Montag, 20. Oktober 2014

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“Ich experimentiere mit Kunst” – Ausstellung von George Mirenes


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Gut gelaunt: Der K√ľnstler George Mirenes stellt im Alten Rathaus aus und verbreitet zusammen mit seiner Frau gute Laune.

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Juli 2011. Unter dem Titel “Flie√üende Formen in Bild und Stein” er√∂ffnete am vergangenen Sonntag, 03. Juli 2011, der Heddesheimer Kunstverein die Ausstellung des Mannheimer K√ľnstlers George Mirenes. Gut 50 Besucher begeisterten sich f√ľr eine abwechslungsreiche Ausstellung.

Von Sabine Prothmann

Er sieht aus wie ein K√ľnstler. Das schwarze Haar f√§llt fast auf die Schultern, er tr√§gt den obligatorischen Hut, das schwarze Sakko, ausgefallene Ringe an den Fingern.

Dazu kommt – wie Veronika Drop, Vorsitzende des Kunstvereins Heddesheim, in ihrer Laudatio betonte, der klangvolle Name – George Mirenes – da kann man doch nur K√ľnstler werden.

Nur gut, dass all’ dieser Schein noch mit Können gepaart ist Рdenn er kann was, der Sohn eines Spaniers und einer Französin, der 1956 in Paris geboren wurde.

Zwischen 1975 und 1979 studierte er Kunst und Bildhauerei in Paris,√ā¬† 1980 ging er nach Heidelberg und er√∂ffnete dort ein Atelier. Heute hat er sein Atelier und seine Galerie in Mannheim und hofft dort bald sein eigenes kleines Bistro zu er√∂ffnen, erfahren die Ausstellungsbesucher von Veronika Drop.

Kunst und leiblicher Genuss – sicher eine gelungene Kombination. Noch sind beh√∂rdliche Hindernisse zu √ľberwinden, aber er schon seine genauen Vorstellungen, klein und fein soll es werden.

Mirenes hat sich keinem bestimmten Stil verschrieben wie die 23 ausgestellten Bilder und zehn Skulpturen eindringlich bezeugen.

Es sind die Kontraste, die sie vereinen. Die Farben, die Formen, die Linien. In den Bildern ebenso wie in den Skulpturen.

Mattes trifft auf Glänzendes, Ruhiges auf Wildes.Kräftige, satte Farben auf zarte Töne.

Seine bevorzugten Techniken sind √Ėl-Pastell-Mischtechnik, Acryl auf Leinwand und Aquarell.

Mirenes Bildhauerei wurde ma√ügeblich beeinflusst von einem Aufenthalt in Zimbabwe 1993 und der Zusammenarbeit mit den dortigen K√ľnstlern. Hier lernte George Mirenes die Skulptur aus dem Stein zu befreien.

Den Stein mit Leben erf√ľllen

Seine Skulpturen bestechen durch die weichen runden Formen. “Er bringt Leben und Form in den harten, bizarren Stein”, sagt Drop.

Mirenes arbeitet mit Malachit, Marmor und immer wieder mit Serpentin. Es entstehen Skulpturen, die zum Angreifen geradezu einladen. Die in ihrem Ausdruck Naivit√§t und Formsch√∂nheit miteinander verbinden wie in “Mutter und Kind” oder in der “M√∂we”. Ganz gro√üartig, fast schon asiatisch anmutend, “Peine la amour” in wei√üem Marmor.

“Es ist ein spannender Spaziergang f√ľr das Auge des Betrachters”, beschreibt Veronika Drop die Ansammlung seiner Kunstwerke.

Fast expressionistisch treffen die st√ľrmischen Wellen auf die Klippen in dem √Ėlgem√§lde “Bretagne”, grau-wei√üe Gicht trifft auf kr√§ftiges Rot.

Satte Farben begegnen dem Betrachter immer wieder, wie in den beiden abstrakten Bildern “Goldregen-orange” und “Goldregen-rot”, aber auch in “Torero” und “Tangot√§nzer”, hier kombiniert er kr√§ftiges Gelb mit Rot und Schwarz – thematisch und farblich eine Reminiszenz an sein spanisches Erbe.

Kunstwerke wie pure Lebensfreude

“F√ľr mich sind seine Kunstwerke pure Lebensfreude”, sagt Veronika Drop.

Diese Atmosph√§re √ľbertr√§gt sich auf den Ausstellungsraum im Alten Rathaus. “Ein wirklich sch√∂nes Ambiente”, lobt ein Paar aus Mannheim, die sich als Mirenes Fans outen. “Bei uns zuhause h√§ngen einige seiner Kunstwerke”, erz√§hlen sie und haben auch noch lange nicht genug.

Einen guten Monat arbeitet er an den Skulpturen. Das braucht Zeit, erz√§hlt der K√ľnstler. Bei den Bildern kann man viel schneller eine Idee umsetzen.

Die Steinbearbeitung ist aufwendig. Zunächst wird die Form hervorgeholt, dann wird sie mit immer feinerem Schmirgelpapier bearbeitet. Um den Glanz auf dem jetzt matten Stein zu erzielen, wird er mit einem speziellen Fön auf 2000 Grad erhitzt. Bienenwachs wird aufgetragen und dann wird der Stein immer wieder und wieder poliert, beschreibt Mirenes den Schaffensprozess.

“Ich experimentiere mit Kunst”

In j√ľngeren Bildern arbeitet Mirenes auch mal “kleinteilig”. Miniaturen f√ľgen sich in einem Rahmen zu einem Thema zusammen: Radierungen, Federzeichnungen, Aquarelle, Fotografien – “ich experimentiere mit Kunst”, sagt er.

Am Sonntag, den 17. Juli 2011, 14 bis 17 Uhr, kann man George Mirenes bei einem Live-Workshop in der Galerie im Alten Rathaus dabei zuschauen, wie er eine Skulptur entstehen lässt Рdas sollte man sich nicht entgehen lassen.

√Ėffnungszeiten der Ausstellung: Sonntags 14 bis 17 Uhr.

Viel Freude mit den Fotos!

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√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (47) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.