jahren wieder eine Bürgerinitiative haben”. Auch hier habe sich bürgerschaftliches Engagement gezeigt – “zeitlich und inhaltlich auf ein Thema begrenzt”. Kessler erinnerte an die kontroverse Diskussion und die Befürchtungen vieler vor mehr Lkw-Verkehr. “Durchaus selbstkritisch” fügte er an: “Die umfassenden Informationen, die im Laufe des Jahres gegeben wurden, hätten zu Beginn des Verfahrens vielleicht dazu beigetragen, manche Überspitzung und Fehleinschätzung zu vermeiden.”

Das hat der Bürgermeister Michael Kessler tatsächlich so gesagt. Der unbedarfte Leser könnte nun schlussfolgern, dass der Bürgermeister ein selbstkritischer Mensch ist, der einen Fehler eingesteht.

Doch das ist falsch. Und damit wird die Berichterstattung unzureichend und wider besseres Wissen der Redakteurin Anja Görlitz propagandistisch.

  • Frau Görlitz ist intensiv mit dem Thema “Pfenning” befasst. Sie weiß, dass der Bürgermeister sich lange weigerte, die IG neinzupfenning überhaupt zu einem Gespräch zu empfangen.
  • Sie weiß, dass der Bürgermeister noch nicht einmal den Namen “IG neinzupfenning” bei der Neujahrsansprache genannt hat.
  • Sie weiß, dass der Bürgermeister bis heute nur die Informationen herausgibt, die er herausgeben muss.
  • Sie weiß, dass für 35.000 Euro eine Spin-doctor-Firma (Anm. d. Red.: “Spin” heißt, der Sache einen Dreh geben und meint die professionelle Beeinflussung der öffentlichen Meinung) namens IFOK engagiert wurde, um die katastrophale Informationspolitik des Bürgermeisters zu reparieren.
  • Sie weiß, dass der Bürgermeister den Antrag der Grünen verneint hat, die IG neinzupfenning als Träger öffentlicher Belange anzuerkennen.
  • Sie weiß, dass sie jederzeit beim Bürgermeister anrufen kann, während sich der Bürgermeister bis heute einem Interview mit dem heddesheimblog verweigert.

Die Liste, was Frau Görlitz weiß, den Leserinnen und Lesern des Mannheimer Morgens aber vorenthält, lässt sich mühelos um viele weitere Punkte erweitern.

Vor allem die weggelassene Information manipuliert die Meinung.

Die Manipulation der öffentlichen Meinung geschieht häufig nicht nur durch Informationen, die verbreitet werden – im Gegenteil vielleicht sogar noch mehr durch Informationen, die nicht verbreitet werden. Denn das, was nicht berichtet wird, findet auch nicht statt.

Da Frau Görlitz über umfangreiches Wissen verfügt, dieses aber der Öffentlichkeit vorenthält, manipuliert sie diese. Durch diese Unterlassung betreibt sie nicht nur Gefälligkeitsjournalismus oder eine Hofberichterstattung. Nein, sie macht PR – im Sinne des Bürgermeisters und gegen das Interesse der öffentlichen Meinung – anständig informiert zu werden.

Frau Görlitz schreibt weiter:

“Deutliche Worte
Dass Gegner und Befürworter zu unterschiedlichen Bewertungen kommen, müsse “auch künftig möglich sein, ohne dass sich der Ort entzweit”, mahnte er und ließ deutliche Worte folgen: “Kein Verständnis habe ich, wenn den politisch Handelnden unterstellt wird, dass sie bewusst gegen das Wohl der Gemeinde verstoßen.” Kessler schloss das Thema mit einem Appell: “Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, eventuell noch vorhandene Kränkungen zu überwinden und uns wieder auf eine unserer Stärken zu besinnen, und zwar das ausgeprägte Wir-Gefühl in unserem Gemeinwesen.”

Auch hier zeigt sich die Berichterstattung von Frau Görlitz verantwortungslos. Sie berichtet zwar zutreffend, was der Bürgermeister gesagt hat, ordnet aber auch diese Aussage nicht ein. Leser ohne Hintergrundwissen müssen annehmen, dass das, was der Bürgermeister sagt, wohl zutrifft, denn es sagt ja schließlich der Bürgermeister und es steht ja in der Zeitung.

Falsche Behauptungen werden durch propagandistische Berichterstattung “zur Wahrheit”.

Tatsache ist, dass niemand behauptet, dass die “politischen Handelnden bewusst gegen das Wohl der Gemeinde verstoßen”. Es wird lediglich in Frage gestellt, ob die geplante “Pfenning”-Ansiedlung dem Wohl der Gemeinde dient, wie die Befürworter behaupten. Die IG neinzupfenning schreibt in einem Flugblatt:
“Der Bürgermeister und verschiedene Gemeinderäte betonen immer wieder, dass die Pfenning-Ansiedlung unseren Wohlstand sichert. Im Umkehrschluss heißt das: Ohne Pfenning geht’s bergab, wir verlieren alle diese Vorzüge. Ist das richtig? Gibt es keine Alternativen? Ist Pfenning die Antwort auf unsere Zukunft? Was hier betrieben wird, ist eine Angstkampagne. Wir wollen diese Angst nicht. Sie vergiftet unsere Gemeinschaft.”

Tatsache ist auch, dass die Befürworter den Gegnern vorwerfen, diese würden gegen das Wohl der Gemeinde agieren. So schreibt die CDU am 23. April 2009:
“Würden wir, wie von der Initiative “Nein zu Pfenning” gewünscht verfahren, würde sich Heddesheim rückwärts entwickeln. Das ist für Heddesheim keine Perspektive und nicht förderlich für das Gemeinwohl.”

Was das vom Bürgermeister geforderte “Wir-Gefühl” angeht, so stellt Frau Görlitz nicht die Frage, wen der Bürgermeister mit “Wir” meint: Nämlich sich und alle, die ihn unterstützen. Wäre er tatsächlich auch daran interessiert, die Kritiker des “Pfenning”-Projekts in dieses “Wir” einzuschließen, so hätte er das jederzeit in den vergangenen Monaten aus eigenem Antrieb tun können und auf die Kritiker zugehen können. Das aber hat er niemals getan und bis heute auch nicht im Sinn. Somit ist sein “Appell” ein Lippenbekenntnis – nichts weiter.

Im Gegenteil hätte ein Wort von ihm genügt und die IG neinzupfenning hätte die Bürger im Mitteilungsblatt über ihre Argumente informieren können. Der Bürgermeister schwieg.

Frau Görlitz ist entweder unbedarft oder sie desinformiert vorsätzlich.

Eine Aufgabe der Presse wird oft so beschrieben, dass sie die Machthaber kontrollieren und die Öffentlichkeit auf Missstände hinweisen soll. Dem kommt Frau Görlitz nicht nach. Sie macht das Gegenteil: Ob unbedarft oder vorsätzlich.

Frau Görlitz wird diesen Spuk mit Erlaubnis der Redaktionsleitung beim Mannheimer Morgen so lange treiben, bis es den Verlag schmerzt. Das würde es, wenn genug Leserinnen und Leser ihren Protest an die Redaktion richten und am besten zumindest auf Zeit ihr Abonnement kündigen.

Damit das nicht falsch verstanden wird: Auch die IG neinzupfenning ist von uns Journalisten kritisch zu betrachten, was das heddesheimblog selbstverständlich tut.

Das heddesheimblog hält es mit dem früheren Tagesthemen-Moderator Hajo Friedrichs: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.”

Vielleicht sollte Frau Görlitz mal darüber nachdenken, wenn sie das nächste Mal in einen Spiegel schaut. Die Frage lautet: Bin ich Journalistin oder ein Spin-doctor?

Siehe auch: “Übers Ziel hinaus geschossen oder Volltreffer? Warum das heddesheimblog den MM kritisiert”

Tipp der Redaktion:
Das Thema “Spin-doctor” wurde wunderbar im Film “Wag the dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt” beschrieben. In den Hauptrollen Robert de Niro und Dustin Hoffmann.

Moderation von Kommentaren

Die Moderation liegt bei der Redaktion. Für uns steht fest: Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren steht in der Netiquette.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag zusammen,

    Ihr Artikel oder Kommentar Herr Prothmann ist diskussionswürdig. Inhaltlich mögen Sie recht haben, daß die Berichterstattung des MM sehr staatstragend, unkritisch und deshalb wenig hinterfragend daher kommt. Ob man das an der Redakteurin festmachen sollte oder muß, kann diskutiert werden.

    Was soll einen Redakteurin oder ein Redakteur machen, wenn die Zeitung selbst und damit die Redaktion eine bestimmte Richtung vorgibt? Angestellter Journalismus unterscheidet sich vom freien in praxi – und beide müssen ihren Mann oder ihre Frau ernähren.

    Sie als Journalist kennen sicherlich das Bonmot, daß Pressefreiheit bedeutet, daß der Zeitungsverleger frei bestimmen kann, was in seiner Zeitung steht.

    Da heißt es dann zwangsläufig “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”, das natürlich ganz im übertragenen Sinne.

    Daher in dubio pro reo, sollte man das nicht an der Person Frau Görlitz festmachen. Ich glaube auch nicht, daß dieser Richtungsstreit unter journalistischen Kollegen zielführend ist, egal zu welchem Ziel.

    Wikipedia sagt da allerdings auch ein paar ganz unschöne Dinge über spin doctors.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Spin-Doctor

    Ungut wie diese Praxis ist, finde ich einen anderen Berufszweig noch viel bedenklicher. Die whips.

    Diese und die spin doctors im Verein sind zu tiefst undemokratisch.

    Ach so whips… Im deutschen nicht unter diesem Namen bekannt aber treffend beschrieben. Whip heißt Peitsche…

    http://dictionary.cambridge.org/define.asp?dict=CALD&key=90239

    Definition
    whip noun (POLITICS)
    /wɪp/ n
    •
    [C] (in many elected political systems) a member of a political party in parliament or in the legislature whose job is to make certain that other party members are present at voting time and also to make certain that they vote in a particular way
    Hargreaves is the MP who got into trouble with his party’s chief whip for opposing the tax reform.
    •
    [C] in British politics, a written order demanding that party members be present in parliament when there is to be an important vote or demanding that they vote in a particular way
    In 1970 he defied the three-line (= most urgent) whip against EC membership.

    (Definition of whip noun (POLITICS) from the Cambridge Advanced Learner’s Dictionary)

    Unser deutscher Fraktionszwang ist damit verwand.

    Einen schönen Tag noch.

    • Jeeves

      “Da heißt es dann zwangsläufig “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”, das natürlich ganz im übertragenen Sinne.
      Daher in dubio pro reo, sollte man das nicht an der Person Frau Görlitz festmachen.”

      Autsch. Übertragen Sie das mal auf andere (vor allem schlimmere) Vorkommnisse. Der Täter ist unschuldig? Nur der Auftraggeber und die Umstände (also hier sogar nur: der gut bezahlte Job) sind Schuld? Da sind nicht nur unsere Gesetze und Gerichte ganz anderer Auffassung.

  • kompakter

    halo,

    nur so am rande: “Doch nur, wer sich nicht nur auf eine Quelle verlässt, kann vermeiden, nicht manipuliert zu werden.”

    das gilt doch auch fürs heddesheimblog oder nicht?

    gruß

    • dasheddesheimblog

      Guten Tag!

      Danke für Ihren Beitrag.

      Selbstverständlich!

      Am Rande haben wir bemerkt, dass der Satz ein wenig krumm ist und ihn korrigiert.

      Einen schönen Tag wünscht
      Das heddesheimblog

  • Torsten

    Konkrete Frage an den praktizierenden Journalisten: Wie sollten die 100 Zeilen fehlende Information in den Artikel zum Neujahrsempfang untergebracht werden? Wie kann das Wort “Finanzkrise” in dem Artikel stehen ohne dass ein Telefonbuch voll Erläuterungen dahinter kommt?

    Der Mannheimer Morgen mag einseitig und unkritisch sein, aber diese Kritik ist fehlgeleitet.

  • Raumfuernotizen

    Hallo Herr Prothmann,

    danke für Ihre Anregungen. Hier allerdings stimme ich nicht mit Ihren Ansichten überein.
    Ein offizieller Neujahrsempfang ist nach meinem Empfinden kein Anlass für eine umfassende Darstellung einer Problematik, die ja offenbar schon seit Monaten in der lokalen Presse geschildert wird. Man mag ja grundsätzlich unzufrieden mit der Richtung oder Art der Berichterstattung sein, aber dies nun ausgerechnet an einem Empfang festzumachen, bei dem der Bürgermeister als Gastgeber nun mal das Recht der großen Rede hat, erscheint mir völlig überzogen.
    Auch die Behauptung der „Propaganda“, die Sie im Artikel ausgemacht zu haben glauben, erschließt sich mir nicht ganz. War die Reaktion des Publikums auf die Aussagen des Bürgermeisters denn völlig anders als dargestellt? Wollte die Zeitung tatsächlich die Aussage „Bürgermeister und Bürger sind sich einig“ darstellen, hätte man sicher auch ein Publikumsbild ohne Bürgermeister verwenden können.
    Die „Schuld“ liegt meiner Meinung nach nicht beim Mannheimer Morgen (dessen Berichterstattung ich nur aus der Ferne kenne), sondern im Wesen der Neujahrsempfänge, die landauf, landab zu Schönwetterreden genutzt werden. In den ersten Wochen des Monats werden sie vermutlich in ausnahmslos jeder Lokalzeitung einen Bericht wie den von Frau Görlitz finden. Das mag man ja grundsätzlich verurteilen – aber den Bericht über den Empfang als Meinungsmanipulation zu bezeichnen, schießt doch deutlich über das Ziel hinaus.

  • jawiejetzt?

    Guten Tag,

    ja, da sind wie wieder ganz im übertragenen Sinn. Natürlich hat auch die Journalistin eine Verantwortung für die Inhalte die sie bringt.

    Aber worauf das hinaus läuft ist, daß man jeden Journalisten aufforden muß, so lange den Job zu wechseln, bis er eine Zeitung findet, die ihn oder sie entweder schreiben läßt, was er oder sie will oder mit deren Linie sich die eigene Linie völlig deckt.

    Sie haben im Grundsatz sicher recht, aber die Frage ist ob subjektiver Journalismus in einem Lokalteil einer öffentlich rechtlichen Zeitung schlimmeren strafrechtlich relevanten Vorkommnissen gleichzusetzen ist.

    Auch vor Gericht gilt es eine “Tat” abzuwägen und (strafrechtlich) einzuordnen.

    Wer von uns kann sagen was Frau Görlitz schreiben würde, wenn sie dürfte wie sie wollte???
    Und ob sie dann noch lange beim MM wäre…

    • kompakter

      hallo,

      nunja, schätze mal, dass sie nach der kritik hier und der aufmerksamkeit sich kaum woanders zu bwerben braucht

      gruß

  • dasheddesheimblog

    Guten Tag!

    Die Redaktion hat wegen der Kommentare und zahlreichen Zugriffe einen weiteren Text veröffentlicht:

    http://heddesheimblog.de/2010/01/12/ubers-ziel-hinaus-geschossen-oder-volltreffer-warum-das-heddesheimblog-den-mm-kritisiert/

    Einen schönen Tag wünscht
    Das heddesheimblog

  • Charly

    “Damit das nicht falsch verstanden wird: Auch die IG neinzupfenning ist von uns Journalisten kritisch zu betrachten, was das heddesheimblog selbstverständlich tut.

    Das heddesheimblog hält es mit dem früheren Tagesthemen-Moderator Hajo Friedrichs: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“

    Vielleicht sollte Frau Görlitz mal darüber nachdenken, wenn sie das nächste Mal in einen Spiegel schaut. Die Frage lautet: Bin ich Journalistin oder ein Spin-doctor?”

    okay, das heddesheimblog hat also im vergangenen Jahr niemals Partei ergriffen, sondern immer sachlich und mit der Fähigkeit zu Kritik die Vorgänge rund um die “IG Nein zu Pfenning” begleitet?

    Belehren Sie mich eins Besseren, aber ist nicht der Urheber dieses “blogs” gleichzeitig einer der Aktivposten der IG gewesen? War er wirklich “nur dabei” oder gehörte er nicht vielleicht doch “dazu” und befolgte damit seine eigenen von Hajo Friedrichs adaptierten Gebote nicht?

    War er nicht einer der Protagonisten der Auseinandersetzungen im Gemeinderat?
    Kann er – im Gegensatz zu allen anderen – gleichzeitig einer der Streitparteien angehören und dennoch ein unparteiischer Journalist sein?

    “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache;”